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Opel soll Hauptlast des Stellenabbaus bei General Motors tragen

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Opel soll Hauptlast des Stellenabbaus tragen

27.11.2009, 08:19 Uhr | AP, dpa-AFX, dpa-AFX, dapd, t-online.de

GM bestätigt Abbau von bis zu 5400 Stellen bei Opel (Foto: ddp)GM bestätigt Abbau von bis zu 5400 Stellen bei Opel (Foto: ddp) Die Opel-Beschäftigten in Deutschland sollen die Hauptlast des Stellenabbaus bei der Sanierung des Autobauers tragen: Etwa 4500 bis 5400 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, wie der neue Europa-Chef des Mutterkonzerns General Motors (GM), Nick Reilly, am Mittwoch in Rüsselsheim deutlich machte. Alle vier Opel-Standorte in Deutschland sollen aber erhalten bleiben.

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GM will 9000 Stellen in Europa streichen

Reilly sagte nach einem Treffen mit den europäischen Arbeitnehmervertretern von Opel und Vauxhall, die deutschen Werke von Opel sollten etwa 50 bis 60 Prozent des geplanten Abbaus von rund 9000 Stellen in Europa tragen. Es gebe aber noch keine endgültigen Entscheidungen. Es seien schwierige Entscheidungen zu treffen. "Wir erwarten Beiträge der Mitarbeiter", sagt Reilly. GM sei aber auch guter Hoffnung, Unterstützung von den Regierungen der Staaten mit Opel- und Vauxhall-Standorte zu erhalten, sagte der Manager.

Werk in Antwerpen möglicherweise vor dem Aus

Die Kapazität der europäischen GM-Tochter solle um etwa 20 Prozent heruntergefahren werden, erklärte Reilly. Die Zukunft des Werkes im belgischen Antwerpen sei unsicher. Dafür solle eine Arbeitsgruppe nach Lösungen suchen. Reilly sagte weiter, der Beratungsprozess mit der Belegschaft über den Restrukturierungsplan solle im Laufe des Dezembers abgeschlossen werden. Die Kosten für die Sanierung bezifferte er wie schon in der Vergangenheit auf insgesamt 3,3 Milliarden Euro, wozu auch GM selbst einen Beitrag leisten werde.

Eisenach sehr wettbewerbsfähig

Zuvor hatte Reilly in Rüsselsheim nach einem Gespräch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht auch eine Zusage für das lange als gefährdet geltende Werk in Eisenach abgegeben. Das Werk arbeite sehr effektiv und sei von den Produktionskosten her "sehr wettbewerbsfähig", sagte er. Lieberknecht begrüßte es, dass Eisenach, wo rund 1800 Beschäftigte den Opel Corsa produzieren, Bestandteil des Konzeptes für Opel in Deutschland bleibe. Die Landesregierung werde den Prozess sehr konstruktiv begleiten und warte nun auf die konkrete Vorlage des Konzepts. Dann wolle man gemeinsam mit den anderen Standortländern und der Bundesregierung beraten, wie man die Pläne von GM weiter begleiten werde.

Kurzarbeit soll Stellenabbau verhindern

Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende in Eisenach, Reinhard Schäfer, erklärte, durch Kurzarbeit solle Stellenabbau vermieden werden. Nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch plant General Motors am größten Opel-Standort in Rüsselsheim mit seinen rund 15.000 Beschäftigten keine betriebsbedingten Kündigungen. Das sagte er im Anschluss an ein Gespräch mit Reilly in Wiesbaden. Reilly betonte: "Rüsselsheim ist nicht nur ein sehr guter Produktionsstandort, sondern auch das Entwicklungszentrum." Die Verlagerung der Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim sei ein Zeichen, welche Bedeutung GM dem Standort beimesse.

Gewerkschaften kritisieren Sanierungskonzept

Die Arbeitnehmervertreter von Opel haben derweil Widerstand gegen den Sanierungsplan der US-Mutter General Motors (GM) angekündigt: "Der Betriebsrat und die IG Metall werden dieses Vorgehen, die Sanierung von Opel in Europa zulasten von Deutschland und Belgien durchzuziehen, nicht akzeptieren", sagte Opel- Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Mittwoch in Rüsselsheim.

Landespolitiker für Staatshilfen

Nachdem GM alle deutschen Standorte erhalten will, dürften die Chancen auf Staatshilfen gestiegen sein. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnt diese ab, aber Politiker aus den Bundesländern der Opel-Standorte stehen Subventionen positiv gegenüber. Am weitesten in seinen Äußerungen ging bisher der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering. Im SWR sagte der SPD-Politiker: "Wir können anbieten, was wir auch beim Magna-Konzept gemacht haben." Voraussetzung sei, dass es sich um ein tragfähiges Zukunftskonzept handele und dass die Standorte Kaiserslautern und Rüsselsheim erhalten blieben.

Beck: Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erklärte nach einem Treffen mit Nick Reilly, dass alle vier deutschen Standorte in ein Zukunftskonzept für Opel eingebunden und die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigt werden müssten. Dann könne über finanzielle Hilfen gesprochen werden. Auch sein nordrhein-westfälischer Kollege Jürgen Rüttgers (CDU) schloss finanzielle Hilfen für General Motors nicht aus.

Bericht: Mercedes-Manager Schmückle sagt Opel ab

Unterdessen berichtete das "Handelsblatt", GM habe bei der Suche nach einem neuen Chef für GM Europa einen ersten Korb kassiert. Der als Favorit gehandelte Mercedes-Manager Rainer Schmückle stehe nicht für einen Wechsel bereit, berichtete das Blatt unter Berufung auf enge Vertraute des Managers. Demnach habe der 49-Jährige erst vor kurzem seinen Vertrag als Mercedes Chief Operating Officer verlängert und beabsichtige, diesen auch zu erfüllen.



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