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Zertifikate für die Zeit nach der Hellas-Wahl

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Die Börse im Bann von Griechenland

31.05.2012, 11:39 Uhr | Der Aktionär

Zertifikate für die Zeit nach der Hellas-Wahl. Griechenland bestimmt erneut das Börsen-Geschehen (Quelle: imago)

Griechenland bestimmt erneut das Börsen-Geschehen (Quelle: imago)

Die Schuldenkrise in Europa geht nach Ansicht vieler Experten in ihre entscheidende Phase. Ein Regierungswechsel in Griechenland könnte den Austritt des Landes aus der Eurozone zur Folge haben. Fundamental betrachtet spricht vieles für steigende Kurse.

Hellas-Misere in der finalen Runde

Griechenland hier, Griechenland dort. Das kleine Land im Südosten Europas hält die Börsen nach wie vor in Atem. Viele Experten sind mittlerweile geneigt, zu sagen, dass sie sich einen Sieg der radikalen Parteien bei der nächsten Wahl am 17. Juni wünschen. Denn dies dürfte zur Folge haben, dass die Griechen aus der Eurozone austreten. Zurzeit sieht es auch danach aus, als ob das linksradikale griechische Bündnis Syriza als Sieger aus den Neuwahlen hervorgehen würde. Nach jüngsten Umfragen kommt es mit rund 28 Prozent auf die meisten Stimmen.

Sein Chef Alexis Tsipras hat zwar angekündigt, dass er im Fall eines Wahlsieges keinen Austritt Athens aus der Eurozone anstrebt, doch sollte das Land die geplanten Reformen blockieren und nicht drastisch sparen, werden die anderen Euroländer nicht mitmachen. Sie sind bereits aufgefordert, nationale Notfallpläne für den Fall der Fälle auszuarbeiten. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Bundesbank haben jeweils einen Griechenland-Krisenstab eingerichtet, um im Ernstfall gewappnet zu sein.

Klare Verhältnisse in Athen gewünscht

Robert Halver von der Baader Bank wünscht sich vor allem eins: klare Verhältnisse nach den Wahlen in Griechenland. "Sollte es eine schnelle Lösung der Griechenland-Frage geben", sagt der Kapitalmarktexperte im Interview mit dem "Aktionär", "wird der DAX am Jahresende deutlich höher stehen." Selbstverständlich müsse die EZB im Falle eines Ausscheidens Griechenlands einen Dominoeffekt in der Eurozone mit allen Mitteln verhindern. Die Notenbanker seien aber Kapitalmarktprofis genug, um dies zu schaffen.

Ist Griechenland einmal vom Tisch, könnten sich die Anleger endlich wieder den Fundamentaldaten widmen. Und die sind gut. Auf Basis der aktuellen 2012er-Gewinnschätzungen für den DAX liegt das KGV bei historisch niedrigen 9,7; für das kommende Geschäftsjahr reduziert sich das Gewinnvielfache sogar auf 8,5. Der langjährige Durchschnitt beträgt 14,6!

Kaum Alternativen zu Aktien

Ferner gibt es kaum Alternativen zu Aktien. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen ist auf 1,4 Prozent zusammengeschrumpft, Festgeld bringt je nach Anbieter um die 2,5 Prozent jährlich, was weniger ist als die momentane Inflationsrate.

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, was nach dem 17. Juni passiert. Es herrscht aber vielerorts die Zuversicht, dass die Politik das Griechenland-Problem löst und Europa zur Ruhe kommt. "Der Aktionär" erwartet zwar einen stürmischen Sommer, doch sollte der DAX bis zum Jahresende wieder deutlich an Kraft gewinnen. Für dieses Szenario stellt "Der Aktionär" fünf Zertifikate vor, welche die unterschiedlichen Risikoneigungen der Anleger bedienen.

Fünf Zertifikate für jeden Geschmack

Anlegern, die auch bei einem deutlichen DAX-Rücksetzer noch ruhig schlafen wollen, sei das EFG-Produkt (WKN: EFG0KK) mit Cap bei 5000 Punkten ans Herz gelegt. Der Risikopuffer beträgt derzeit 21,5 Prozent, das Renditepotenzial immerhin noch rund 5,8 Prozent beziehungsweise 6,5 Prozent pro anno.

Mehr als das Doppelte verspricht das Bonuszertifikat der DZ Bank (WKN: DZ3MKN), das mit einer Barriere bei 5000 Zählern ausgestattet ist. 72 Euro oder 12,7 Prozent Gewinn kann der Investor einstreichen, wenn der DAX bis zum 15. März 2013 nie diese Schwelle berührt oder unterschritten hat. Mehr geht allerdings auch nicht, da das Zertifikat bei 7200 Punkten gedeckelt ist.

Wer einfach den DAX 1:1 nachbilden will, greift zum Indextracker von der Commerzbank (WKN: 702979). Das Papier kann ohne Spread gehandelt werden und ist damit günstiger als ein ETF. Allerdings trägt der Anleger das Emittentenrisiko.

Der Discount-Call von BNP (WKN: BP2UU8) bringt rund 36 Prozent Gewinn, wenn sich der DAX bis zum 17. August über 6200 Punkten halten kann. Der Break-even liegt bei 6067 Zählern, wertlos wird der Schein, wenn der Index unter die Marke von 5700 fällt.

Ebenfalls für Risikofreudige ist das Knockout- Zertifikat der HypoVereinsbank (WKN: HV5TVL) gedacht. Der Schein hat einen Hebel von Fünf.

Die fünf Produkte sind sehr unterschiedlich in ihrer Ausrichtung. Das Discount- und das Bonuszertifikat sowie der Discount-Call bringen auch in Seitwärtsmärkten eine Rendite, wobei der Discount-Call in die Kategorie Hebelprodukte fällt und damit als spekulatives Investment einzustufen ist. Der Indextracker und der Turbo-Bull profitieren nur von steigenden Kursen.

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