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Amazon - die dunkle Seite des Wachstums

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Amazon - die dunkle Seite des Wachstums

01.02.2012, 10:40 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Amazon - die dunkle Seite des Wachstums. Für Amazon geht es beim Wachstum bergauf, doch der Gewinn leidet

Für Amazon geht es beim Wachstum bergauf, doch der Gewinn leidet

Amazon zahlt einen hohen Preis für seinen Drang zu wachsen. Denn der Onlinehändler setzt alles daran, seine Stellung als Branchenprimus zu verteidigen. Doch das zehrt am Gewinn. Denn nur mit Kampfpreisen und kostenlosem Versand konnte der US-Konzern seine Verfolger auf Distanz halten und neue Kunden gewinnen. Letztlich brach der Überschuss um beinahe die Hälfte ein. Anleger zeigten sich geschockt - die Aktie gab deutlich nach.

Amazon-Umsatz steigt

Der Umsatz war im Gesamtjahr um 41 Prozent auf 48,1 Milliarden Dollar hochgesprungen. Verkaufsschlager waren nach den Worten von Konzernchef Jeff Bezos die Kindle-Lesegeräte für elektronische Bücher und der neue Tabletcomputer Kindle Fire.

Analysten gehen allerdings davon aus, dass Amazon am Kindle wenig verdient oder sogar etwas drauflegt. So kostet der Kindle Fire in den USA weniger als die Hälfte des Apple iPad: 199 Dollar statt 499 Dollar. Zudem steckte Amazon jede Menge Geld in den Ausbau seiner Lieferzentren, auch in Deutschland. Angesichts der hohen Kosten schmolz der Gewinn um 45 Prozent auf 631 Millionen Dollar. Doch die Strategie hat System: Amazon möchte mit den Lesegeräten seine Kunden noch enger an sich binden und damit die Umsätze steigern.

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Amazon kann Wachstumstempo nicht halten

Besonders dramatisch sah die Lage im wichtigen Weihnachtsquartal aus. Denn Amazon konnte sein Wachstumstempo nicht halten. Zudem steigerte das Unternehmen den Umsatz für seine Verhältnisse nur um magere 35 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdies um 58 Prozent auf 177 Millionen Dollar. Sogar ein Verlust schien zwischenzeitlich möglich.

Ganz so schlimm kam es dann doch nicht. Bezos betonte vor allem das überdurchschnittliche Wachstum der Fremdanbieter. Amazon verkauft über seine Plattform nicht nur eigene Waren, sondern stellt sie auch Dritten als Absatzweg zur Verfügung. Auf diese fremden Händler entfielen nach Stückzahlen mittlerweile 36 Prozent aller Verkäufe.

Wandel zum Inhalte-Anbieter

Dabei fährt Amazon eine zweigleisige Strategie: Neben dem klassischen Onlinehandel entwickelt sich Amazon immer mehr zum Anbieter von Inhalten wie Filmen und Musik. Dazu hat Amazon den iPad-Killer Kindle Fire herausgebracht und damit sein Profil als einer der schärfsten Rivalen von Apple geschärft. Mit dem Gerät sollen Kunden künftig digitale Inhalte aus dem umfangreichen Amazon-Angebot konsumieren. Zudem investiert das Unternehmen in seine Datenzentren und damit in den Zukunftsmarkt Cloudcomputing. Schon heute ist Amazon in diesem Segment stark vertreten.

An der Börse kamen die Geschäftszahlen nicht gut an. Die Analysten hatten mit einem besseren Abschneiden zu Weihnachten gerechnet. Zudem zeigten sie sich unzufrieden mit dem Ausblick auf das laufende Quartal. Der Konzern stellt ein Umsatzzuwachs von vergleichsweise schwachen 22 bis 36 Prozent in Aussicht und schlimmstenfalls einen Verlust. So gab die Amazon-Aktie im Frankfurter Handel im zweistelligen Prozentbereich nach.

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