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EZB: Leitzins steigt auf 1,5 Prozent

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Zinswende: Sparzinsen ziehen jetzt an

16.07.2011, 09:51 Uhr | dpa, dpa-tmn, dpa-tmn, dpa, t-online.de

EZB: Leitzins steigt auf 1,5 Prozent. EZB erhöht Leitzins - Sparer dürften profitieren (Foto: imago) (Quelle: imago)

Sparer können durch Vergleichen mehr aus ihrem Schwein herausholen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erneut an der Zinsschraube gedreht und den Leitzins im Euroraum auf 1,5 Prozent angehoben. Zuvor lag er bei 1,25 Prozent. Grund sei der anhaltende Inflationsdruck, teilte die EZB mit. Damit werden Tagesgeldkonten wieder deutlich attraktiver. Anleger können sich derzeit über ein steigendes Zinsniveau freuen: Die ersten Banken schrauben ihre Angebote deutlich nach oben. Mit unserem Tagesgeldvergleich finden Sie mit wenigen Klicks das für Sie beste Angebot.

Zinsen könnten bald weiter steigen

Mit dem zweiten kleinen Zinsschritt innerhalb von drei Monaten setzen die Währungshüter ihren allmählichen Ausstieg aus der Krisenpolitik des extrem billigen Geldes fort. Zuvor hatte der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld seit Mai 2009 auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent verharrt. Volkswirte erwarten ungeachtet der lodernden Staatsschuldenkrise in Griechenland und anderen Euroländern mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr. "Da sich die Inflationsrate stabilisiert und das Wirtschaftswachstum gerade eine kleine Pause einlegt, wird die EZB mit dem nächsten Zinsschritt aber voraussichtlich bis Dezember warten", prognostizierte Berenberg-Ökonom Christian Schulz.

Höhere Zinsen helfen im Kampf gegen die Inflation: Kredite werden tendenziell teurer, das mindert die Neigung von Unternehmen und Verbrauchern, auf Pump zu investieren und zu konsumieren. Andererseits könnten höhere Zinsen die Wirtschaftserholung in den europäischen Schuldenländern zusätzlich erschweren, wo rigide Sparauflagen den Aufschwung ohnehin bremsen.

Für Sparer eher positiv

Die Entscheidung der EZB sei vor allem "ein Signal an die Sparer", sagte Christopher Manolagas von der Frankfurter FMH-Finanzberatung. Die Währungshüter wollten damit zum Ausdruck bringen, dass "ihre oberste Priorität die Preissicherung" sei.

"Viele Banken wollen neue Kunden gewinnen", sagt FMH-Chef Max Herbst. Vor allem Direktbanken hatten in Erwartung einer Leitzinserhöhung in den vergangenen Wochen bereits Zinserhöhungen auf ihre Tagesgeld-Offerten vorweggenommen. "Daher bieten sie attraktive Zinsen." Doch die Auswahl der Angebot ist entscheidend.

Sparkassen und Volksbanken zögern

Marcus Preu vom Vergleichsportal Biallo erläutert die Problematik: "Allerdings gelingt nur mit einigen wenigen Tagesgeld-Angeboten ein Inflationsausgleich." Die Teuerungsrate in Deutschland lag im vergangenen Monat bei 2,3 Prozent. Das Gros der Tagesgeld-Angebote liegt Statistiken zufolge derzeit darunter. Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben ihre Zinsen bisher nur zögerlich erhöht - und werden das laut FMH-Experte Manolagas vermutlich auch weiterhin tun.

Anders ist die Lage bei vielen Tagesgeld-Angeboten von Direktbanken. Hier habe sich bereits die Leitzinserhöhung aus dem April bemerkbar. Herbst zufolge sei der durchschnittliche Zinssatz seitdem von 1,20 Prozent auf 1,55 Prozent gestiegen. Laut FMH bekommen Kunden für 1000 Euro auf einem Tagesgeldkonto Zinssätze zwischen 2,00 und 2,50 Prozent. Einige Angebote liegen sogar bei 2,60 oder 3,33 Prozent. Kunden müssten dafür aber gleichzeitig ein Depot oder ein Girokonto bei der jeweiligen Bank eröffnen. Mit unserem Tagesgeldvergleich finden Sie mit wenigen Klicks das für Sie beste Angebot.

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Ratenkredite sollen billig bleiben

Bei Ratenkrediten erwarten Experten durch den Zinsschritt der Währungshüter derzeit keine Verteuerung. In den vergangenen Wochen sind die Kreditkosten sogar nach unten gegangen. Diese Zinsdelle sei derzeit vorrangig der Schuldenkrise in Griechenland geschuldet, sagte Biallo-Experte Preu. Die Risikobereitschaft der Menschen sei aufgrund der Euro-Krise derzeit eher niedrig. Die tatsächlich gebotenen Konditionen hängen laut Manolagas außerdem vor allem von der Kreditwürdigkeit des einzelnen Kunden ab. Teurere Konditionen seien infolge der Leitzins-Erhöhung hingegen bei Dispozinsen zu erwarten.

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