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Schweiz koppelt Franken an Euro

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Nationalbank  

Schweiz koppelt Franken an Euro

23.12.2011, 14:20 Uhr | dapd, AFP, dapd, bv, dpa, AFP, dapd, t-online.de

Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat den Schweizer Franken nun doch an den Euro gekoppelt - obwohl sie dies vor kurzem noch ausgeschlossen hatte. Es wurde ein Mindestkurs von 1,20 Franken für einen Euro festgelegt. Dies sei eine weitere Maßnahme gegen die Überbewertung des Franken, hieß es. Nach der Ankündigung schoss der Eurokurs schlagartig in die Höhe und notierte bei knapp über 1,20 Franken. Am Morgen hatte der Wechselkurs bei unter 1,11 Franken gelegen. Der Franken wurde damit erfolgreich geschwächt - zur Freude der Schweizer Wirtschaft.

SNB will unbeschränkt stützen

Zur Durchsetzung des Kurszieles sei die SNB bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen, hieß es in der Mitteilung. Allerdings sei der Franken auch bei einem Eurokurs von 1,20 noch hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen, schrieb die SNB weiter. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erforderten, werde die Nationalbank weitere Maßnahmen ergreifen.

Der starke Franken hatte in der vergangenen Zeit die Wirtschaft der Schweiz belastet, vor allem der Export musste Einbußen hinnehmen. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen steigt. Wenn die exportierenden Schweizer Unternehmen fünf Prozent der Belegschaft hätten abbauen müssen, wären dies 25.000 Arbeitslose mehr gewesen. Die Schweiz hat knapp 7,9 Millionen Einwohner.

Günstige Euro-Preise für Schweizer

Dagegen konnten Schweizer im grenznahen Euro-Ausland besonders günstig einkaufen, wovon unter anderem deutsche Einzelhändler im Südschwarzwald profitierten. In der Schweiz lebende Ausländer, die in Euro bezahlt werden - beispielsweise Botschafts-Angehörige -, hatten gleichzeitig mit Einkommenseinbußen zu kämpfen.

Starker Zugewinn seit Jahresbeginn

Die Sorge um den Euro und den Dollar hatte den Wert des Schweizer Franken seit Beginn des Jahres erheblich steigen lassen. Der Franken wird wegen seiner Stabilität als Anlage geschätzt und legte seit Jahresbeginn um neun Prozent gegenüber dem Euro und um 14 Prozent gegenüber dem Dollar zu.

Im Kampf gegen den starken Franken hatte die Nationalbank bereits Anfang August ihren Leitzins praktisch auf Null gesenkt. Mitte August kündigte die Schweizer Regierung an, betroffenen Exportunternehmen und Wirtschaftszweigen im Inland mit zwei Milliarden Franken (mehr als 1,7 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen.

Schweizer Wirtschaft begrüßt den Währungsschritt

Schweizer Wirtschaftsvertreter begrüßten die Entscheidung der SNB zur perspektivischen Abwertung des Franken. Dieser Schritt sei ein "äußerst positives Signal", sagte ein Sprecher des Verbands der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem). Der Chefökonom des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft (economiesuisse), Rudolf Minsch, sagte, "das ist eine Notmaßnahme in einer äußerst schwierigen Zeit".

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