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Anklage  

BayernLB verklagt frühere Vorstände auf 200 Millionen Euro

29.06.2011, 10:42 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

BayernLB verklagt frühere Vorstände. Die Zeit der Drohungen ist vorbei: Die Ex-Chefs der BayernLB werden angeklagt (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Zeit der Drohungen ist vorbei: Die Ex-Chefs der BayernLB werden angeklagt (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die BayernLB geht ihren ehemaligen Vorständen nach monatelangen Drohgebärden an den Kragen. Noch in dieser Woche will sie eine Klage gegen sämtliche Vorstände einreichen, die 2007 an dem verhängnisvollen Kauf der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) beteiligt waren. Damit will die gebeutelte Bank 200 Millionen Euro eintreiben.

Bayerns Finanzminister sucht den Schuldigen

Gemessen am Schaden von 3,7 Milliarden Euro für die bayerischen Steuerzahler sind das zwar Peanuts. Für Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) geht es aber auch um das Ansehen der bayerischen Staatsregierung, die noch immer unter dem Niedergang der einst stolzen Landesbank leidet und nach Schuldigen sucht.

Die sind aus Sicht der Staatsregierung vor allem im damaligen Management der Bank zu finden. Obwohl vor dem Kauf im Sommer 2007 längst bekannt war, dass die HGAA hochriskante Kredite in ihren Büchern stehen hat, griff der Vorstand dankbar zu und brockte der BayernLB damit die größte Niederlage ihrer Geschichte ein. Nur mit Hilfe des Freistaats konnte die Bank nach Milliardenverlusten ein Jahr später vor dem Kollaps gerettet werden.

Vorstände müssen eventuell mit Privatvermögen haften

Alle acht Vorstände sollen dafür nun zur Kasse gebeten werden - und möglicherweise auch mit ihrem persönlichen Vermögen haften. Die Haftpflichtversicherungen der einstigen Top-Manager würden nach Informationen aus Branchenkreisen maximal rund 105 Millionen Euro zahlen. Die übrigen 95 Millionen müssten aus dem privaten Vermögen kommen. Arm dürfte keiner der Ex-Vorstände sein: Allein der frühere Vorstandschef Werner Schmidt hat zuletzt rund 1,4 Millionen Euro pro Jahr bei der BayernLB verdient. Ob die Ex-Manager aber tatsächlich ihre Konten plündern oder Häuser verkaufen müssen, ist ungewiss. Trotz der Klage wäre eine gütliche Einigung weiterhin möglich - dabei würden dann aber wohl weniger als 200 Millionen Euro zusammenkommen.

Ex-BayernLB-Manager: In der Branche verbrannt

Noch schwerer als der finanzielle Schaden wiegt aus Sicht von Branchenkennern der Ansehensverlust der Ex-Manager. "Die Fallhöhe ist hoch", heißt es im Umfeld der Banker: Von einst geachteten Landesbankern mit zahllosen Privilegien sind sie zu Sündenböcken für den Fall der BayernLB geworden.

Abgesegnet wurde der damalige HGAA-Deal vom ehemaligen Verwaltungsrat der BayernLB, in dem hochrangige CSU-Mitglieder saßen. Sie kamen im Gegensatz zu den früheren Managern aber zumeist ungeschoren davon. Die Kontrolleure, darunter der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein oder der einstige Wirtschaftsminister Erwin Huber (beide CSU) haben sich nach Einschätzung der Bank nur "leicht fahrlässig" verhalten. Nur von Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) und Ex-Sparkassenpräsident Siegfried Naser will die Bank ebenfalls Schadenersatz einfordern.

Opposition: Verwaltungsräte sollen auch angeklagt werden

Der Opposition im bayerischen Landtag geht das nicht weit genug. "Wir fordern nun nachdrücklich, dass der Vorstand der Bank auch Schadenersatzklagen gegen die ehemaligen Verwaltungsräte der BayernLB erhebt - und zwar gegen alle", sagte Eike Hallitzky von den Grünen, Mitglied der parlamentarischen BayernLB-Kommission. Auch die stellvertretende Vorsitzende der BayernLB-Kontrollkommission, Inge Aures (SPD), warnte davor, die CSU-Verwaltungsräte aus dem Blick zu verlieren. "Es müssen so viele Steuergelder wie möglich wieder zurück in die Staatskassen fließen."

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