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ERGO-Chef räumt Fehler ein

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ERGO-Chef räumt Fehler ein

22.06.2011, 14:31 Uhr | AFP, dapd, dapd, AFP, t-online.de

Der Chef der in die Schlagzeilen geratenen ERGO-Versicherung, Torsten Oletzky, hat Fehler im Umgang mit den bekannt gewordenen Skandalen eingeräumt. In einer E-Mail an die Mitarbeiter bezeichnete er etwa die Sex-Party in Budapest als "katastrophale Fehlentscheidung", wie das "Handelsblatt" online berichtete.

Auch die fehlerhaften Riester-Verträge, zu denen es bereits 2005 im zuständigen Fachbereich Hinweise gab, hätte das Unternehmen rechtzeitig selbst aufklären müssen, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben. Unter dem Druck der aktuellen Vorwürfe sei es dann zu Fehlern gekommen. "Die Folge ist, dass durch das nicht vollständig korrekte Dementi zu Beginn unsere Glaubwürdigkeit weiter gelitten hat", schrieb Oletzky demnach.

Schaden bei Riester-Verträgen geringer als angenommen

Der finanzielle Schaden liege jedoch nicht bei den Kunden, sondern beim Aktionär und belaufe sich nicht wie in den Medien berichtet auf 160 Millionen Euro, sondern auf einen einstelligen Millionenbetrag, erklärte der ERGO-Chef. Die zweitgrößte deutsche Versicherung gehört zum weltgrößten Rückversicherer Munich Re (Münchener Rück).

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In der E-Mail rief Oletzky gleichzeitig die Beschäftigten und Vertriebspartner der Versicherung zum Zusammenhalt auf. Das bestätigte ein ERGO-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Oletzky appelierte an "Solidarität und Geschlossenheit" der Beschäftigten und Partner. "Man könnte fast ein wenig den Eindruck gewinnen, dass es ein Sport geworden ist, nach Fehlern der ERGO zu suchen und darüber zu schreiben." Mit dieser ungewohnten Situation fertig zu werden, sei "für uns alle nicht leicht".

Durch Lustreise in die Schlagzeilen geraten

Enthüllungen über eine Lustreise nach Budapest hatten im Mai für Aufsehen gesorgt. 100 verdiente Mitarbeiter und Vertriebspartner der Hamburg-Mannheimer (HMI) - sie ging 2010 in der ERGO auf - hatten im Jahr 2007 auf Kosten der Versicherung an einer Feier mit Prostituierten in Budapest teilgenommen. Die Kosten für die Sex-Party beliefen sich auf 83.000 Euro, wie die ERGO im Mai mitteilte.

Im Juni wurde bekannt, dass die HMI zahlreiche Riester-Verträge falsch berechnet hatte - zu Ungunsten der Versicherten. Mehr als eine Woche später, am vergangenen Freitag, gab ERGO zu, dass die HMI im zweiten Halbjahr 2005 bei rund 14.000 Riester-Kunden "offensichtlich ein fehlerhaftes Formular" verwendet hatte. Demnach waren auf den Formularen niedrigere Verwaltungskosten ausgewiesen als die Versicherung tatsächlich kassiert hatte.

Fehler lange Zeit unentdeckt

"Problematisch fand ich, dass wir diesen Fehler in der Aufklärung nicht selbst rechtzeitig gefunden haben, obwohl es hierzu offensichtlich bereits im Jahr 2005 einen Hinweis an den zuständigen Fachbereich gab", schrieb Oletzky. Er erklärte dies damit, dass die "an uns herangetragenen Vorwürfe so pauschal waren, dass der Fehler in unterschiedlichsten Bereichen hätte liegen können". Hinzugekommen sei die "Fülle von vielfach falschen Vorwürfen" mit denen sich die internen Ermittler derzeit zu beschäftigen hätten. "Unter einem solchen Druck passieren dann leider auch solche Fehler, die eigentlich nicht passieren dürfen."

Gegenüber der Öffentlichkeit kündigte die ERGO an, sich bei den betroffenen Kunden zu melden und "unaufgefordert die Neuberechnung" der Riester-Policen vorzunehmen. Die Verbraucherzentrale Sachsen rief Versicherte derweil dazu auf, selbst aktiv zu werden. Mit einem Musterbrief der Verbraucherschützer könnten Betroffene ihren Korrekturanspruch geltend machen. Auch Verbrauchern, die zwischenzeitlich ihren Riester-Vertrag beendet hätten, stünden dabei Rückzahlungsansprüche zu. Dabei geht es nach Auskunft der Verbraucherschützer "pro Vertrag durchaus um vierstellige Beträge".

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