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Opel-Rettung: General Motors favorisiert wohl Magna

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Opel-Rettung  

Geheimranking favorisiert im Opel-Rennen Magna

22.05.2009, 12:38 Uhr | fre/ mmr, dpa, t-online.de

Spiegel-Montage bei Magna-Tochter-Unternehmen in Thüringen (Foto: dpa)Spiegel-Montage bei Magna-Tochter-Unternehmen in Thüringen (Foto: dpa) Der Zulieferer Magna führt offenbar im Rennen um den angeschlagenen Autobauer Opel. Dies berichtet "Spiegel Online". Bei einem internen Ranking des Opel-Mutterkonzerns General Motors liege Magna auf Platz 1 vor seinen Mitbietern, dem Finanzinvestor Ripplewood und Fiat. Die Konzepte der drei potenziellen Investoren werden derzeit überprüft. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwochabend, die Opel-Task-Force sitze bereits zusammen. Auch an Christi Himmelfahrt werde mit Hochdruck weitergearbeitet. Zuvor hatten nach Angaben der Opel-Mutter General Motors (GM) in Europa der italienische Hersteller Fiat, der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und der amerikanische Finanzinvestor Ripplewood Angebote vorgelegt.

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Alle drei Konzepte sehen Staatsmilliarden vor

In ihren Konzepten für einen Einstieg bei dem angeschlagenen Autobauer verlangen alle drei Firmen nach Informationen der "Bild"-Zeitung hohe Staatsgarantien. So wolle Fiat rund sieben Milliarden Euro Bürgschaften beantragen. Magna möchte demnach gerne fünf Milliarden Garantien, um mit einem Konsortium die Mehrheit bei Opel zu übernehmen. Ripplewood plant dem Bericht zufolge ebenfalls eine Mehrheitsbeteiligung über seine belgische Tochterfirma RHJ International, hat aber einen Kreditbedarf unter fünf Milliarden Euro. Der Sprecher des federführenden Wirtschaftsministeriums in Berlin, Steffen Moritz, sagte der AP, die Konzepte würden intern bewertet und nicht öffentlich diskutiert.



Spürbarer Stellenabbau

In allen drei Konzepten ist laut "Bild" auch ein spürbarer Stellenabbau vorgesehen. Fiat wolle europaweit insgesamt 18.000 Arbeitsplätze streichen, auch in eigenen Fiat-Werken. Im Konzept von Magna sei von einem europaweit recht gleichmäßig verteilten Abbau von rund 10.000 Stellen die Rede. Auch das Ripplewood-Konzept sehe Stellenstreichungen in dieser Größenordnung vor.

Fiat gibt Standort-Garantien

Fiat-Chef Sergio Marchionne bekräftigte in einem "Spiegel"-Interview, dass im Fall einer Übernahme von Opel keine deutschen Standorte geschlossen werden. "Wir werden alle vier Fabriken in der Bundesrepublik erhalten", sagte er. Hessens Ministerpräsident Roland Koch begrüßte den Bieterkampf und versprach eine rasche und genaue Prüfung der Konzepte. Als Kriterien für die Aufnahme von Gesprächen nannte er die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze und den sorgsamen Umgang mit Steuergeldern.

Notlösung der Opel-Mitarbeiter

Für den Fall, dass die drei Offerten nicht tragfähig sind, haben die Arbeitnehmervertreter von Opel eine Notlösung vorbereitet. "Wenn alle Stricke reißen, würden die Arbeitnehmer und die Händler von Opel eine gemeinsame Offerte vorlegen", sagte Betriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Summe könnte bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Davon entfallen eine Milliarde auf einen Lohnverzicht der Beschäftigten und weitere 500 Millionen auf den Rettungsfonds, den die 4000 Opel-Händler schon beschlossen haben. Dieser Fonds speist sich aus Zahlungen von 150 Euro je verkauftem Auto über drei Jahre. Laut Franz wurde die Offerte bereits mit Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern vorbereitet.


Regierung bevorzugt Investor aus der Branche

Auch der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna legte zusammen mit dem russischen Autobauer Gaz ein Übernahme-Konzept beim Bundeswirtschaftsministerium vor. Magna will mit Gaz und finanzieller Unterstützung der russischen Bank Sberbank die Mehrheit an dem angeschlagenen Konzern übernehmen. Der Zulieferer gab keinen Kommentar ab. Über das Konzept des amerikanischen Finanzinvestors Ripplewood wurde zunächst nichts bekannt. Die Bundesregierung bevorzugt jedoch einen Investor, der möglichst selbst in der Automobilbranche tätig ist. Deshalb werden Ripplewood und seiner europäischen Tochter RHJ International wenig Chancen eingeräumt.

Opel soll nicht in GM-Insolvenzstrudel geraten

Die Verhandlungen über Opel stehen unter einem enormen Zeitdruck. Die Bundesregierung versucht, den deutschen Autobauer aus dem drohenden Insolvenzstrudel von General Motors herauszuhalten. Deshalb hatte Berlin für die Konzepte potenzieller Investoren eine Abgabefrist bis Mittwochabend festgesetzt. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm versicherte, die Bundesregierung werde sich parallel zu GM und zur US-Regierung umgehend an die Auswertung der Zukunftsmodelle für den deutschen Autobauer machen. Man stehe innerhalb der zuständigen Bundesministerien sowie mit den betroffenen Landesregierungen, aber auch mit GM, Opel und GM-Europe sowie mit der US-Regierung in ständigem Kontakt.



GM-Insolvenz nicht mehr zu verhindern

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) kündigte nach einem Treffen der zuständigen Minister und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin an, dem Unternehmen solle möglichst noch vor Ende des Monats eine Perspektive geboten werden. Der amerikanische Opel- Mutterkonzern GM muss seinerseits bis zum 29. Mai der US-Regierung ein tragfähiges Zukunftskonzept vorlegen. Doch selbst die Konzernspitze räumt inzwischen ein, dass eine GM-Insolvenz kaum mehr zu verhindern sei. Dies hätte für die deutsche Tochter Opel gravierende Folgen.

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