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Japan interveniert gegen Yen und steht zum EFSF

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Yen-Intervention  

Japan steht zum Euro-Rettungsfonds

20.01.2012, 09:39 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Vertrauensbeweis für Euroland: Japan will auch künftig in den Euro-Rettungsfonds investieren. "Die japanische Regierung wird weiter Anleihen des EFSF, die wir ausgegeben haben, kaufen", sagte der Chef des europäischen Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, in Tokio. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Damit könnte Japan zugleich den enorm starken Yen schwächen.

China und Japan sollen Euro-Anleihen kaufen

Regling war in der japanischen Hauptstadt mit Vize-Finanzminister Takehiko Nakao zusammengetroffen. Bisher hat Japan etwa 20 Prozent der Schulden aus dem Rettungsfonds gekauft.  Auf die Frage, ob Nakao ihm direkt zugesagt habe, dass Tokio auch weiter investieren werde, sagte Regling nach Angaben von Kyodo: "So wie in den vergangenen zehn Monaten."

Große Devisenreserven in Asien Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone hatten beim Euro-Krisengipfel in der vergangenen Woche in Brüssel beschlossen, die Schlagkraft des Eurorettungsfonds mit Hilfe eines sogenannten Hebels auf über eine Billion Euro zu erhöhen. Da die Regierungen in Europa jedoch zögern, weiter in den Fonds zu investieren, reiste Regling nach China und Japan, um dort um Investoren zu werben. Beide asiatischen Staaten haben mit die größten Devisenreserven der Welt.

Tokio will den Yen drücken

Derweil haben Japans Währungshüter in den Devisenmarkt eingegriffen, um sich gegen die rasante Festigung des Yen zu stemmen. Finanzminister Jun Azumi gab die neuerliche Intervention bekannt, wollte sich aber nicht zum Volumen äußern. Man habe Yen verkauft und Dollar erworben.

Zuvor war der Greenback im asiatischen Handel auf 75,32 Yen und damit auf den tiefsten Stand der Nachkriegszeit gestürzt. In Folge des Eingreifens der japanischen Währungshüter stieg der Dollar im Tokioter Morgenhandel auf über 78 Yen. Japan werde solange intervenieren, bis man "zufrieden" sei, sagte Azumi. Japans Exportwirtschaft leidet seit längerem unter der Yen-Stärke.

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