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Aldi Nord zahlt Geldauflage

09.05.2011, 17:58 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Aldi Nord zahlt Geldauflage. 50.000 Euro Geldauflage für Aldi Nord (Foto: imago) (Quelle: imago)

50.000 Euro Geldauflage für Aldi Nord (Foto: imago) (Quelle: imago)

Aldi Nord zahlt laut einem Medienbericht 50.000 Euro im Zusammenhang mit einer jahrelangen versteckten Unterstützung der Arbeitnehmer-Organisation AUB. Mit dieser Geldauflage der Staatsanwaltschaft Essen ende ein Ermittlungsverfahren unter anderem gegen den Chef des Handelskonzerns, Hartmuth Wiesemann, bei dem es um den Verdacht von Verstößen gegen das Betriebsverfassungsgesetz ging, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Anzeige von Ver.di

Unter dieser Bedingung habe die Justizbehörde das Verfahren gegen Wiedemann eingestellt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Essen konnte den Sachverhalt am Wochenende zunächst nicht bestätigen. Die Gewerkschaft Ver.di, die Wiedemann und andere Aldi-Manager angezeigt hatte, bestätigte die Angaben der Zeitung. Bei Aldi Nord war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Geldauflage kein "Schuldeingeständniss"

Das in Essen ansässige Unternehmen verbreitete aber laut SZ eine "Klarstellung": Aldi Nord habe die Geldauflage nur akzeptiert, um das Zeit und Geld kostende Ermittlungsverfahren endlich zum Abschluss zu bringen. Bei Wiesemann liege keine "Schuld" vor. Ohne jegliche Auflage eingestellt habe die Staatsanwaltschaft Verfahren gegen andere Verwaltungsrats-Mitglieder.

Unternehmerfreundliche Organisation

Die AUB war lange Zeit von Siemens versteckt finanziert worden, um ein unternehmerfreundliches Gegengewicht zur IG Metall zu schaffen. Auch Aldi Nord habe heimlich Geld gegeben, schreibt die Zeitung. Ein damit finanzierter AUB-Referent habe Aldi-Betriebsräte geschult. Ein strafbarer Verstoß wegen unzulässiger Einflussnahmen auf Betriebsratswahlen sei dies jedoch nicht, entschied die Staatsanwaltschaft laut SZ. Wiesemanns Verschulden sei daher "als gering zu bewerten".

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