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Tchibo attackiert Starbucks und McCafe

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Neues Konzept: Tchibo attackiert Starbucks und McCafé

29.04.2011, 14:09 Uhr | dapd, dapd

Tchibo attackiert Starbucks und McCafe. Tchibo hübscht sich auf und will mehr Kaffe und Snacks direkt verkaufen (Foto: Tchibo) (Quelle: Hersteller)

Tchibo hübscht sich auf und will mehr Kaffe und Snacks direkt verkaufen (Foto: Tchibo) (Quelle: Hersteller)

Tchibo erfindet sich neu und bläst zum Angriff auf Starbucks und McCafé. Zunächst baut der Kaffeeröster seine 830 Filialen um. Künftig schenken dann die Tchibo-Mitarbeiter Kaffee aus, servieren Snacks und Mittagessen. Nach Massenentlassungen und einer schmerzhaften Sanierung schalten die Hamburger damit wieder in den Expansions-Modus. Sie wollen sich ein Stück vom Umsatz-Kuchen der schnell wachsenden Coffee-Shops abschneiden. Doch erst mal verschlingt der Umbau Millionen.

Filialen erstrahlen in neuem Licht

Allein im laufenden Jahr steckt Tchibo mehr als 100 Millionen Euro in den Umbau der Geschäfte. Die Filialen sollen in Zukunft hochwertiger erscheinen, etwa durch edle Holzapplikationen. Barhocker, braune Holzböden und sanftes Licht sollen die Kunden zu verweilen einladen - "ein ganz andere Look an Feel", erklärte Thomas Holzgreve, Vorstand der Tchibo-Konzernmutter maxingvest. Es solle auch mehr Servicepersonal geben, zur Kaffeezubereitung und für das Essen. Bisher wird in 500 der 820 Filialen schon Kaffee ausgeschenkt. In drei Jahren sollen es alle sein.

Bezahlen kann Tchibo den Angriff auf die modernere Konkurrenz problemlos: Der Gewinn vor Steuern und Zinsen verdoppelte sich 2010 auf 288 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Damit erntet Tchibo die Früchte der Sanierung, der in den letzten zwei Jahren rund 1000 Jobs zum Opfer fielen.

Umsatzwachstum angepeilt

"Wir haben den Baum so zurückgeschnitten, dass er wieder kräftig wächst", sagte Holzgreve. Tchibo hatte nach schwachen Ergebnissen die Kosten in den Jahren 2009 und 2010 kräftig gesenkt. Der Konzern zog sich aus manchen Auslandsmärkten zurück, in Deutschland wurden unrentable Filialen geschlossen. Zum Jahresende 2010 gab es noch 1200 Filialen in Europa.

Laut Holzgreve ist die Sanierung abgeschlossen. Für 2011 rechnet er mit weiterem Umsatzwachstum. Der Gewinn soll leicht unter dem Ergebnis von 2010 liegen, weil die Filialen umgebaut werden und hohe Kosten für Kaffee, Baumwolle und Transporte den Konzern belasten.

Tchibo weit hinter Starbucks

Tchibo liegt beim Verkauf von frisch gebrühtem Kaffee und Snacks gegenüber der Konkurrenz weit zurück: Starbucks kommt nach einer Liste des Verbandes Dehoga mit 144 Filialen auf 100 Millionen Euro Umsatz in Deutschland. Tchibo hatte mit rund 500 Filialen nur 34 Millionen Euro. Allerdings ist bei Tchibo der Kaffee billiger und es gibt deutlich weniger Speisen. Tchibo selbst lehnt den Vergleich ab: "Wir sind mit unserem Modell aus Ausschank, Kaffeeverkauf und Non-Food-Waren einzigartig", sagte Sprecher Arnd Liedke.

Nach Branchenberichten ist der Verkauf von Non-Food-Produkten für Tchibo längst wichtiger als der Kaffee. Der Konzern selbst nennt keine Umsatzanteile. Dabei hat Tchibo Holzgreve zufolge inzwischen das jahrelange Problem der unverkäuflichen Ware im Griff: Der Handelskonzern war vor einigen Jahren unter Druck gekommen, weil immer mehr Ware aus dem wöchentlich wechselnden Programm aus Kleidung, Küchenutensilien oder Sportausrüstung im Regal liegen blieb. Diese Produkte musste das Unternehmen dann verramschen. "Es wird nur noch bedarfsgerecht disponiert. Wenn ein Produkt einmal ausverkauft ist, ist es auch gut", erklärte Holzgreve.

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