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Quelle-Ausverkauf: Viele Schnäppchen gibt's anderswo günstiger

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Quelle-Ausverkauf  

Quelle-Schnäppchen sind oft keine

04.11.2009, 21:04 Uhr | mmr, t-online.de

Quelle-Ausverkauf - nicht alles ist günstig (Screenshot: Quelle.de)Quelle-Ausverkauf - nicht alles ist günstig (Screenshot: Quelle.de) Der Ausverkauf des Versandhauses Quelle schlägt alle Rekorde. Die Quelle-Shops wurden von Menschen-Horden gestürmt, die Lager in wenigen Stunden leer geräumt. Täglich werden mehr als 50.000 Bestellungen über das Online-Angebot von Quelle bearbeitet. Für höherwertige "Weiße Ware" wie Waschmaschinen oder Kühlschränke, bei denen sich die Rabatte naturgemäß stärker auswirken, musste gar ein Bestellstopp verhängt werden. Dabei sind die vermeintlichen Schlussverkaufs-Schnäppchen oft keine. Andere Internet-Shops bieten günstigere Preise - inkl. Lieferung.

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Große Rabatte locken

"10% - 20% - 30%" heißt es auf der Quelle-Homepage. "Alles muss raus" in Deutschlands größtem Ausverkauf. "Ausgewählte Preisknaller" versprechen noch deutlich größere Preisnachlässe. Vor allem Kleidung wird verhökert, aber auch Elektrogeräte, Möbel, Sportartikel und Erotik-Ware. Vier bis sechs Wochen soll der Ausverkauf dauern. In der Tat kann teilweise wirklich gespart werden. Das Eisenbahn "Super Set" von Lego beispielsweise kostet bei Quelle aktuell 70,99 Euro, fand "Stern.de" heraus. Andere Angebote im Netz gehen bei 79,99 Euro los. Doch in Internet-Foren wird der Quelle-Schlussverkauf auch kritisiert. "Dieser Ausverkauf ist ein Witz! 10 Prozent Rabatt reicht für die Schnäppchenjäger schon aus! Wir waren mal ein Volk von Denkern, heute sind wir ein Volk von Schnäppchenjägern", heißt es in einem Kommentar.


Schnäppchenjäger vergleichen nicht

Die Kritik hinter der Kritik: Kaum wird im Einzelhandel etwas reduziert angeboten, stürmt Deutschlands Bevölkerung die Angebote. Kein Hinterfragen, kein Vergleichen. Ein durchgestrichener Original-Preis, ein Rabatt-Prozentzeichen oder ein "Ich-bin-doch-nicht-blöd" in der Werbung schaltet offenbar bei vielen Käufern das Gehirn aus. Den gebeutelten Quelle-Mitarbeitern seien die Verkaufserlöse gegönnt. Fließt doch der Ertrag aus dem Quelle-Ausverkauf in die Insolvenzmasse. Es soll aber nicht um jeden Preis verkauft werden. "Es geht hier nicht darum, das günstigste Angebot zu machen, sondern darum, die Insolvenzmasse möglichst zu erhöhen", bestätigte Insolvenz-Sprecher Thomas Schulz gegenüber "Stern.de". So finden sich dann auch viele, selbst stark rabattierte Quelle-Produkte im Internet deutlich günstiger.

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Quelle-Preise traditionell eher hoch

Philipp Hartmann, Geschäftsführer beim Preisvergleich-Portal guenstiger.de sagte dem Magazin "InformationWeek", das Preisniveau im Online-Shop von Quelle sei in den vergangenen Jahren immer sehr hoch gewesen und habe teilweise sogar auf Höhe der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller gelegen. Diese Katalog-Preise werden in der Regel vom Handel unterboten. Hartmann verdeutlichte seine Kritik am Beispiel eines Flachbild-Fernsehers. Das Philips-Modell 52PFL5604H hat Quelle von 1499,99 Euro auf 1348,99 Euro reduziert. Im T-Online-Shop werde es dagegen 300 Euro günstiger für nur 1049 Euro angeboten.

Selbst Ladengeschäfte manchmal günstiger

Auch der Sony-Camcorder HDR-XR520 ist im Quelle-Internetshop trotz Rabatt relativ teuer. Knapp 1350 Euro verlangen die Fürther. Sucht man die günstigsten Preise für das Gerät im Netz, findet man als günstigstes Angebot 999 Euro. Selbst im stationären Handel sind die Produkte teils günstiger: Ein Fachhändler in Berlin biete den Camcorder für 1194 Euro an - eine satte Preisdifferenz zum Quelle-Angebot von gut elf Prozent oder 156 Euro.

Preise vergleichen!

Dieses Phänomen zieht sich im Technik-Bereich durch alle Produktgruppen von der Digitalkamera über die Spielekonsole bis hin zum Flachbild-Fernseher. Für Verbraucher kann es daher nur eine Empfehlung geben: Preise vergleichen und abwarten. Die Quelle-Preise dürften mit fortschreitendem Ausverkauf noch günstiger werden. Allerdings wird die Auswahl dann auch deutlich kleiner sein.


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