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Opel-Werk Antwerpen droht das endgültige Aus

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Opel-Werk Antwerpen droht das endgültige Aus

06.10.2010, 15:23 Uhr | AFP, dpa, dapd, bab, , AFP, dpa, dapd

Opel-Werk Antwerpen droht das endgültige Aus. Opel macht Werk in Antwerpen dicht (Foto: imago)

Endgültiges Aus für den Standort Antwerpen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Das Opel-Werk in Antwerpen steht vor dem endgültigen Aus. Der Standort in der belgischen Hafenstadt wird zum Jahresende geschlossen, da der Rüsselsheimer Autobauer keinen Investor finden konnte. "Leider war keiner der potenziellen Investoren in der Lage, ein tragbares Geschäftskonzept für das Werk vorzulegen", erklärte eine Sprecherin von Opel und bestätigte damit Angaben des belgischen Gewerkschaftsbundes ACV-CSC. Die Astra-Fertigung in Antwerpen laufe noch bis Ende 2010.

Nachdem sich die Opel-Mutter General Motors Ende 2009 in letzter Minute überraschend entschieden hatte, die deutsche Tochter doch nicht zu verkaufen, sondern in Eigenregie zu sanieren, kündigten die Amerikaner an, das belgische Astra-Werk mit seinen rund 2500 Beschäftigten Mitte dieses Jahres schließen zu wollen. Im Frühjahr wiederum hieß es dann, das Management sei offen für eine von den Arbeitnehmervertretern angestrebte Investorenlösung und unterstütze die Suche nach einem Käufer für die Fabrik.

Noch in der vergangenen Woche hatte Opel-Chef Nick Reilly am Rande des Pariser Autosalons gesagt, eine Entscheidung könnte in dieser Woche fallen. Für die Vorlage eines Konzepts war jedoch eine Frist bis vergangenen Freitag vorgesehen. Wie Opel weiter mitteilte, sind die Rüsselsheimer offenbar auch in der nun beginnenden Auslaufphase gesprächsbereit, falls Investoren "noch sinnvolle Vorschläge" präsentierten.

Sinkende Absatzzahlen

Der Standort in Antwerpen ist bisher der einzige, der dem harten Sparkurs der Rüsselsheimer zum Opfer fällt. Bis spätestens 2012 will sich Opel wieder in die Gewinnzone zurücksparen und zu diesem Zweck die Kapazitäten um ein Fünftel reduzieren. Dazu sollen gut 8000 Stellen abgebaut werden. Doch der Weg aus der Krise ist weit: Im ersten Halbjahr 2010 setzte Opel zusammen mit der britischen Schwestermarke Vauxhall mit etwa 536.000 Fahrzeugen 4,5 Prozent weniger ab als 2009. Der Verlust summierte sich auf 637 Millionen Dollar (466 Mio. Euro).

Um Antwerpen für einen potenziellen Investor interessanter zu machen, hatte Opel mit Produktionszusagen gelockt. So sollte an dem Standort unter anderem das neue Astra Cabrio im Auftrag der Adam Opel GmbH montiert werden. Weitere Nischenprodukte hätten folgen können. Angesichts der verkehrsgünstigen Lage des Grundstücks in der belgischen Hafenstadt war auch nicht ausgeschlossen worden, dass ein branchenfremder Käufer Interesse zeigen könnte. Zur Suche nach externe Investoren wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, in der Gewerkschaftsvertreter wie auch die flämische Regierung vertreten waren.

Gewerkschaften wollen nicht aufgeben

Der Belgische Gewerkschaftsbund kritisierte die Ankündigung dennoch als "skandalös". Die Opel-Mutter GM habe "alles in ihrer Macht stehende" getan, um eine Übernahme zu verhindern. Die Zeit für die Suche sei außerdem zu knapp bemessen gewesen. "Dies stellt den Gnadenstoß für die Mitarbeiter von Opel-Antwerpen und die Zulieferer dar", urteilte Belgiens größter Gewerkschaftsbund.

Wegen Opel müsse auch der Zulieferer Johnson Controls schließen, sagte ein Sprecher des ACV-CSC der Agentur Belga. In dem Unternehmen im flämischen Geel bauen demnach rund 180 Menschen Sitze ausschließlich für Opel. "Wenn dort Schluss ist, muss die Fabrik hier auch schließen.". Die Gewerkschafter wollen deshalb mit der flämischen Regionalregierung weiter nach Lösungen suchen und forderten GM deshalb auf, das Werk für einen symbolischen Euro zu verkaufen, um eine "Umwandlung" zu ermöglichen.

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