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EZB stützt Italien mit Anleihekauf

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Italien-Krise  

EZB stützt Italien mit Anleihekauf

20.01.2012, 10:01 Uhr | dapd, dapd

Stützungskäufe aus Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Italien offenbar indirekt bei der Finanzierung seiner Staatsschulden geholfen. Dafür kaufte die EZB den Gläubigern Italiens Schuldtitel in Milliardenhöhe ab. Das bestätigten Marktteilnehmer in Amsterdam, Frankfurt und Wien der Nachrichtenagentur dapd.

EZB drückt Italiens Zinsen

Die Intervention "hatte einen deutlichen Effekt auf den Markt", sagte einer der Händler, dessen Haus der EZB direkt geholfen hatte, die Sicherheiten zu erwerben. Die vom Italiener Mario Draghi geführte Institution nahm durch die massenhaften Ankäufe so auch massiv Einfluss auf das italienische Umschuldungsprogramm.

Gleichzeitig hatte nämlich die italienische Finanzagentur Dipartimento del Tesoro den Gläubigern in einer ihrer regelmäßigen Auktionen angeboten, einen Teil der Anleihen zu erneuern. Im Angebot waren Anleihen im Wert von fünf Milliarden Euro mit einem Jahr Laufzeit. Dafür zahlten die Italiener dann eine Rendite von 6,1 Prozent bei starker Nachfrage von Investoren.

Ein Händler in Wien sprach davon, dass die EZB besonders am "kurzen Ende", das heißt bei Anleihen mit kurzen Laufzeiten, intervenierte. Im November stehen noch fünf weitere italienische Auktionen aus.

EZB ließ Berlusconi zappeln

Die EZB-Intervention kommt nur kurz nach dem angekündigten Rückzug von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Sogar Koalitionspartner hatten ihn zuletzt zu diesem Schritt aufgefordert. Kommentatoren der internationalen Presse spekulierten überdies, dass der neue EZB- Präsident, der Italiener Mario Draghi, Berlusconi habe zappeln lassen. Der Grund: Nur die EZB habe genügend Schlagkraft, um Italiens Zinsen zu drücken. Sie habe in den vergangenen Tagen aber eher zugeschaut, wie sich die Lage zuspitzte.

Die EZB ließ das alles unkommentiert. Erst in der kommenden Woche wird sich zeigen, wie viel die in Frankfurt angesiedelte Institution ungefähr gekauft hat. Zwar darf die EZB dem italienischen Staat nicht direkt Schulden abkaufen, sie darf aber Gläubigern des italienischen Staates Schuldtitel im sogenannten Sekundärmarkt abkaufen.

Rom fürchtet den "Todeszins"

Damit hat die EZB auch direkten Einfluss auf die Preise auf Auktionen, weil die Abnahmen im großen Stil Sicherheit und höhere Nachfrage bringen. Die Rendite für zehnjährige italienische Anleihen fiel wieder unter die vielbeachtete Marke von sieben Prozent.

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"Bei sieben Prozent wird es für Italien schwierig", hatte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger am Mittwoch in Berlin gesagt. Sicherer sei es erst bei vier Prozent. Experten gehen davon aus, dass der Schuldenberg Italiens zu groß für den europäischen Rettungsschirm ist.

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