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GM zieht bei Opel die Schrauben an

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General Motors  

Opel-Beschäftigten drohen harte Einschnitte

22.03.2012, 17:35 Uhr | t-online.de, sky, dapd

GM zieht bei Opel die Schrauben an. Fahrzeuge vom Typ Opel Corsa im Opel-Werk im thüringischen Eisenach. (Quelle: dpa)

Fahrzeuge vom Typ Opel Corsa im Opel-Werk im thüringischen Eisenach. (Quelle: dpa)

Kampf mit harten Bandagen bei Opel: Beim angeschlagenen Autohersteller werden die Sanierungsschritte konkreter. Die Firmenleitung fordere von der Belegschaft den Verzicht auf Tariferhöhungen und Teile des Weihnachts- und Urlaubsgelds, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Opel lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. Australien beschloss unterdessen hohe Subventionen, um die Werke der australischen Opel-Schwestermarke Holden zu sichern.

Druck auf Opel-Beschäftigte wächst

Laut Zeitung sollen die Opel-Beschäftigten außerdem flexibleren Arbeitszeiten zustimmen und auf Wochenendzuschläge verzichten. Zudem soll der Anteil der Leiharbeiter auf ein Viertel steigen. Dienstleistungsarbeiten wie Kantine oder Wachdienst werden künftig nach Vorstellung der Manager nach einem niedrigeren Tarif bezahlt und Teile der Komponentenproduktion ausgelagert. Das Blatt beruft sich auf eine Präsentation von Opel-Produktionschef Peter Thom vor Betriebsräten.

Weniger Arbeit in Rüsselsheim und Eisenach

Opel hat in Europa dieses Jahr schon 20 Prozent Absatz verloren und machte im vergangenen Jahr einen Verlust von 523 Millionen Euro. Der Hersteller hat deshalb zeitweise die Montagebänder gestoppt. Die beiden Hauptwerke Rüsselsheim und Eisenach arbeiten seit Jahresbeginn deutlich weniger.

Der Betriebsrat griff die Firmenführung in einem Brief scharf an und warf den Managern vor, einen Standort gegen den anderen auszuspielen und insbesondere die Arbeitnehmervertretungen in einzelnen Werken "brutal unter Druck zu setzen".

Zwei Fraktionen an der Spitze von GM

Laut "FAZ" dringt der amerikanische Mutterkonzern General Motors (GM) nach Jahren mit Milliardenverlusten auf eine Wende - notfalls auch mit Hilfe von Werksschließungen und Personalabbau. Eigentlich wird dies durch Verträge mit der Belegschaft ausgeschlossen, die noch bis Ende 2014 gelten.

An der Spitze von GM gebe es zwar eine Fraktion, die die Verträge einhalten will, schrieb das Blatt. Die andere jedoch steuere auf eine harte Konfrontation mit der IG Metall vor 2014 zu. GM-Vizechef Stephen Girsky, der als Aufsichtsratsvorsitzender die Opel-Sanierung leitet, habe ein Problem: Damit er ganz an die Spitze von GM gelangt, müsse ihm die Wende in Europa möglichst schnell gelingen.

Als Konsequenz fordert die Opel-Spitze laut der Zeitung sofortige Zugeständnisse. Beispielsweise soll ein Teil der Produktion des Kompaktwagens Astra aus dem Stammwerk in Rüsselsheim an den polnischen Standort Gleiwitz verlagert werden. An allen Standorten wolle die Opel-Führung zudem einen Dreischichtbetrieb einführen, um die Kosten im Griff zu behalten. Dabei soll es künftig leichter fallen, eine etwaige dritte Schicht wieder zu streichen.

Im Rüsselsheimer Werk, wo eine dritte Schicht geplant war, werde inzwischen wegen des Absatzrückgangs beim Insignia nur noch an vier Tagen in der Woche überhaupt gearbeitet, wie laut "FAZ" aus dem Betriebsrat verlautet. Die Betriebsräte hielten dagegen: Statt des Sparplans fordern sie eine Ausdehnung der Exporte in Märkte außerhalb Europas wie Brasilien, China oder Indien.

Australien erkauft Joberhalt

Australien erkaufte sich unterdessen mit hohen Subventionen an General Motors den Erhalt der Autoproduktion. Das Land zahlt 219 Millionen Euro an den größten Autohersteller der Welt, der im Gegenzug für zehn Jahre den Bestand seiner beiden Werke in Australien garantiert, wie die Regierung in Canberra mitteilte. GM kündigte daraufhin Investitionen in Höhe von umgerechnet 760 Millionen Euro an.

Premierministerin Julia Gillard sagte, GM habe die Schließung der Werke mit 12.000 Arbeitsplätzen erwogen. Der australische GM-Ableger Holden setzte 2010 rund 132.000 Autos im australischen Markt ab, der insgesamt rund eine Million Fahrzeuge ausmacht. Die Opel-Schwestermarke leidet unter dem starken australischen Dollar und scharfer Konkurrenz etwa von Toyota.

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