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Schlecker: Neue Vorwürfe gegen Anton Schlecker im Pleitedrama

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Neue Vorwürfe gegen Schlecker im Pleitedrama

18.06.2012, 11:39 Uhr | t-online.de, t-online.de

Schlecker:  Neue Vorwürfe gegen Anton Schlecker im Pleitedrama. Anton Schlecker: Nach der Insolvenz ist sein Vermögen zumindest in Gefahr (Quelle: dapd)

Anton Schlecker: Nach der Insolvenz ist sein Vermögen zumindest in Gefahr (Quelle: dapd)

In dem Drama um Schlecker werden immer neue Vorwürfe gegen die Gründerfamilie laut. So soll Anton Schlecker Teile seines Imperiums vor der Pleite noch schnell an seine Familie übertragen haben. Angeblich habe er nur noch 18.000 Euro auf seinem Privatkonto, berichtet die "Wirtschaftswoche" (Wiwo). Nach Informationen des Magazins hält Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mehrere dieser Vermögensübertragungen für unrechtmäßig.

Schlecker hat fast kein Geld mehr

Das Blatt beruft sich auf ein ihm vorliegendes Sachverständigengutachten, das Geiwitz für das Amtsgericht Ulm erstellt hat. Nicht die erste zweifelhafte Aktion der Familie Schlecker im Pleitedrama. So wie es aussieht, bleibt für die Gläubiger nicht viel übrig - sie drohen fast leer auszugehen.

Der "Spiegel" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass die Kassen des Unternehmens fast leer seien. Angemeldete Forderung betrügen demnach 665 Millionen Euro. Dem stehe aber ein Ausschüttungsbetrag von lediglich 27 Millionen Euro gegenüber. Welche Gläubiger am Ende wie viel Geld bekommen, werde am 19. Juli ermittelt. Dann prüfe das Amtsgericht Ulm die Forderungsliste. Sicher einer der Gründe, wieso Gewitz nun um so genauer die zweifelhaften Transfers vor der Schleckerpleite unter die Lupe nimmt.

Grundstücke auf Familie übertragen

"Insbesondere Zahlungsströme an Familienmitglieder“ seien bereits untersucht worden, darunter zum Beispiel "Unterlagen zu Grundstücksübertragungen in den letzten 10 Jahren", heißt es in dem Gutachten. Einzelne Vorgänge möchte Gewitz dem Bericht zufolge möglicherweise gerichtlich angehen. Er sehe dort mitunter "anfechtbare Rechtshandlungen".

Laut "Wiwo" zahlte Schlecker nur wenige Tage vor dem Insolvenzantrag sieben Millionen Euro an das Logistikunternehmen LDG zurück. Diese Zahlung dürfte Gewitz zufolge "anfechtbar sein". Der Logistiker hatte dem Drogerieriesen zuvor ein Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe gewährt. Das Unternehmen ist im Besitz der Schlecker-Kinder Lars und Meike.

Grundstücke und Geldgeschenke

Ein weiterer Fall betrifft Christa Schlecker und ihre beiden Kinder. Ihnen soll der Firmenpatriarch im Jahr 2009 zwei Grundstücke aus seinem Privatbesitz unentgeltlich übertragen haben. In den letzten Jahren seien zudem "wiederholt Geldschenkungen an die Kinder und Enkelkinder des Schuldners" erfolgt, so der Bericht weiter.

Schlecker hatte nur 18.000 Euro auf dem Konto

Unabhängig von den genannten Punkten ist bei Anton Schlecker aber offensichtlich nicht viel zu holen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, beziffere Gewitz den Betrag "aus der Verwertung des pfändbaren Privatvermögens" auf 118.000 Euro. Schlecker verfüge weder über Villen noch über Yachten. Das gemeinsam genutzte Haus befinde sich "seit Langem im Eigentum der Ehefrau Christa Schlecker“. Auf dieses hätten die Gläubiger keinen Zugriff. Nur an einem Münchner Immobilienfonds, einer Ladenbaufirma und einem Parkhausbetrieb war Schlecker demnach privat beteiligt. Auf Schleckers privatem Girokonto bei der Sparkasse Ulm fanden sich demnach nur 18.000 Euro.

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Auch Luxusautos zählten bei Insolvenzeröffnung nicht zum Besitz Schleckers. "Nach jetzigem Kenntnisstand sind alle von Herrn Schlecker genutzten Fahrzeuge ausschließlich im Unternehmensvermögen bilanziert“, heißt es im Gutachten des Verwalters.

Schlecker-Kinder fordern 100 Millionen Euro

Dabei sind die Forderung laut "Spiegel" gegenüber der insolventen Drogeriemarktkette gewaltig. "Insgesamt 665 Millionen Euro an Forderungen haben unter anderem der Kreditversicherer Euler Hermes, die Bundesagentur für Arbeit (BA), Krankenkassen und diverse Lieferanten angemeldet." Aber auch die Kinder von Anton Schlecker machen vor dem Erbe ihres Vaters nicht halt. Sie sollen ihm privat rund hundert Millionen Euro geliehen haben.

Das Vermögen von Schlecker belaufe sich zwar noch auf fast 500 Millionen Euro - darunter 121 Millionen Euro Privatvermögen. Davon müssten aber Löhne und Sozialversicherungsbeiträge für die Mitarbeiter, Mieten, Warenrechnungen und die Kosten für das Insolvenzverfahren abgezogen werden. So schrumpfe der Betrag auf 27 Millionen Euro.

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