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56 Milliarden Euro: Rechenfehler bei HRE noch nicht aufgeklärt

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56-Milliarden-Rechenfehler bei HRE noch unaufgeklärt

31.10.2011, 12:47 Uhr | dpa, dapd, bv, dapd, dpa, t-online.de

56 Milliarden Euro: Rechenfehler bei HRE noch nicht aufgeklärt. Finanzminister Schäuble steht wegen des "Bad-Bank"-Rechenfehlers bei der Hypo Real Estate (HRE) unter Druck (Quelle: dpa)

Finanzminister Schäuble steht wegen des "Bad-Bank"-Rechenfehlers bei der HRE unter Druck (Quelle: dpa)

Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich: Bei der "Bad Bank" der verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) wurden durch einen Rechenfehler rund 56 Milliarden Euro zu viel bilanziert. Nun, nach der Korrektur, ist die entsprechende Summe plötzlich verschwunden. Das entlastet den Bund als Eigner der Pleitebank und reduziert gleichzeitig Deutschlands Verschuldungsgrad deutlich von 83,7 auf 81,1 der Wirtschaftsleistung. Aber wie konnte das passieren? Haben einige Banker beim Jonglieren mit zu vielen Milliarden den Überblick verloren?

Der kapitale Milliardenfehler in den Bilanzen der "Bad Bank" der HRE mit Namen FMS Wertmanagement, die komplett dem Staat gehört, war durch fehlerhafte Doppelbuchungen seit dem vergangenen Jahr entstanden, die erst jetzt aufgefallen sind. Im Prinzip wurden quasi Addition und Subtraktion verwechselt.

SPD fordert Aufklärung von Schäuble

Die Opposition lacht sich nun natürlich ins Fäustchen und fordert eine lückenlose Aufklärung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). "Das ist kein Betrag, den die schwäbische Hausfrau in einer Keksdose versteckt und vergisst", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann. Schäuble sei für die "Schrottbank" verantwortlich und damit dafür, dass die Bank ordnungsgemäß geführt und beaufsichtigt werde.

"Der unbefangene Beobachter gewinnt den Eindruck, dass das Finanzministerium angesichts immer neuer Rettungspläne völlig die Übersicht verloren hat." Das neue Motto der Bundesregierung sei: "Milliarden sind nicht mehr so wichtig. Wir rechnen in Billionen", kritisierte Oppermann.

Keine Auswirkungen auf den Bundeshaushalt

Der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick, sagte zu "Spiegel Online": "Wir werden den Sachverhalt erst einmal genau untersuchen, dann aber verlangen wir Antworten." Die Bilanzbuchhalter hätten immerhin einen Betrag übersehen, der ungefähr ein Viertel des gesamten FMS-Vermögens ausmache.

Auf den Bundeshaushalt hat die Zahlenrochade übrigens keine Auswirkungen - also auch nicht auf die Neuverschuldung. Das liegt daran, dass die Finanzierung der Bank über einen Sonderhaushalt geführt wird. Dieser finanziert sich selbst und beschafft sich notfalls Kredite.

Fachleute haben noch keinen Durchblick

Das Ministerium ließ derweil offen, wie es zu der riesigen Fehlbuchung kommen konnte. Die genauen Hintergründe und Einzelheiten müssten sorgfältig untersucht und bewertet werden. Die Banker hatten ihre Angaben schon vor mehreren Wochen stillschweigend korrigiert, erst durch einen Bericht des Onlineportals stern.de gelangte die Panne nun an die Öffentlichkeit. Dem Ministerium gegenüber hatte die Bank die Panne bereits vor Wochen eingeräumt, wie es in Berlin hieß.

Dass die FMS-Buchhalter den Überblick über die Milliarden verloren haben, bezeichnete ein Wirtschaftsprüfer gegenüber "Spiegel Online" als wenig überraschend. Der Mann, der anonym bleiben wollte, sagte, teils liefen die Buchprüfungen automatisch über Computerprogramme. Selbst Fachleute könnten die Zahlenwerke kaum noch durchblicken.

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