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Insolvenzverwalter warnen vor Pleitewelle

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Rekord bei Insolvenzen  

Deutschland droht beispiellose Pleitewelle

30.10.2009, 11:24 Uhr | dpa, AP, dapd, dpa, t-online.de

Insolvenzverwalter: Deutschland droht Rekord bei Pleiten (Foto: Imago)Insolvenzverwalter: Deutschland droht Rekord bei Pleiten (Foto: Imago) Insolvenzverwalter schlagen Alarm: Im kommenden Jahr könnte Deutschland einen Allzeitrekord bei Pleiten erleben. Dabei ist die Lage bereits heute brenzlig: Die Insolvenzverwalter erwarten in diesem Jahr rund 35.000 Unternehmenspleiten in Deutschland. Diese Zahl werde "sicher erreicht, wenn nicht gar übertroffen", sagte der Vorsitzende des Insolvenzverwalter-Verbandes VID, Siegfried Beck. Vor allem die miese Zahlungsmoral macht dem Mittelstand zu schaffen - es droht eine Katastrophe.

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Insolvenzwelle setzt sich fort

Der Trend ist besorgniserregend. So zählte das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr 29.291 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Pleiten in der Nachkriegszeit, jeweils rund 39.000, gab es in den Jahren 2003 und 2004. "Die Insolvenzwelle setzt sich fort", sagte Beck. Ein Rückgang bei den Insolvenzanmeldungen sei vermutlich erst Ende 2010 zu erwarten.



Mittelstand droht Katastrophe

"Es könnte im Mittelstand eine Katastrophe drohen", warnte Beck. Viele Mittelständler hätten keine Reserven mehr, um ans rettende Ufer zu gelangen. Besonders besorgniserregend sei es, dass weiterhin eine große Zahl eigentlich gesunder Unternehmen Insolvenz anmelden müssten. "Viele Unternehmen bleiben noch kurz vor Ende der Durststrecke liegen." Grund dafür sei auch, dass die Kreditvergabe der Banken "weiterhin sehr vorsichtig" sei, auch wenn die Institute anderes behaupteten. Das Handwerk klagte über die schlechte Zahlungsmoral und forderte, alles zu tun, um den befürchteten neuen Insolvenz-Rekord zu verhindern.

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Liquidität stark ausgetrocknet

Der Präsident des Bundes der deutschen Inkassounternehmen, Wolfgang Spitz, sagte: "Die Liquidität der Unternehmen ist stark ausgetrocknet, viele Gläubiger müssen inzwischen immer länger auf das ihnen zustehende Geld warten." Er nannte es besonders beunruhigend, dass "neben traditionsreichen Unternehmen wie Arcandor, Märklin und Schiesser auch immer mehr mittelgroße, am Markt etablierte Unternehmen von Insolvenzen betroffen" seien.

Kreditklemme bislang nicht festzustellen

Handwerkspräsident Otto Kentzler sagte, eine flächendeckende Kreditklemme sei in seiner Branche bislang nicht festzustellen. "Aber die deutlich gestiegenen Anforderungen an Kreditsicherheiten bereiten unseren Betrieben Schwierigkeiten." Dies sei insbesondere der Finanzierung von Betriebsmitteln der Fall. An die neuen Globaldarlehen der KfW knüpfte Kenzler hohe Erwartungen.



Rechtzeitig Insolvenzantrag stellen

Der Insolvenzverwalter Beck appellierte an Unternehmen mit Zahlungsproblemen, rechtzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen. "Viele Unternehmen kämpfen, bis es nicht mehr geht." Dann sei es für eine Sanierung meist zu spät.

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