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Verdacht auf illegalen Handel mit Rezeptdaten

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Verdacht auf illegalen Handel mit Rezeptdaten

15.02.2012, 10:46 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

. Pharmaindustrie: Vertrauliche Information gekauft? (Quelle: dpa)

Pharmaindustrie: Vertrauliche Information gekauft? (Quelle: dpa)

Es könnte einer der größten Datenskandale sein, den die deutsche Gesundheitsbranche je erlebt hat: Millionen von Rezeptdaten sollen nach "Spiegel"-Informationen unverschlüsselt an die Pharmaindustrie gelangt sein. Verwickelt sind möglicherweise die ganz großen Namen der Branche. 

Datenleck in der Gesundheitsbranche: Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma pharmafakt/Gesellschaft für Datenverarbeitung (GFD) beschuldigt mehrere deutsche Rechenzentren, illegal mit Daten aus Millionen Apothekenrezepten gehandelt zu haben. Die Daten seien gespeichert und ausgewertet worden, um sie an Kunden aus der Pharmaindustrie zu verkaufen, erklärt der Insider nach "Spiegel"-Informationen in einer eidesstattlichen Versicherung. Auf Weisung der Geschäftsführung der GFD in Karlsfeld bei München habe er jahrelang unverschlüsselte, nicht anonymisierte Rezeptdateien von den beiden größten deutschen Apothekenrechenzentren bezogen.

Daten müssen verschlüsselt sein

"Die Unterlagen, die uns in Auszügen zugespielt wurden, scheinen valide zu sein", sagte Thilo Weichert, der Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein in Kiel, dem "Spiegel". "Sie könnten einen der größten Datenskandale der Bundesrepublik im Medizinbereich aufdecken."

Zu den Kunden der GFD zählen die großen Namen der Pharmabranche: Bayer, GlaxoSmithKline, Novartis, Ratiopharm, Sanofi-Aventis. Die Unternehmen nutzen solche Rezeptdaten für ihre Marktforschung. Der Handel ist legal, solange die Daten nur verschlüsselt verwendet werden. Doch genau gegen dieses Verbot soll die GFD verstoßen haben.

Kontrolle für Unternehmen größer

Dank der unverschlüsselten Daten konnten die Pharmaunternehmen möglicherweise nachvollziehen, welche Arztpraxen welche Medikamente verschrieben haben. Mit solchen Informationen könnten die Hersteller zum Beispiel die Arbeit ihres Außendienstmitarbeiters kontrollieren und nachvollziehen, ob ein Arzt nach dem Besuch eines Pharmavertreters häufiger Medikamente eines bestimmten Herstellers verschreibt.

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