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Streit um Opel  

Zeitung: General Motors will Opel behalten

07.09.2009, 11:40 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

GM lässt sich mit der Entscheidung über Opel Zeit. (Foto: ddp) Neue Kehrtwende im Tauziehen um Opel: Der bisherige Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will den deutschen Autobauer nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" doch behalten. Die Zeitung berief sich auf den GM- Verwaltungsrat. Das Gremium werde sich auf seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche dafür aussprechen, Opel nicht zu verkaufen. Damit entscheidet sich am kommenden Dienstag und Mittwoch möglicherweise, wie die Zukunft von Opel aussehen wird. GM Europe wollte den Bericht nicht kommentieren.

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Grundsatzentscheidung gefordert

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) rief den GM-Verwaltungsrat auf, eine Grundsatzentscheidung zu treffen. Auch die IG Metall forderte eine schnelle Entscheidung. Bund, Länder und Opel-Betriebsrat hatten sich für einen Einstieg des Konsortiums um den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna ausgesprochen. Auch GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster bevorzugt diese Variante. Aber auch der belgische Investor RHJI ist noch im Rennen.



Hat GM Angst vor den Russen?

Der US-Konzern will der Zeitung zufolge verhindern, dass eigene Technologie nach Russland abfließen könnte. Den Amerikanern bereite an dem Magna-Konzept Sorgen, dass die russische Sberbank und der ebenfalls russische Autobauer Gaz beteiligt sind. GM wolle verhindern, dass in Russland in den kommenden Jahren ein neuer Wettbewerber entstehen könnte. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, GM wolle angeblich mehr als eine Milliarde Dollar in den deutschen Autohersteller investieren.

Endloses Hin und Her

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sprach von sechs Milliarden Euro, die für die Restrukturierung von Opel/Vauxhall und neue Modelle notwendig seien. Analyst Aleksej Wunrau von der BHF Bank sagte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX, die Summe könnte bei einem Verbleib von Opel im Konzern wesentlich geringer ausfallen. "Da geht die Tendenz eher in Richtung zwei bis drei Milliarden Euro", sagte er. GM versuche derzeit die europäischen Regierungen gegeneinander auszuspielen und Subventionen im Tausch gegen Standortgarantien einzusammeln.

"Situation mehr als schwierig"

Der hessische IG Metall-Chef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild forderte derweil Klarheit über die Zukunft von Opel bis zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA). Überlagere die Debatte um die Zukunft von Opel die IAA, "wäre dies für das Unternehmen eine Megakatastrophe", sagte er der "WirtschaftsWoche". "Wer das in Kauf nimmt, betreibt die bewusste Schädigung der Marke." Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sagte der "Passauer Neuen Presse", GM müsse endlich entscheiden. Auf die Frage, ob bei Opel eine große Hängepartie drohe, sagte er: "Die Situation ist mehr als schwierig."

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Steuergeld nur bei Zusammenarbeit mit Magna

Die IG Metall hatte GM zuvor wegen "der unklaren Verhältnisse" aufgefordert, die bislang festgehaltenen Tariferhöhungen auszuzahlen. Nach Guttenbergs Angaben liegen unterschriftsreife Verträge vor, jetzt müsse GM einlenken. Bliebe Opel unter dem Dach von GM, müssten die Amerikaner die deutsche Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Guttenberg hatte betont, dass es Steuergeld nur für den Zulieferer Magna geben werde.



Fiat schon aus dem Rennen

GM tendierte bislang zum belgischen Finanzinvestor RHJI, schließt aber auch einen Verzicht auf einen Opel-Verkauf nicht mehr aus. Der italienische Autobauer Fiat verabschiedete sich derweil endgültig aus dem Bieterrennen um Opel. "Der Grund dafür ist, dass General Motors seine deutsche Tochtergesellschaft Opel gar nicht mehr verkaufen will", sagte "eine Person aus Kreisen des italienischen Konzerns" der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Nach Forsters Angaben reicht der staatliche Überbrückungskredit bis Januar. Bislang sei rund die Hälfte verbraucht. Das Geld sei unter anderem in die Vorbereitungen zur Produktion des neuen Kompaktmodells Astra investiert worden.

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