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Milchpreise: Milchbauern befürchten großes Höfesterben

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Niedrige Milchpreise  

Milchbauern befürchten großes Höfesterben

08.04.2009, 12:12 Uhr | lgs, dpa, t-online.de, AFP

Milchbäuerinnen protestieren für höhere Milchpreise (Quelle: ddp) Die deutschen Milchbauern befürchten angesichts der derzeitigen Preiskrise ein großes Höfesterben im kommenden Jahr. Bleibe die Lage der Landwirte, wie sie bisher sei, werde "es schon im nächsten Jahr ein Drittel der Milchbauern nicht schaffen", sagte der Chef des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies entspreche rund 30.000 Höfen. Grund für das Preistief der Milch sei, dass in Europa zwischen einem und zwei Prozent mehr Milch produziert würden, als zu rentablen Preise verkauft werden könnten.

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Milch mit 20 Cent pro Liter zu billig

Auch der Chef des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, sieht derzeit große Belastungen für die Landwirte: "Bei 20 Cent pro Liter kann kein Milchbauer überleben." Zusätzlicher Kostendruck entsteht den Landwirten laut DBV-Chef Sonnleitner durch die im europäischen Vergleich höchsten Steuern für Agrardiesel. Während in Frankreich für den Liter Agrar-Kraftstoff nur 0,7 Cent Steuern anfielen, zahlten "die Deutschen im Schnitt 40 Cent pro Liter".


Bundesregierung muss handeln

Dieses Geld fehle der Landwirtschaft für Investitionen in ihre Betriebe. Pro Jahr handelt es sich dabei laut Sonnleitner um rund 80 Millionen Euro. Er halte es für kaum einzusehen, dass von der Politik angesichts der Wirtschaftskrise "die Automobilindustrie hofiert wird, es aber für die Landwirtschaft immer noch kein Programm" gebe. "Die Bundesregierung, vor allem die SPD, handelt unverantwortlich", sagte Sonnleitner.

Bäuerinnen demonstrieren gegen Preisdumping

Bereits zu Beginn der Woche haben hunderte Milchbäuerinnen mit einer bundesweiten Protestaktion gegen niedrige Milchpreise begonnen. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter sprach von bis zu 1000 Teilnehmern. In Düsseldorf und München wollten die Bäuerinnen vor den Staatskanzleien übernachten. Auch in Wiesbaden, Stuttgart und Kiel waren Aktionen geplant.


Heftige Proteste bereits 2008

Zuvor waren die Pläne von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) gescheitert, auf dem Treffen der Agrarminister der Europäischen Union in Brüssel im März 2009, eine Ausweitung der Milchförderquote zu erreichen. Besonders die deutschen Milchbauern unterliegen wegen verhältnismäßig hohen Produktionskosten und einer starken Marktposition der Supermärkte dem Preisdumping. Bereits im Mai und Juli 2008 lieferten einige Bauern aus Protest gegen die niedrigen Milchpreise keine Milch mehr aus. Die daraufhin nachgebesserten Verträge der Molkereien mit den Handelsriesen waren jedoch bereits nach wenigen Monaten wieder hinfällig. Seitdem sind die Preise im Sinkflug. Im Januar 2009 kostete ein Liter Milch durchschnittlich 25,5 Cent, das sind fast 14 Cent weniger als noch im Jahr zuvor.


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