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DAX schießt um fünf Prozent nach oben

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Börsen und Märkte  

DAX schießt um fünf Prozent nach oben - Parkett-Handel unterbrochen

06.10.2011, 09:00 Uhr

DAX schießt um fünf Prozent nach oben . Jubel am Aktienmarkt   (Quelle: dapd)

Jubel am Aktienmarkt (Quelle: dapd)

Endlich wieder steigende Aktienkurse. An der deutschen Börse ging es nach den Verlusten der vergangenen drei Handelstage am Mittwoch stark aufwärts. Hauptsächlich angetrieben von Aussagen des Europa-Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (IWF), Antonio Borges, kletterte der DAX bis zum Xetra-Schluss um 4,9 Prozent auf 5473 Punkte. Sein Tageshoch markierte der Leitindex bei 5486 Punkten. Zur Bombenstimmung kam eine echte Bombendrohung. Der Late-Parkett-Handel wurde bis 18.30 Uhr unterbrochen. Für den MDAX ging es um 3,6 Prozent auf 8066 Zähler aufwärts. Und der TecDAX kletterte um 2,6 Prozent auf 643 Punkte. Mit der neuen Risikofreude am Aktienmarkt sanken die Notierungen der deutschen Anleihen: Der Bund-Future gab bis zum Abend um 0,9 Prozent nach auf 137,06 Euro. Der Euro wurde für 1,3310 Dollar umgesetzt und der Preis für eine Feinunze Gold bewegte sich bei 1627 Dollar. Ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI notierte am Terminmarkt bei 78,31 Dollar.

Bombendrohung lähmt Parkett

Am späten Nachmittag wurde der Parketthandel vorübergehend eingestellt. Aufgrund einer telefonischen Bombendrohung musste die Frankfurter Börse evakuiert werden. Eine Durchsuchung mit Sprengstoff-Spürhunden brachte keine Bedrohung zutage, gegen 18 Uhr durften die Angestellten wieder aufs Parkett. Der Late-Handel wurde um 18.30 Uhr fortgesetzt.

"Um jede Woche, um die sich die Griechenland-Krankheit verlängert, verlängert sich auch die mühsame Stabilisierung der Märkte", kommentierte Börsenbriefautor Hans Bernecker am frühen Nachmittag die Schwankungen. Für das starke Plus machten Marktteilnehmer neben "Schnäppchenkäufen" vor allem die Äußerungen aus den Reihen des IWF verantwortlich. Der Internationale Währungsfonds macht Druck und verlangt von den europäischen Ländern eine gemeinsame Strategie. Das Krisenmanagement der Europäer in der Euro-Schuldenkrise müsse "über den jetzigen Ansatz hinausgehen, um Erfolg zu haben", erklärte der IWF.

IWF deutet Stütze von Spanien und Italien an

Für gute Laune sorgte der IWF: Der Europa-Direktor des Internationalen Währungsfonds, Antonio Borges, hat den Kauf europäischer Staatsanleihen durch den IWF ins Spiel gebracht. Borges sagte in Brüssel, der IWF könnte "an der Seite" des EFSF investieren, wenn er Anleihen von Italien und Spanien kaufe. Der Fonds könnte den zwei Ländern auch spezielle Kreditlinien, sogenannte Precautionary Credit Lines (PLC), gewähren, sagte Borges. "Wir verfügen über eine ganze Reihe von Optionen, die auf den Tisch geholt werden könnten, um das Vertrauen in diese Länder wieder herzustellen." Borges sprach sich gegen einen "gigantischen" Rettungsfonds aus. Eine mögliche Option wäre es, den EFSF zu nutzen, um Investoren einen Schutz vor Verlusten zu bieten, sagte er.

Außerdem erläuterte er, das im Juli vereinbarte zweite Hilfspaket für Griechenland müsse wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage und der nur langsam vorankommenden Reformen überarbeitet werden. Das bedeute aber nicht unbedingt, dass die Inhaber von griechischen Anleihen mit größeren Verlusten rechnen müssten, erklärte Borges. Da für Griechenland bis Dezember keine größeren Schuld-Rückzahlungen anstünden, bestehe auch kein Grund zur Eile bei der Entscheidung über die nächste Tranche an Krediten. Griechenland selbst hatte erklärt, es habe bis Mitte November noch Geld, um Renten und Löhne zu zahlen.

Guter ISM-Index lässt US-Aktien ebenfalls steigen

Im Zwiespalt guter Wirtschaftsdaten und einer abwartenden Haltung der Anleger zur Schuldenkrise sind die US-Börsen am Mittwoch wechselhaft in den Handel gestartet. Anleger agierten zunächst noch zurückhaltend und warteten nach dem späten Kurssprung vom Vorabend auf konkrete Fortschritte der EU bei der Bewältigung der Schuldenkrise, hieß es am Markt. Die Indizes konnten ihre anfänglichen Verluste jedoch überwiegend aufholen, nachdem sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor im September weniger stark als erwartet eingetrübt hatte. Der entsprechende Index sei von 53,3 Punkten im Vormonat auf 53,0 Punkte gesunken, teilte das Institute for Supply Management (ISM) mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 52,8 Punkten gerechnet.

Der Dow Jones schwankte um seinen Vortagsschluss und lag nach drei Handelsstunden mit bescheidenen 0,1 Prozent im Plus bei 10.824 Punkten. Der marktbreite SundP-500-Index zeigte sich um 0,3 Prozent gegenüber Vortag verbessert bei 1127 Punkten. Und der mit Technologie-Werten bestückte Composite-Index erholte sich um 0,9 Prozent auf 2426 Punkte.

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Warnung vor neuer Bankenkrise

Im Fokus standen abermals die Banken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte am Dienstag vor einer europäischen Bankenkrise gewarnt. Dem wollen die EU-Finanzminister mit einer besseren Kapitalausstattung der europäischen Banken gegensteuern, damit könne die andauernde Unsicherheit reduziert werden. Gehörten die Bankentitel am Vortag über weite Strecken noch zu den schwächsten Papieren, zogen sie nun den DAX nach oben: So kletterten die Aktien der Deutschen Bank um 7,6 Prozent auf 26,50 Euro, die der Commerzbank stiegen um 5,4 Prozent auf 1,78 Euro.

Neuer Chef für Beiersdorf

Die Titel von Beiersdorf stiegen um 4,5 Prozent auf 41,11 Euro. Nach dem Auslaufen des Vertrages von Vorstandschef Thomas-B. Quaas wird im kommenden Jahr Stefan Heidenreich das Ruder bei dem Konsumgüterkonzern übernehmen. Heidenreich habe eine große Erfahrung, wenn es darum gehe, eine Marke erfolgreich zu führen, meinte Händler Markus Huber von ETX Capital.

Evotec meldet neues Projekt

Im TecDAX zogen Evotec um 5,5 Prozent auf 2,24 Euro an. Das Biotech-Unternehmen hat seine Zusammenarbeit mit der belgischen UCB ausgeweitet und ist eine Wirkstoff-Forschungskooperation eingegangen. Evotec erhält eine festgelegte Forschungszahlung über die gesamte Vertragslaufzeit, Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen für jedes zugelassene Medikament.

Dialog hakt iPhone-Enttäuschung ab

Die Enttäuschung, dass Apple am Vorabend nicht das erhoffte iPhone 5 vorstellte, ließ die Aktien des Zulieferers Dialog Semiconductor derweil kalt. Sie gewannen ein Prozent auf 12,50 Euro. Statt eines neuen iPhone 5 gab es lediglich das iPhone 4S mit einem schnelleren Prozessor, einer verbesserten Kamera und einer runderneuerten Antennen-Technik. Unter den weiteren als Zulieferer geltenden Unternehmen hatten vor allem Aktien von Gehäuseherstellern gelitten, da das iPhone 4S genauso wie sein Vorgänger aussehen wird.

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