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Presse: Ecclestone kassierte 67 Millionen Dollar von BayernLB

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BayernLB-Affäre  

Presse: Ecclestone kassierte 67 Millionen Dollar von BayernLB

17.02.2011, 14:11 Uhr | dapd, dpa, dpa, t-online.de, dapd

Presse: Ecclestone kassierte 67 Millionen Dollar von BayernLB. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Visier der BayernLB-Fahnder (Foto: imago)

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Visier der BayernLB-Fahnder (Foto: imago)

Die Spekulationen um dubiose Geschäfte zwischen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und dem ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky reißen nicht ab. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat die krisengeschüttelte bayerische Landesbank beim Verkauf ihrer Formel-1-Anteile insgesamt 67 Millionen Dollar an den Chef der Rennserie und an eine seiner Firmen gezahlt. Ecclestone soll einen Teil des Geldes an Gribkowsky weitergeleitet haben, der sich somit mit dem Geld des eigenen Arbeitsgebers bereichert hätte. Das gehe aus Akten der BayernLB hervor, die der Münchner Staatsanwaltschaft vorlägen, schreibt das Blatt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Korruption beim Verkauf der Formel-1-Anteile der Staatsbank. Deren früheres Vorstandsmitglied Gerhard Gribkowsky sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Der Manager soll nach dem Ausstieg der BayernLB aus der Rennserie heimlich 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) kassiert haben. Sein Vermögen wurde von der Staatsanwaltschaft inzwischen teilweise beschlagnahmt. Mehrere Spuren führten Berichten zufolge zu Ecclestone.

40 Millionen Dollar Vermittlungsprovision?

Insgesamt habe der Formel-1-Chef 67 Millionen Dollar von der BayernLB bekommen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Dem Bericht zufolge gab es zwei Transaktionen: 40 Millionen Dollar habe Ecclestone dafür erhalten, dass er der Landesbank den Finanzinvestor CVC als Käufer der Formel 1 vermittelt habe. Die übrigen 27 Millionen seien an die Ecclestone-Firma Bambino Holding gegangen. Diese Firma soll damals noch offene Forderungen an die Dachgesellschaft der Formel 1 gehabt haben.

Bankenaufsicht wusste von nichts

Der Verwaltungsrat der BayernLB, der die Staatsbank beaufsichtigt und den Verkauf der Formel-1-Anteile an CVC gebilligt hatte, soll über die beiden Millionenzahlungen nicht informiert worden sein, schreibt das Blatt. Dies habe der Bankvorstand verschwiegen, behaupten demnach mehrere Ex-Verwaltungsräte, die damals für die bayerische Staatsregierung im Aufsichtsrat saßen. Weder Ecclestone noch Gribkowskys Anwalt wollten sich in der Zeitung zu den Zahlungen äußern. Der Formel-1-Chef hatte aber in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, weder er noch die Formel 1 seien in Zahlungen an Gribkowsky involviert noch hätten sie Kenntnis davon.

Gribkowsky: Dubiose Zahlungen

Allerdings legten neue Hinweise nahe, dass Ecclestone die Millionenzahlungen an Gribkowsky veranlasst hat, wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Im November 2005 soll ein Beratervertrag entworfen worden sein, der Gribkowsky zu hohen Zusatzeinkünften verhelfen sollte. Als Vertragspartner soll in diesem Entwurf die Bambino Holding genannt gewesen sein.

Als solche Beraterabkommen in den Jahren 2006 und 2007 tatsächlich zustande gekommen seien und die Zahlungen an Gribkowsky begonnen hätten, sei von Bambino aber keine Rede mehr gewesen. Stattdessen zahlten dann zwei Briefkastenfirmen auf Mauritius und in der Karibik namens First Bridge und Lewington Invest die insgesamt 50 Millionen Dollar, wie die Zeitung schreibt.

"Spiegel": Ermittlungen gegen Gribkowskys Anwalt

Nach "Spiegel"-Informationen wird zudem gegen Gribkowskys ehemaligen Anwalt Gerald Toifl ermittelt. Der Jurist solle Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben, heißt es dem Nachrichtenmagazin zufolge in Justizkreisen. Toifl habe seinem Ex-Mandanten womöglich geholfen, Bestechungsgelder von Ecclestone am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen. Dafür soll eine österreichische Stiftungskonstruktion genutzt worden sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte Ermittlungen gegen Toifl allerdings nicht bestätigen.

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