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Wirtschaftsstimmung im Euroland hellt sich weiter auf

30.08.2010, 13:15 Uhr | dpa-AFX, dpa, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hellt sich weiter auf. Dienstleistungen wie Beratung stützen den ESI im August (Foto: Archiv)

Dienstleistungen wie Beratung stützen den ESI im August (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)

Im Euroraum hat sich die Wirtschaftsstimmung im August weiter verbessert. Der Economic Sentiment Index (ESI) sei von revidiert 101,1 Punkten im Juli auf jetzt 101,8 Punkte gestiegen, teilte die Europäische Kommission in Brüssel mit. Volkswirte hatten mit einem etwas geringeren Wert von 101,7 Punkten gerechnet. Der Juli-Wert war zunächst mit 101,3 Punkten angegeben worden.

Die Aufhellung der Stimmung geht ausschließlich auf den Dienstleistungssektor und das Verbrauchervertrauen zurück. In allen anderen betrachteten Bereichen blieb sie konstant. In den ESI gehen das Industrievertrauen mit 40 Prozent und das Dienstleistungsvertrauen mit 30 Prozent ein. Das Verbrauchervertrauen steuert 20 Prozent bei. Das Bauwirtschafts- und das Einzelhandelsvertrauen werden zu jeweils fünf Prozent gewichtet.

Aufschwung in Deutschland schwächt sich ab

Derweil geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon aus, dass sich das Tempo des konjunkturellen Aufschwungs in Deutschland im Herbst verlangsamen wird. Zwar blieben die Zuwachsraten deutlich über längerfristigen Durchschnittswerten, die Erholung werde aber etwas an Kraft verlieren, teilte das DIW in Berlin mit. Nach dem außergewöhnlich starken Wachstum von 2,2 Prozent im zweiten Quartal rechnen die Forscher mit einem Zuwachs um 0,9 Prozent im dritten Vierteljahr.

"Die Konjunktur bleibt eindeutig aufwärts gerichtet", sagte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner. Die Sondereffekte, die die Konjunktur zuletzt auf Rekordstände getrieben hätten, ließen im Herbst aber allmählich nach. Durch die konjunkturelle Abschwächung in vielen Ländern werde der Export etwas weniger dynamisch verlaufen. Auch die winterbedingten Nachholeffekte in der Bauwirtschaft seien inzwischen weitgehend abgearbeitet. Dagegen dürfte der Konsum der privaten Haushalte wie schon zuletzt das Wachstum stützen.

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