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Münich Re überrascht mit starken Zahlen

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Münich Re überrascht mit starken Zahlen

07.08.2012, 10:26 Uhr | dpa-AFX

Münich Re überrascht mit starken Zahlen. Der "Walking Man" vor der Konzernzentrale in München (Quelle: dapd)

Der "Walking Man" vor der Konzernzentrale in München (Quelle: dapd)

Positive Überraschung aus München: Der Rückversicherer Munich Re hat nach einem starken zweiten Quartal ein höheres Ergebnis angedeutet. Der Konzern sei auf gutem Kurs, den ursprünglich angestrebten Jahresgewinn von 2,5 Milliarden Euro leicht zu übertreffen, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Fast zwei Drittel davon hat die Munich Re nach den ersten sechs Monaten erreicht - dank geringerer Katastrophenschäden, besseren Börsengeschäften und geringer Steuerbelastung.

Munich Re bedauert Niedrigzins

Sorgen bereiten dem Vorstand jedoch die niedrigen Zinsen: Diese forderten das Unternehmen mehr als die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die schlechtere Wirtschaftslage. An der Börse wurden die Nachrichten überwiegend positiv aufgenommen.

Von April bis Juni verdiente die Munich Re unter dem Strich 808 Millionen Euro - zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor und weitaus mehr als von Analysten erwartet. Dabei kam dem Unternehmen zugute, dass trotz Erdbeben, Stürmen und extremer Hitze die Schäden vergleichsweise gering blieben. Naturkatastrophen belasteten den Überschuss mit 292 Millionen Euro. Der Großteil davon entfiel mit 160 Millionen auf die Dürreschäden in den USA und das Erdbeben in Norditalien, für das die Münchener einen hohen zweistelligen Millionenbetrag zur Seite legten.

Gewinn am Finanzmarkt steigt

Die Beitragseinnahmen reichten daher aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der Schaden- und Unfall-Rückversicherung verbesserte sich um fast drei Prozentpunkte auf 96,9 Prozent. In der Erstversicherung lag sie mit 95,1 Prozent ebenfalls deutlich unter der kritischen 100-Prozent-Marke.

Auch an den Kapitalmärkten lief es besser: Der Gewinn aus Kapitalanlagen kletterte im zweiten Quartal um knapp ein Fünftel auf 1,8 Milliarden Euro, nachdem hohe Abschreibungen auf griechische Staatspapiere das Unternehmen ein Jahr zuvor belastet hatten. Dennoch rechnet Finanzvorstand Jörg Schneider weiterhin mit sinkenden Gewinnen aus dieser Sparte: Im laufenden Jahr soll die Rendite aus Kapitalanlagen weiterhin nur 3,5 Prozent erreichen. Damit fällt es dem Unternehmen immer schwerer, die versprochenen Renditen etwa für die Lebensversicherungskunden seiner Tochter Ergo zu erwirtschaften.

Rückzug aus Krisenanleihen

Aus den Anleihen der Euro-Schuldenstaaten hat sich die Munich Re weiter zurückgezogen. Der Bestand an griechischen und portugiesischen Staatsanleihen schrumpfte zur Jahresmitte auf Null. Auch in italienischen, spanischen und irischen Staatstiteln hat der Rückversicherer weniger Geld angelegt als zuletzt.

Unterdessen profitiert die Munich Re von steigenden Preisen im Rückversicherungsgeschäft. Bei der Vertragserneuerung zum 1. Juli konnte die Munich Re in der Schaden- und Unfallversicherung in den USA, Australien und Lateinamerika rund zwei Prozent höhere Preise durchsetzen. Zusammen mit einem wachsenden Geschäftsvolumen und Wechselkurseffekten schlägt auch auf die Bruttoprämieneinnahmen durch: Sie sollen in diesem Jahr jetzt 50 bis 52 Milliarden Euro erreichen, rund eine Milliarde mehr als zuletzt angekündigt.

Börsianer zeigen sich zufrieden

Commerzbank-Analyst Roland Pfänder sprach von insgesamt soliden Zahlen der Münchner. Während das Nettoergebnis seine sowie die Konsensprognosen übertroffen habe, liege die operative Entwicklung einigermaßen im Rahmen der Schätzungen. Doch er sah die Schaden-Kosten-Quote schwächer als erwartet.

Analyst Christian Muschick von Silvia Quandt Research nannte die Zahlen ebenfalls solide. Der Rückversicherer habe besser als von ihm erwartet abgeschnitten. Interessant dürften Kommentare zum geplanten Umbau der Tochter Ergo sein. Manfred Jaisfeld von der National-Bank sah seine Erwartungen indes klar übertroffen. Dabei betonte der Experte, dass sich die Schaden-Kosten-Quote im gesamten ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich verbessert habe. Jaisfeld erhöhte das Kursziel nach den Zahlen um 10 auf 135 Euro und empfiehlt die Aktie weiter zum Kauf.

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