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Opel-Magna-Deal  

General Motors berät über Opel-Zukunft

04.11.2009, 00:24 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

General Motors will Opel nicht verkaufen. (Foto: ddp)General Motors will Opel nicht verkaufen. (Foto: ddp) In der monatelangen Hängepartie um die Zukunft von Opel steht heute erneut eine Entscheidung an. Der Verwaltungsrat des bisherigen Mutterkonzerns General Motors (GM) kommt in Detroit zusammen, um erneut über den geplanten Verkauf des deutschen Autobauers an den Zulieferer Magna und dessen russischen Partner Sberbank zu beraten.


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Droht Opel-Magna-Deal das Aus?

Manager von Opel und Magna sowie der Betriebsrat zeigten sich zuletzt zuversichtlich, dass das Gremium an seiner Empfehlung vom September festhält, Opel an Magna zu verkaufen. Auch der US-Konzern hatte mehrfach betont, dass an der Entscheidung zugunsten des Zulieferers nicht gerüttelt werde. Allerdings schrieb das "Wall Street Journal" in der Online-Ausgabe, es sei unklar, ob der GM-Verwaltungsrat angesichts der Bedenken der EU nicht seine Position ändere.

Verkaufsplan auf dem Prüfstand

Das Gremium ist Insidern zufolge gespalten. "Die einen würden Opel gern ganz behalten, die anderen stehen zum vereinbarten Teilverkauf", sagt ein ranghoher GM-Mann. "Und für beides gibt es gute Argumente." In jedem Fall aber seien die Hersteller aufeinander angewiesen: GM brauche Opel wegen der modernen Technologie der Deutschen und deren Zugang zum europäischen Markt. Opel allein sei wiederum zu klein zum Überleben. Daher will GM bei einer Übernahme durch Magna 35 Prozent an Opel behalten und auch künftig großen Einfluss haben.

EU-Kommission hat Bedenken

Schon im September hatte der GM-Verwaltungsrat eigentlich die klare Empfehlung abgegeben, Opel mehrheitlich an Magna zu verkaufen. Nun befasst er sich aber abermals mit dem Thema, nachdem die EU-Kommission Zweifel an der Entscheidung vom September geäußert hatte. Die Wettbewerbsbehörde verlangt eine schriftliche Klarstellung, dass das Votum für Magna allein aus wirtschaftlicher Überzeugung und nicht auf politischen Druck hin erfolgte. Es wird spekuliert, GM könne den Beschluss überdenken und Opel möglicherweise doch behalten. Magna fordert Staatshilfen von 4,5 Milliarden Euro, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssen.

100 Millionen Dollar Verlust - pro Tag

Dem "Wall Street Journal" zufolge haben die Mitglieder des GM-Verwaltungsrates einen Brief des Vorstands um Konzernchef Fritz Henderson erhalten, in dem die Vorzüge eines Verkaufs an Magna betont werden. Zudem werde der Zeitdruck stärker: Magna wolle den Deal neu verhandeln, wenn bis zum 30. November kein Vertrag unterzeichnet werde. Der Zulieferer argumentiere, jeder Monat Verzögerung koste die Seiten 100 Millionen Dollar, schrieb das Blatt unter Berufung auf eine informierte Person.


Arbeitnehmer zu Sanierungsbeitrag bereit

Die Arbeitnehmer und der künftige Käufer Magna haben sich derweil auf den Sanierungsbeitrag der Belegschaft geeinigt. Die Mitarbeiter bringen über Lohnverzicht jährlich 265 Millionen Euro ein, teilte der Gesamtbetriebsrat in Rüsselsheim mit. Dafür erhalten sie zehn Prozent der Anteile an "NewOpel" und sind künftig stimmberechtigt. Die Einigung ist eine Voraussetzung dafür, dass Opel an den Zulieferer Magna verkauft werden kann. Sie gilt nach Betriebsratsangaben nur, wenn Magna Opel übernimmt.


Forster wird nicht "New Opel"-Chef

Unterdessen kommt kurz vor dem geplanten Kauf von Opel Magna laut einem Zeitungsbericht der Spitzenmann des Autoherstellers abhanden. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Peter Forster werde nicht die Führung von "New Opel" übernehmen, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Forster habe Magna informiert, dass er für Opel nicht zur Verfügung stehe. Nun solle Magna-Manager Herbert Demel die Opel-Führung übernehmen. Er war bereits Chef bei Audi und kurzzeitig bei Fiat.


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