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China wird teuer und vertreibt die ersten Konzerne

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China wird zu teuer für die Welt

29.05.2012, 12:35 Uhr | t-online.de, dapd, dpa, t-online.de

China wird teuer und vertreibt die ersten Konzerne. Shenzhen liegt im Perflussdelta und gilt als Chinas IT-Hauptstadt (Quelle: Reuters)

Shenzhen liegt im Perflussdelta und gilt als Chinas IT-Hauptstadt (Quelle: Reuters)

Das ehemalige Billiglohnland China ist erwachsen geworden - und teuer. Die boomende Wirtschaft hat vielen Millionen Chinesen zu einem bescheidenen Wohlstand verholfen. Und damit werden sie anspruchsvoller. Arbeiter stellen immer höhere Lohnforderungen, die sie auch immer häufiger durchsetzen - mit Folgen für den Standort. Denn steigende Personalkosten und Steuern vertreiben die ersten Konzerne aus China. Mehr als jedes fünfte europäische Unternehmen in China denkt an eine Abwanderung in andere Länder.

Standort China wird immer unattraktiver

Am Dienstag veröffentlichte die Europäische Handelskammer in China eine Umfrage unter ihren dortigen Mitgliedern, die die Führung in Peking aufschrecken sollte. Denn nach den aktuellen Zahlen planen immer mehr europäische Konzerne die Flucht aus China. Das Land verliere zunehmend an Attraktivität. "Wenn eins von fünf Unternehmen erwägt, das Land zu verlassen, würde ich das als ziemlich alarmierend betrachten", sagte EU-Kammerpräsident Davide Cucino vor Journalisten.

Bürokratie, steigende Kosten und Marktbarrieren vermiesen den Unternehmen das Geschäft, so die Ergebnisse der Umfrage. Ähnliche Zahlen kommen aus Hongkong: Einer Umfrage eines dortigen Unternehmerverbands zufolge wollen zwei von fünf Mitgliedern ihre Produktion im Perflussdelta einstellen.

Investitionen in andere Länder verlagern

In der Umfrage hatten 22 Prozent der Unternehmen angegeben, wegen der Unsicherheiten im Umgang mit Behörden, der zweideutigen Auslegung von Gesetzen und Vorschriften sowie der steigenden Arbeitskosten in China darüber nachzudenken, ihre Investitionen in andere Länder zu verlagern. In der Textilindustrie laufen Länder wie Bangladesch oder Kambodscha China den Rang als Billiglohnland ab - und ziehen Neuinvestitionen an.

Jede zweite Firma beklagte, wegen behördlicher Gängelung interessante Geschäftsmöglichkeiten verpasst zu haben. Den Unternehmen entging so ein "extrem großer Betrag" in mehrfacher Milliardenhöhe, schilderte eine Quelle in der EU-Kammer der dpa. Daneben belegte die Studie, dass China die eigene Industrie durch protektionistische Mittel gegen ausländische Konkurrenz schütze und keineswegs ein fairer Wettbewerb auf offenen Märkten stattfinde.

China ist strategisch immer wichtiger

Die Unternehmen gaben allerdings an, dass China ein immer wichtigerer strategischer Markt sei. Die Rahmenbedingungen verschlechtern sich aber zunehmend. Vor Jahren zogen die billigen Löhne noch massenhaft Unternehmen in das Reich der Mitte. Doch diese Zeiten sind vorbei. Denn die Löhne steigen rasant. Bei Foxconn, das für Apple iPhone, iPad und Co. herstellt, stiegen die Einkommen im vergangenen Jahr um bis zu einem Viertel.

Chinas Arbeitskraft ist begrenzt

Damit werden Chinas Bürger immer anspruchsvoller und fordern ihren Teil des Aufschwungs ein. Da die dortige Arbeitskraft trotz der Milliardenbevölkerung begrenzt ist und Unternehmen händeringend um neue Arbeitskräfte buhlen, können die potenziellen Angestellten höhere Löhne durchsetzen. Damit wird der Standort teuer. Die Aufwertung des Renminbi erhöht zudem die Preise für Exporte.

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