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Sex-Skandal: Solche Partys haben jahrzehntelange Tradition

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Sex-Partys haben jahrzehntelange Tradition

25.05.2011, 08:42 Uhr | cs mit AFP, t-online.de, AFP

Sex-Skandal: Solche Partys haben jahrzehntelange Tradition. Sex-Sause von Versicherung sorgt weiter für Wirbel (Symbolbild: imago) (Quelle: imago)

Sex-Sause von Versicherung sorgt weiter für Wirbel (Symbolbild: imago) (Quelle: imago)

Die Sex-Party der Hamburg Mannheimer International (HMI) ist offenbar kein Einzelfall. Wie ehemalige Vertreter dem "Handelsblatt" berichteten, seien solche Eskapaden unter Vertrieblern nichts Ungewöhnliches. Demnach seien bei Führungskräftetagungen der Versicherung Hamburger Prostituierte Stammgäste gewesen. Nach den Beschreibungen hätte dies eine jahrzehntelange Tradition. Offenbar kein Einzelfall: So soll es nach Informationen der "Financial Times Deutschland" auch bei dem Hannoveraner Versicherer Concordia Reisen mit professioneller Begleitung gegeben haben. Concordia-Sprecher Michael Vieregge dementierte umgehend: Bei solchen Reisen sei immer der Lebenspartner mit dabei - es gehe um Kultur. Unterdessen wurden weitere pikante Details zu der Sex-Sause in Budapest bekannt.

Spur führt zum AWD-Gründer

So lud einer der Gründer des Finanzdienstleisters AWD zu der frivolen Belohnungsreise der HMI ein. Denn Kai Lange war zu dieser Zeit als Vertriebschef der Versicherung tätig und für die Reise verantwortlich, wie das "Handelsblatt" berichtet. Dem Blatt sagte Lange, er habe sich nichts vorzuwerfen.

Lange gründete laut Bericht 1988 den Finanzdienstleisters AWD, den er gemeinsam mit seinem Schwager Carsten Maschmeyer führte. 1999 wechselte er demnach als Vertriebschef zur Hamburg Mannheimer, seit 2008 arbeitet er für den Finanzdienstleister Formaxx. Nach Angaben von Formaxx-Vorstand Eugen Bucher gibt es dort keine Sexreisen. Auch ein AWD-Sprecher schloss solche Veranstaltungen als Belohnung für verdiente Mitarbeiter aus.

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Strafrechtliche Folgen?

Unterdessen prüft die ERGO-Versicherung eine Strafanzeige. In der ERGO-Gruppe ist die Hamburg Mannheimer inzwischen aufgegangen. "Wir prüfen derzeit, welche Möglichkeiten bestehen, gegen die damals Verantwortlichen vorzugehen", sagte eine Sprecherin dem "Handelsblatt". Dazu gehöre auch die Prüfung der strafrechtlichen Seite. Dabei ist sich Lange keiner Schuld bewusst. Er selbst habe sich den ganzen Abend im Bereich der Diskothek aufgehalten, erklärte er dem Blatt. Er wisse daher nicht, was die Vertreter auf dem Gelände der Therme gemacht hätten. Von den Prostituierten habe er erst aus der Zeitung erfahren.

Himmelbetten und Freudendamen

Die Frage, wer die Anweisung gab, Prostituierte einzuladen und Himmelbetten aufzustellen, beantwortete Lange nicht. Er bestätigte aber dem Blatt, dass er als Vertriebsdirektor seine besten 100 Vertreter im Jahr 2007 zu der dreitägigen Reise nach Ungarn einlud. Höhepunkt der Reise war die Party in der historischen Gellert-Therme in Budapest. Neben Livemusik, Sternekoch und Akrobaten sollten auch 20 Prostituierte die Sinne der Vertriebler stimulieren. Eine Sex-Party der Extraklasse, denn die Damen sollen samt Himmelbetten zur freien Verfügung gestanden haben.

"Jeder konnte mit einer der Damen auf eines der Betten gehen und tun, was er wollte“, sagte ein Teilnehmer dem "Handelsblatt". "Die Damen wurden nach jedem solcher Treffen mit einem Stempel auf ihrem Unterarm abgestempelt. So wurde festgehalten, welche Dame wie oft frequentiert wurde."

Sex-Party "unheimlich peinlich"

Organisiert hatte die Reise und das Fest eine Event-Agentur, wie ERGO-Chef Torsten Oletzky dem "Spiegel" sagte. Allein die Abendveranstaltung habe 83.000 Euro gekostet. "Es wird schwer zu rekonstruieren sein, wer was auf dieser Reise getan hat. Außerdem ist die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung allein kein Grund, personelle Konsequenzen zu ziehen. Man kann das moralisch verurteilen - aber das wirklich gravierende Vergehen ist, dass damals Verantwortliche aus unserem Unternehmen so etwas organisiert haben", erklärte Oletzky. Dem Unternehmen sei das ganze "unheimlich peinlich".

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