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Opel: Modell für Zwischenfinanzierung steht

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Opel  

Kreise: Modell für Opel-Brückenfinanzierung steht

20.05.2009, 08:46 Uhr | sky, dapd, dpa, t-online.de

Kreise: Opel erhält Brücken-Finanzierung (Foto: imago)Kreise: Opel erhält Brücken-Finanzierung (Foto: imago) Die Verhandlungen über die Zukunft des angeschlagenen Autobauers Opel gehen in die entscheidende Phase: Vertreter der Bundesregierung und deutscher Banken einigten sich auf ein Modell einer Brückenfinanzierung für Opel. Das verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Dem Vernehmen nach erhält Opel 1,5 Milliarden Euro. Allerdings müsse noch die Investorenfrage geklärt werden. An diesem Mittwoch läuft eine Frist aus, bis zu der Opel-Interessenten der Bundesregierung konkrete Konzepte vorschlagen sollen. Am selben Tag berät die Regierung bei einem Spitzentreffen über den Autobauer.

Angeblich 1,5 Milliarden Euro für Opel

Opel soll 1,5 Milliarden Euro an staatlich verbürgten Krediten erhalten, wie die Nachrichtenagentur AP aus Länderkreisen erfuhr. Diese Summe soll demnach zu 100 Prozent verbürgt werden, wobei Bund und Länder mit Opel-Standorten jeweils die Hälfte der Bürgschaft übernehmen wollen. Die Beteiligung der Länder soll sich an der Zahl der Beschäftigten der jeweiligen Standorte orientieren. Zuvor hatte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm bestätigt, dass es am Dienstag ein Treffen auf hochrangiger Arbeitsebene mit Banken und Förderbanken im Bundeskanzleramt gab. "Bei dem Gespräch ging es um die Klärung der im Zusammenhang mit der Brücken-Finanzierung stehenden Fragen", sagte Wilhelm. Es habe gute Fortschritte gegeben, weitere Schritte seien verabredet worden.


Bund und Länder bürgen für Opel

Eine Zwischenfinanzierung für Opel bis zum Einstieg eine Investors hat nach Angaben von Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) konkrete Konturen angenommen: "Wir haben uns in Berlin darauf verständig, wie im Rahmen eines Treuhandmodells eine Brücken-Finanzierung organisiert werden kann", sagte Reinholz am Dienstag nach einem Treffen von Vertretern mehrerer Bundesministerien und von Opel-Ländern der Nachrichtenagentur dpa. Danach soll der Finanzbedarf des Autobauers über einen verbürgten Kredit, für den der Bund und die Länder je zur Hälfte geradestehen, gedeckt werden. Zum Volumen wollte sich der Minister nicht äußern.

Mehrere Banken beteiligt

Am dem Gespräch in Berlin haben neben Vertretern der Bundesregierung und Länder auch Vertreter mehrerer Banken teilgenommen, darunter der staatlichen KfW, der Landesbanken und Förderinstitute der betroffenen Opel-Länder sowie der Commerzbank. An dem Treffen teilgenommen hatte auch der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, meldete die Nachrichtenagentur dpa. Das Bankenkonsortium begleitet das von der Bundesregierung favorisierte Treuhandmodell.

Überbrückungskredit für Treuhandmodell

Die Bundesregierung arbeitet zurzeit fieberhaft an ihrem Treuhandmodell, um Opel mehr Zeit für die Verhandlungen zu geben. Damit soll Opel Deutschland aus dem Gesamtkonzern herausgelöst werden, um negative Auswirkungen einer Insolvenz von General Motors auf die deutsche Tochter zu vermeiden. Wenn der Opel-Mutterkonzern in den USA nicht bis Ende Mai einen tragfähigen Rettungsplan vorlegen, droht die Insolvenz.

Keine klaren Zeichen aus den USA

Für das Treuhandmodell ist die Zustimmung von GM und der US-Regierung nötig. Laut Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kommen von der US-Regierung und GM aber bislang keine eindeutigen Signale. Eine Delegation aus Deutschland reist möglicherweise am Wochenende für Verhandlungen nach Washington. Daran beteiligen sich dann voraussichtlich das Bundeskanzleramt sowie das Wirtschafts- und das Finanzministerium.

Insolvenz ist weiter möglich

Voraussetzung für das Treuhandmodell ist nach Angaben von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dass Opel-Interessenten zukunftsträchtige Konzepte vorlegen, die einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wahrscheinlich machen. Sollte es diese Konzepte nicht geben, hält Guttenberg weiterhin auch eine "geordnete Insolvenz" des Autobauers für denkbar.

Nur Fiat und Magna in der engeren Wahl

Steinbrück hält nur die Konzepte des italienischen Autobauers Fiat und des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna für interessant. Beim dritten Interessenten handele es sich um einen "reinen Finanzinvestor".



Gewerkschaft gegen Fiat

Fiat-Chef Sergio Marchionne kam unterdessen zum ersten Mal mit der IG Metall in Frankfurt zusammen. Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber zeigte sich im Anschluss nicht überzeugt von den Plänen der Italiener. Huber sprach von unterschiedlichen Traditionen und Kulturen der Mitbestimmung in Italien und Deutschland. Auch das grundsätzliche Problem der ähnlichen Modellpaletten beider Hersteller sei nicht ausgeräumt worden, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende.

IG Metall stellt Bedingungen

Die IG Metall hatte in der Vergangenheit mehrfach den Fiat-Konkurrenten Magna als möglichen Opel-Investor bevorzugt. Huber hat nach eigenen Angaben dem Fiat-Chef eine Reihe von Bedingungen für die Zustimmung der Gewerkschaft zu einer Opel-Übernahme durch Fiat genannt. Neben Standortgarantien, einer soliden Kapitalausstattung des Investors und einer weitgehenden künftigen Eigenständigkeit von Opel sei über die Mitbestimmung in einem künftigen europäischen Auto-Konglomerat gesprochen worden.

Die Zeit für Opel läuft ab

An dem Spitzentreffen zu Opel an diesem Mittwoch im Kanzleramt nehmen neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch Vizekanzler Frank- Walter Steinmeier (SPD), Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU), Finanzminister Peer Steinbrück und Arbeitsminister Olaf Scholz (beide SPD) teil. Koalitionskreise bestätigten damit Angaben der "Financial Times Deutschland".

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