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Konjunktur: Ifo-Index trübt sich nur leicht ein

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Ifo-Index trübt sich nur leicht ein

25.03.2011, 14:23 Uhr | dpa-AFX, dapd

Konjunktur: Ifo-Index trübt sich nur leicht ein. Ifo-Geschäftsklimaindex trübt sich nur leicht ein (Foto: AFP)

Ifo-Geschäftsklimaindex trübt sich nur leicht ein (Foto: AFP)

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich trotz der Krisen in Japan und der arabischen Welt nur minimal verschlechtert. Der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, der ifo-Geschäftsklimaindex, sank im März um 0,1 auf 111,1 Punkte, wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte. Der Rückgang war damit deutlich geringer als erwartet. Bankenvolkswirte hatten mit einem Wert von 110,5 Punkten gerechnet. Der robuste Ifo-Index sorgte derweil für Kursgewinne am Aktienmarkt.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn zeigte sich optimistisch: "Die Konjunkturampeln stehen unverändert auf grün. Deutschland befindet sich im Aufschwung", betonte er. Gerade die Einschätzung der aktuellen Lage habe sich noch einmal verbessert. Dieser Wert stieg um einen Punkt auf 115,8 - den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden sechs Monate sind dagegen um 1,4 Punkte zurückgegangen und bewirkten so das Gesamtminus beim Index, der im Februar noch auf Rekordniveau gelegen hatte.

Hälfte der Rückmeldungen nach Fukushima

Knapp die Hälfte der 7.000 Unternehmensantworten, auf denen der Index beruht, traf nach der Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima ein. Ob es dabei große Unterschiede in den Bewertungen vor und nach der Katastrophe gegeben habe, konnte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger nicht sagen. Man habe dies nicht gesondert untersucht. Insgesamt sei der Rückgang aber recht moderat ausgefallen, erklärte er. "Man hätte sich angesichts der Risiken, wie wir sie weltweit haben, auch eine stärkere Eintrübung vorstellen können", sagte der Experte.

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Derzeit seien die Unternehmen auf jeden Fall auf der positiven Seite, sagte Abberger. "Die Situation in Deutschland ist sehr stark, die Wirtschaft ist in einer sehr guten Verfassung, wenn die Risiken sich nicht verstärken."

Dabei geht es unter anderem um die Krise in Japan. Wenn sich die Situation dort stabilisiere und Tokio nicht verstrahlt werde, wären die wirtschaftlichen Folgen der dortigen Katastrophe kurzfristig, sagte Abberger. "Nichts, was die Weltwirtschaft aus der Bahn wirft."

Arabische Welt macht Sorgen

Greifbarer sei die Gefahr in der arabischen Welt. Wenn der Ölpreis weiter steige, beispielsweise aus Sorge über die Entwicklung in Saudi-Arabien, könne das die Weltwirtschaft wirklich treffen. Ohne die Krise wäre ein Ölpreis von rund 100 Dollar pro Fass gerechtfertigt, sagte Abberger. Der aktuelle Aufschlag dämpfe die Wirtschaft bereits ein bisschen, sei aber noch im Rahmen.

An dieser Stelle hat allerdings der starke Euro einen positiven Effekt. Er dämpfe den Anstieg der Rohstoffkosten, sagte der Konjunkturexperte. Auf dem aktuellen Kursniveau von gut 1,40 Dollar halte sich das mit den negativen Effekten für die Exportindustrie in etwa die Waage. Ein weiterer Anstieg wäre allerdings negativ.

Bei den einzelnen Branchen, die in den Geschäftsklimaindex einfließen, wies im März nur das verarbeitende Gewerbe eine Verbesserung des Klimas auf. Hier stieg es um 0,5 Punkte, während das Bauhauptgewerbe einen Einbruch um 3,6 Punkte hinnehmen musste. Im Großhandel ging es um 0,9 Punkte nach unten, im Einzelhandel um 0,4 Punkte.

Ifo-Index sorgt für Kursgewinne

Der deutsche Aktienmarkt hat derweil an seine Kursgewinne der vergangenen beiden Handelstage angeknüpft. Zuletzt rückte der Leitindex DAX um 0,4 Prozent auf 6961 Punkte vor. Der MDAX stand mit 0,4 Prozent im Plus bei 10.204 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDAX stieg um 0,3 Prozent auf 903 Punkte.

Experten verwiesen auf einen robusten Ifo-Index als Kursstütze. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft war im März trotz der Ereignisse in Japan und Nordafrika nur minimal gefallen und wusste so erneut positiv zu überraschen.

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