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Schuldenkrise stört Evonik-Börsengang

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Börsengang von Evonik abgesagt

18.06.2012, 14:56 Uhr | dpa-AFX

Schuldenkrise stört Evonik-Börsengang. Die Zentrale von Evonik in Essen (Quelle: dpa)

Die Zentrale von Evonik in Essen (Quelle: dpa)

Die Turbulenzen der Schuldenkrise beuteln Evonik: Der milliardenschwere Börsengang des Essener Chemiekonzerns ist abgesagt. Das hat das Kuratorium des Haupteigentümers RAG-Stiftung entschieden. Es hätten zwar viele große Investoren Interesse bekundet, aber wegen der hohen Unsicherheit der Märkte sei der erzielbare Preis zu weit von einer angemessenen Bewertung der Evonik entfernt, teilte die Stiftung mit.

Evonik bestätigt Pressemeldungen

Das Essener Unternehmen sei nach wie vor in einer glänzenden Verfassung, der Börsengang werde aber erst wieder ins Auge gefasst, wenn die Lage auf den Finanzmärkten einen angemessenen Erlös ermögliche, hieß es in der Mitteilung.

Damit bestätigten sich Meldungen aus Eigentümerkreisen, wonach der Schritt an die Börse wegen hohen Abschlägen beim Aktienkurs im Zuge der Euro-Krise auf Eis gelegt wurde. Der Haupteigentümer RAG-Stiftung, der 74,99 Prozent an Evonik hält, werde den Börsengang bei einer Kuratoriumssitzung nun entweder ganz absagen oder auf unbestimmte Zeit vertagen, hatte es aus Stiftungskreisen geheißen.

Anleger wollen weniger für Evonik zahlen

Die Abschläge, die internationale Investoren für ein Engagement bei Evonik wegen der Euro-Krise verlangt hätten, seien einfach zu hoch. "Es geht den Investoren nicht um Deutschland, es geht nicht um Evonik, es geht um die Euro-Zone", hieß es aus den Kreisen.

Der Minderheitseigentümer, der Finanzinvestor CVC Capital Partners (25,01 Prozent), unterstütze die Haltung der Stiftung voll. Ein Stiftungssprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. "Es bleibt bei unserer Haltung: Wir wollen nichts verschleudern", sagte er nur.

Börsengang schon zuvor verschoben

Der Börsengang war bereits zweimal verschoben worden. Vergangenen Sonntag hatten die Eigentümer einen weiteren Aufschub um eine Woche für neue Gespräche mit Investoren beschlossen. Am Ende der Woche habe ein Treffen mit den beauftragten Banken gezeigt, dass die nötigen Voraussetzungen für den Börsengang weiter fehlten, hieß es.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" hat der Vorstand der RAG-Stiftung sich am Sonntag in einer Empfehlung für die Kuratoriumssitzung vom Montag gegen den Börsengang ausgesprochen. Eine Entscheidung gegen den Vorstand sei praktisch nicht vorstellbar, schreibt die Zeitung.

Als Bewertungsziel für Evonik hätten die Eigentümer 15 Milliarden Euro angestrebt, hieß es in der Vergangenheit mehrfach. Dieser Wert sei klar verfehlt worden. Die Erlöse des Evonik-Börsengangs sollen im Wesentlichen zur Abdeckung der sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohle-Bergbaus genutzt werden. Dazu zählt das dauerhafte Abpumpen von Wasser in den ehemaligen Abbaugebieten.

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