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Schlecker: Das Aus ist besiegelt - was jetzt folgt

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Aus für Schlecker besiegelt

01.06.2012, 15:44 Uhr | AFP, dapd, dpa, t-online.de

Schlecker: Das Aus ist besiegelt - was jetzt folgt. Der Weg von Schlecker führt ins Aus (Quelle: dpa)

Der Weg von Schlecker führt ins Aus (Quelle: dpa)

Das war's mit Schlecker. Die insolvente Drogeriemarktkette wird zerschlagen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters sieht der Gläubigerausschuss "keine Perspektive für die wirtschaftlich vertretbare Fortführung von Schlecker oder die Veräußerung des Gesamtkonzerns an einen Investor". Der Ausschuss hatte am Freitag in Berlin getagt. Auch nachdem interessierte Investoren am vergangenen Freitag eine Woche Zeit bekommen hätten, um ihre Angebote "sowohl finanziell als auch konzeptionell" anzupassen, liege "keine Offerte im akzeptablen Bereich vor".

Daher habe das Gläubigergremium nun die Zerschlagung des Konzerns beschlossen. "Die Angebote waren nicht akzeptabel, weil sie deutlich unter einer Zerschlagung lagen", erklärte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Er "bedaure diese Entscheidung im Hinblick auf die vielen, zum Teil langjährigen Schlecker-Mitarbeiter sehr, die jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren". Am Ende waren noch Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und der US-Investor Cerberus Capital Management im Rennen gewesen. Letzterer hielt sein Gebot bis zum Schluss aufrecht, Berggruen verabschiedete sich vorher.

Keine Alternative für Abwicklung

Der große Schlecker-Gläubiger Euler Hermes hat das endgültige Aus für die Drogeriekette als alternativlos bezeichnet. "Man kann nur retten, wenn auch ein Retter da ist", sagte ein Sprecher des Kreditversicherers. Schlecker schuldet den Hamburgern rund 300 Millionen Euro.

Kündigungen Ende Juni

Für die Schlecker-Mitarbeiter steht nun der Gang zum Arbeitsamt bevor. Die betroffenen 13.200 Beschäftigten werden voraussichtlich bis Ende Juni ihre Kündigungen erhalten. Schlecker werde laut Angaben des Insolvenzverwalters zeitnah einen Ausverkauf in seinen rund 2800 deutschen Märkten starten. Gleichzeitig sollten die Gespräche zu einem Verkauf der Auslandstöchter fortgeführt und zu einem schnellen Abschluss gebracht werden. Auch den Verkauf der Vermögenswerte, etwa der Logistikstandorte und der Unternehmensimmobilien, wolle Geiwitz zügig abschließen.

Schlecker XL und Ihr Platz nicht betroffen

Für die Tochtergesellschaften Ihr Platz und Schlecker XL gelte die vereinbarte Zerschlagung nicht. Für beide gebe es "eine eigenständige Zukunft". Bei Schlecker XL arbeiten derzeit rund 1100 Menschen, Ihr Platz hat etwa 3990 Beschäftigte. Ende März hatten bereits 11.000 Schlecker-Beschäftigte im Zug der Insolvenz ihren Arbeitsplatz verloren.

Ex-Manager bezeichnet Schlecker als Schneeballsystem

Laut Top-Managern des Unternehmens war die Pleite schon lange absehbar. "Wenn wir ehrlich sind, dann funktionierten wir ab Mitte der 90er Jahre wie ein Schneeballsystem. Es ging nur weiter, weil wir es ständig erweiterten", zitierte das "Handelsblatt" einen sogenannten Altdirektor, angeblich einen der engsten Vertrauten von Firmenpatriarch Anton Schlecker.

Schlecker hatte auf dem Höhepunkt seines Wachstums mit über 8000 Filialen in Deutschland mehr als doppelt so viele Märkte wie die gesamte Konkurrenz. Allerdings erwirtschafteten Rossmann und dm in attraktiveren Lagen und mit einem größeren Sortiment mit der Zeit immer mehr Gewinn, während er bei Schlecker zurückging. "Das ist die eigentliche unternehmerische Leistung von Schlecker, dass er die Pleite so lange hinausgezögert hat", sagte der Altdirektor.

Ver.di organisiert Demonstration

Die Gewerkschaft Ver.di hat für den Nachmittag zu einer Kundgebung und Demonstration der Schlecker-Frauen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin aufgerufen. Als Redner wird unter anderen der Bundesvorsitzende Frank Bsirske erwartet. In Berlin kamen zeitgleich zum Gläubigerausschuss auch Hunderte Arbeitnehmervertreter von Schlecker zu einer Betriebsrätekonferenz zusammen.

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