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Quelle-Ausverkauf sorgt für Frust bei Kunden

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Großer Quelle-Ausverkauf: Frust statt Kauflust

03.11.2009, 09:40 Uhr | mash, dpa, AP, t-online.de, dpa, dapd

 Beim Quelle-Shop  gab es nur noch Reste (Foto: imago) Beim Quelle-Shop gab es nur noch Reste (Foto: imago) Der große Räumungsverkauf beim insolventen Versandhaus Quelle sorgte für teils chaotische Zustände in den 1200 Quelle-Shops - und frustrierte Kunden. Die "Bild"-Zeitung berichtete von langen Schlangen und weinenden Verkäuferinnen. Viele der Schnäppchenjäger kamen mit leeren Händen aus den Läden und Technik-Centern. Auch beim Webangebot von Quelle kamen viele Rabattjäger nicht zum Zug. Der Ansturm der Kunden auf das Online-Angebot war so groß, dass der Server zeitweise ausfiel. Kein Wunder: Bereits innerhalb des ersten Rabatt-Tages gingen knapp 60.000 Bestellungen ein. Das ist neuer Bestell-Rekord für das Online-Warenhaus, das mit Nachlässen von bis zu 30 Prozent wirbt. #


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Kunden stürzen sich auf die Waren

"Deutschlands größter Ausverkauf" ist auf mehrere Wochen angelegt, sagte der Sprecher des Quelle-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz. Bis Weihnachten sollen die Lager leer sein, aber bei diesem Ansturm dürften viele Produkte schon vorher ausverkauft sein. Schon kurz nach dem Startschuss zur großen Schnäppchen-Aktion erinnerte mancher Quelle-Shop an ein Schlachtfeld. Einige Kunden stürzten sich wie die Geier auf die wenigen noch vorhandenen Produkte. "Manche fragen 50 Mal, ob sie nicht noch mal Prozente auf die Prozente bekommen", sagte eine Verkäuferin aus Nürnberg. "Wir sind hier nur noch genervt."

Ramsch statt Qualität

Doch viele der Kunden setzten sich umsonst dem Chaos aus. Der Räumungsverkauf begann in den Läden bereits vor ein paar Wochen. Deshalb gab es anstatt großer Auswahl und aktueller Ware schnell leergefegte Schaufenster und Regale. Die "Bild"-Zeitung kritisierte: "Statt Qualitätsware zu günstigen Preisen, Ramsch-Produkte in Pappkartons." Viele der Schnäppchenjäger seien enttäuscht.

Lager müssen leer geräumt werden

Wann die Shops mit neuer Ware rechnen können, ist laut Sprecher Thomas Schulz noch unklar. Ziel sei es, dass die Läden mit dem Ausverkauf zunächst ihre Lager leer räumten. Danach könnten sie bei Bedarf noch einmal frische Ware nachbestellen, sagte Schulz. Wie dies dann koordiniert und organisiert werde, sei noch nicht entschieden. Eine Mitarbeiterin im Fürther Quelle-Einkaufszentrum sagte der "Bild": "Es heißt, wir bekommen noch mal neue Ware. Aber das glaube ich erst, wenn ich es auch sehe."

Versandhandel in Deutschland (Grafik: dpa)Versandhandel in Deutschland (Grafik: dpa)

Neuer Bestell-Rekord

Im Internet lief der Abverkauf zumindest für Quelle derweil wie am Schnürchen. Bis zum Montagnachmittag (02.11.) seien per Internet knapp 115.000 Bestellungen eingegangen, mehr als 60.000 davon allein am Sonntag, sagte Schulz. Einen solchen Ansturm habe Quelle selbst im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft bisher nicht erlebt: Am 23. Dezember 2008 waren 46.000 Internet-Bestellungen eingegangen. Die Quelle-Webseite wurde in den ersten beiden Tagen des Ausverkaufs 4,4 Millionen Mal angeklickt. "Das ist schon gigantisch", erklärte Quelle-Sprecher Manfred Gawlas. Nun müsse sich zeigen, ob das Logistikzentrum in Leipzig und DHL als Auslieferer in der Lage seien, die Bestellungen auch abzuwickeln. "Wir brauchen jetzt viele Menschen, die die Ware verpacken und liefern", sagte Gawlas.

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Seite bricht unter Ansturm zusammen

Für die Online-Käufer lief es allerdings nicht so glatt. Der Ansturm auf die Quelle-Angebote im Internet war auch am Montag (02.11.) zeitweise so groß, dass sich die Seiten nicht oder nur sehr langsam aufbauten. Bereits am Sonntag konnten Kunden die Seite schon kurz nach dem Start des Ausverkaufs um 06.00 Uhr zum Teil nicht mehr aufrufen. Laut Schulz sind IT-Techniker dabei, die Datensätze schrittweise auf weitere Server aufzuspielen: "Das geht aber nicht auf einen Schlag. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen diese regional auftretenden Probleme nicht mehr haben. Nach Auskunft der IT läuft das System stabil."

Zahlung nur per Rechnung

Insgesamt 18 Millionen Räumungsverkaufs-Artikel sollen in dem kommenden Wochen im Internet und den Shops angeboten werden. Mit der Veräußerung soll die Konkursmasse erhöht werden. Verbraucherschützer raten unterdessen, sich bei dem größten Ausverkauf in der bundesdeutschen Geschichte als Kunde nur auf die Zahlung per Rechnung und nicht per Vorkasse einzulassen. Umtausch ist möglich, Ratenzahlung dagegen nicht mehr - die per Rechnung gelieferte Ware muss in 14 Tagen bezahlt werden.

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