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Opel: GM streicht weniger Stellen als gedacht

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Opel  

Opel soll Hauptlast des Stellenabbaus tragen

25.11.2009, 16:34 Uhr | AP, dapd, t-online.de

GM will bei Opel in Deutschland bis zu 5400 Jobs streichen (Foto: ddp)GM will bei Opel in Deutschland bis zu 5400 Jobs streichen (Foto: ddp) Tausende Opel-Mitarbeiter zwischen Hoffen und Bangen: Alle vier Opel-Standorte in Deutschland bleiben erhalten. Allerdings werden sich die rund 25.000 Beschäftigten in Deutschland auf einen massiven Stellenabbau einstellen müssen. Bis zu 5400 Stellen sollen in den deutschen Opel-Standorten wegfallen, wie der Europa-Chef Nick Reilly von General Motors (GM) auf einer Pressekonferenz bekannt gab.

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GM will 9000 Stellen in Europa streichen

In Europa will GM insgesamt 9000 Stellen streichen. 50 bis 60 Prozent der Stellenkürzungen entfallen dabei laut Nick Reilly auf Deutschland. Nähere Details nannte der Manager nicht. Allerdings stellte Reilly die Zukunft des Opel-Werks in Antwerpen infrage. Schon den ganzen Tag gab es Spekulationen um den Stellenabbau bei Opel. Einen Bericht, wonach GM in Deutschland 5300 Stellen streichen will, wurde von Opel dementiert. Allerdings entsprechen die in den Berichten genannten Zahlen dem von Reilly angekündigten Stellenabbau.

Höherer Stellenabbau

Damit fallen bei Opel mehr Stellen weg, als dies etwa vom Opel-Interessenten Magna vorgeplant war. Magna wollte in Deutschland 4500 Jobs abbauen. GM hatte nach dem geplatzten Verkauf von Opel an Magna erklärt, das Sanierungskonzept werde ähnlich wie das des Zulieferers ausfallen.

GM hofft auf Staatshilfen

So wie Magna setzt GM bei der Sanierung auf umfangreichen Hilfen durch den Staat. Nachdem GM alle Standorte erhalten will, dürften die Chancen auf Staatshilfen gestiegen sein. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnt diese ab, aber Politiker aus den Bundesländern der Opel-Standorte stehen Subventionen positiv gegenüber. Am weitesten in seinen Äußerungen ging bisher der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering. Im SWR sagte der SPD-Politiker: "Wir können anbieten, was wir auch beim Magna-Konzept gemacht haben." Voraussetzung sei, dass es sich um ein tragfähiges Zukunftskonzept handele und dass die Standorte Kaiserslautern und Rüsselsheim erhalten blieben.

Beck: Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erklärte nach einem Treffen mit Nick Reilly, dass alle vier deutschen Standorte in ein Zukunftskonzept für Opel eingebunden und die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigt werden müssten. Dann könne über finanzielle Hilfen gesprochen werden. Auch sein nordrhein-westfälischer Kollege Jürgen Rüttgers (CDU) schloss finanzielle Hilfen für General Motors nicht aus.

Bericht: Mercedes-Manager Schmückle sagt Opel ab

Unterdessen berichtete das "Handelsblatt", GM habe bei der Suche nach einem neuen Chef für GM Europa einen ersten Korb kassiert. Der als Favorit gehandelte Mercedes-Manager Rainer Schmückle stehe nicht für einen Wechsel bereit, berichtet das Blatt unter Berufung auf enge Vertraute des Managers. Demnach habe der 49-Jährige erst vor kurzem seinen Vertrag als Mercedes-Chief Operating Officer verlängert und beabsichtige, diesen auch zu erfüllen.



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