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Nur wenige Fonds schlagen den Index

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Nur wenige Fonds schlagen den Index

18.02.2010, 13:43 Uhr | Manfred Rolfsmeier, AP, dapd, t-online.de

ETFs schlagen Fonds oft in der Wertentwicklung (Foto: imago)ETFs schlagen Fonds oft in der Wertentwicklung (Foto: imago) Viele Fondssparer hoffen vergeblich auf überdurchschnittliche Renditen. Denn nur ein Bruchteil der Fonds schafft es, den vergleichbaren Aktienindex zu schlagen. Langfristig schafft es nahezu kein Fonds, auf Jahressicht besser als der Index abzuschneiden. Dies geht zumindest aus einer Untersuchung des Analysehauses e-fundresearch hervor. Verbraucherschützer empfehlen daher, auf Indexfonds auszuweichen, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF).

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ETF: Indexfonds sparen Kosten

"Diese Fonds sind eine gute Alternative zu den vermeintlich aktiv gemanagten Produkten", sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Anleger wahren ihre Chance, von der allgemeinen Marktentwicklung zu profitieren, und zudem verursachen Indexfonds für die Anleger nur ein Zehntel Kosten herkömmlicher Aktienfonds", betont er.

Fonds oft mit durchschnittlicher Rendite

Dass sich die meisten Anleger nur mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung begnügen müssen, zeigen die Berechnungen von e-fundresearch am Beispiel des DAX, der im Jahr 2008 40,3 Prozent einbüßte. Bei den 54 untersuchten Fonds fiel das Minus im Schnitt um 0,8 Prozent höher aus, und nur 16 Fonds schnitten besser ab als der deutsche Leitindex. Auch der beste Fonds verlor noch knapp 24 Prozent an Wert, der schlechteste büßte über 50 Prozent ein.

Gleiches Bild auch bei internationalen Fonds

Auf lange Frist ist das Ergebnis ebenfalls ernüchternd: Denn keiner der Fonds schaffte es in den vergangenen zehn Kalenderjahren, in jedem Jahr besser abzuschneiden als der DAX. Ähnlich sieht es der Untersuchung zufolge bei internationalen Aktienfonds aus. So verbuchte der MSCI World Index in 2008 ein Minus von 37,2 Prozent. Bei den 590 untersuchten Fonds waren es mit durchschnittlich 40,3 Prozent sogar 3,1 Prozent mehr. Nur 144 der Aktienfonds schnitten besser ab als der MSCI Index. Und auf einen Zeitraum von zehn Jahren gesehen, konnten lediglich zwei von 160 Fonds in jedem Jahr den Index schlagen.

Nur ein Prozent der Manager führt den Fonds aktiv

Ohnehin orientieren sich viele Fondsmanager am jeweiligen Vergleichsindex. Nach einer Studie des Vermögensverwalters Gecam führte weniger als ein Prozent der Fondsmanager seine Aktienfonds wirklich aktiv. Und auch Anleger, die in Renten- und Geldmarktfonds investieren, erzielen nur selten überdurchschnittliche Renditen. Laut Gecam-Studie konnten in den vergangenen drei Jahren nur 12 Prozent der Fonds ihren Index schlagen.

Indexfonds die bessere Wahl

"Für Anleger ist es nahezu unmöglich, die besten aus über 7000 Fonds auszuwählen, da hilft kein Ranking und kein Rating", sagt Verbraucherschützer Nauhauser. "Wer bei der Fondsauswahl auf Nummer sicher gehen will, der nimmt am besten gleich einen Indexfonds." Dabei profitieren Anleger von einer wachsenden Auswahl. 190 ETFs sind nach Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) derzeit in Deutschland erhältlich, und das Fondsvermögen legte im letzten Jahr um rund 20 Prozent auf etwa 36 Milliarden Euro zu (Stichtag: 31. März 2009).

ETFs geeignet für kürzere Investments

Indexfonds gibt es für verschiedenste Märkte und Branchen, und mittlerweile sind auch ETF-Sparpläne erhältlich. Während bei gemanagten Aktienfonds Ausgabeaufschläge von bis zu sechs Prozent und Managementgebühren von rund drei Prozent fällig werden, sind Indexfonds deutlich günstiger zu haben. Der Ausgabeaufschlag entfällt völlig, es muss lediglich eine jährliche Verwaltungsgebühr von rund 0,5 Prozent gezahlt werden.

Auf breit gestreute ETFs setzen

"Wegen der geringen Kosten sind die Fonds ein gutes Mittel, um auch kurz- oder mittelfristige Bewegungen des Aktienmarktes zu nutzen", sagt Karin Baur vom Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest. Da Indizes wie DAX oder Dow Jones in guten Jahren 20 Prozent oder mehr zulegten, lasse sich mit Indexfonds selbst nach Abzug aller Kosten und der Abgeltungssteuer eine gute Rendite erzielen. Anleger sollten jedoch nicht blind zugreifen, und auch die Historie des jeweiligen Index unter die Lupe nehmen. Experte Nauhauser empfiehlt, spezielle Branchenfonds wegen des erhöhten Risikos zu meiden und besser auf große und breit streuende Indizes wie beispielsweise Euro Stoxx oder MSCI World zu setzen. Übrigens werden Indexfonds von Bankberatern nach der Erfahrung von Verbraucherschützern fast nie empfohlen. Das hat seinen Grund: "Die Banken verdienen nichts daran", erläutert Nauhauser.

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