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Der DAX taucht wegen Frankreich ins Minus

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Der DAX stürzt wegen Frankreich ab

11.08.2011, 10:33 Uhr | dpa-AFX, t-online.de - sky, dpa-AFX

Der DAX taucht wegen Frankreich ins Minus. Die Sorgen um Frankreichs Kreditwürdigkeit nehmen zu (Foto: dpa)

Die Sorgen um Frankreichs Kreditwürdigkeit nehmen zu (Foto: dpa)

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch seinen Erholungskurs abgebrochen und die Talfahrt fortgesetzt. Gerüchte über eine Abstufung der Kreditwürdigkeit von Frankreich waren Händlern zufolge der Auslöser in dem allgemein extrem nervösen Marktumfeld. Nachdem der DAX am Morgen noch bis auf 6089 Punkte gestiegen war, brach er am späten Nachmittag wieder um mehr als 500 Punkte ein. Mit einem Minus von 5,1 Prozent auf 5613 Punkte ging er aus dem Handel. Sein am Dienstag erreichtes 18-Monatstief bei 5503 Punkten wurde nicht unterboten. Der MDAX verlor 2,9 Prozent auf 8532 Punkte und der TecDAX büßte 1,5 Prozent auf 690 Punkte ein. Gold verteuerte sich kurzzeitig auf 1797 Dollar und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Deutsche Anleihen waren ebenfalls gefragt: Der Bund-Future zog um satte 1,3 Prozent an auf 134,13 Euro - ebenfalls ein neues Allzeithoch. Der Euro gab hingegen deutlich nach auf 1,4184 Dollar (siehe EURUSD). Und ein Fass Erdöl der US-Sorte WTI kostete 80,36 Dollar.

Angst um Frankreich

Auf dem Parkett kursierten Spekulationen um die Bonität der Grande Nation. Das Land könne nach den USA der nächste Kandidat sein, der bei einer der großen Ratingagenturen seine Top-Einstufung verliert, hieß es. Paris wies alle Gerüchte umgehend zurück. Ratingagenturen wie Fitch und Moody's bekräftigten ihre Einschätzungen und bestätigen auch den stabilen Ausblick für französische Anleihen.

Europas Börsen und die Wall Street auf Talfahrt

Dennoch gingen auch die Börsen in ganz Europa erneut auf Talfahrt: Der EuroStoxx 50 brach um weitere 6,1 Prozent auf 2153 Punkte ein und auch die Börsen in Paris und London standen tief im Minus. Vor allem Titel französischer Großbanken gerieten unter Druck. Die Societe Generale gab zeitweise um zwanzig Prozent nach, konnte sich aber wieder von ihren Tiefstständen erholen. In den USA büßte der Dow Jones Industrials 3,1 Prozent auf 10.881 Punkte ein. Der breit gefasste S&P 500 verlor 2,9 Prozent auf 1138 Punkte und an der Nasdaq gab der Composite-Index um 2,5 Prozent auf 2419 Zähler nach.

Quartalsbilanzen interessieren kaum

Einzelnachrichten und Quartalsbilanzen rückten dementsprechend heute erneut in den Hintergrund. Die Vorzugsaktien des Konsumgüterherstellers Henkel , die nach Zahlenvorlage zeitweise noch um mehr als sieben Prozent zugelegt hatten, retteten schließlich ein Plus von 2,7 Prozent auf 42,67 Euro. Sie profitierten zudem von ihrer Eigenschaft als defensive Aktien, wie auch die des Gesundheitskonzerns Fresenius , die um 2,7 Prozent stiegen.

E.ON brechen ein

Die E.ON-Aktien dagegen brachen nach Zahlen um 10,9 Prozent auf 13,82 Euro ein. Der Versorger hatte nach einem kräftigen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr wegen des Atomausstiegs seine Jahresprognose und die Dividende gekürzt. Zudem prüft der Düsseldorfer Konzern den Abbau von 11.000 Stellen.

Banken unter Druck

Die Aktien der Commerzbank büßten 7,7 Prozent auf 1,97 Euro ein, dicht gefolgt von denen der Deutschen Bank, die um 7,4 Prozent nachgaben. Die Commerzbank hatte am Morgen einen kräftigen Gewinneinbruch im zweiten Quartal gemeldet und zeigte sich wegen der Marktturbulenzen skeptisch über ihre Jahresziele. Zudem verlässt Finanzvorstand Eric Strutz im kommenden Frühjahr das Finanzinstitut.

KlöCo enttäuscht die Börsianer

Im MDax brachen die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co nach schwachen Zahlen um 25,93 Prozent auf 9,59 Euro ein. Q-Cells gingen im TecDAX nach Zahlen mit minus 17,7 Prozent auf 0,76 Euro auf Talfahrt. Auch das angeschlagene Solarunternehmen hatte nach einem schwachen Geschäftsverlauf einen Personalabbau beschlossen.

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Aufatmen in Asien

Am Morgen sah die Lage an den Börsen noch ganz anders aus: Gestützt von Gewinnen an der Wall Street und der wohl noch lange anhaltenden Nullzinsphase in den USA hatten sich die asiatischen Börsen am Mittwoch stabilisiert. Nach den teils heftigen Verlusten in den vergangenen Handelstagen konnten die Indizes an den meisten Börsen in Asien und im pazifischen Raum zulegen. So stieg der Index MSCI Asia Apex 50 um 2,3 Prozent auf 767 Punkte. Damit verringerte der alle Märkte umfassende Index seine Verluste seit Anfang August auf knapp 14 Prozent.

Moderate Entspannung in Tokio

Von Euphorie ist allerdings keine Spur. So drückt in Tokio - dem wichtigsten Handelsplatz Asiens - der erneut stark steigende Yen auf die Stimmung. Die japanische Währung nähert sich gegenüber dem US-Dollar trotz der Intervention in der vergangenen Woche erneut den historischen Höchstständen vom März. Der japanische Finanzminister Yoshihiko Nado betonte vor dem japanischen Parlament erneut, dass der starke Yen ein Problem für die wirtschaftliche Erholung des wegen des Erdbebens und Tsunamis angeschlagenen Landes sei.

An der Börse in Tokio fiel die Reaktion deswegen auch vergleichsweise verhalten aus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 konnte seine Gewinne der ersten Handelsminuten nicht halten. Am Ende verbuchte der Nikkei ein Plus von 1,1 Prozent auf 9039 Punkte und blieb damit über der Marke von 9000 Zählern. Am Dienstag war der Nikkei erstmals seit März unter diese Marke gefallen. Ebenfalls deutlich nach oben ging es in Hongkong. Dort stieg der Hang-Seng-Index um knapp vier Prozent, nachdem er am Dienstag noch fast sechs Prozent verloren hatte.

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