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Hapag-Lloyd erhält Mega-Containerschiff

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Containerschiffe  

Riesen-Containerschiff für Hapag-Lloyd

17.08.2012, 15:28 Uhr | dapd, dpa

Hapag-Lloyd erhält Mega-Containerschiff . 366 Meter lang, 48 Meter breit, bis zu 13.200 Container: Mega-Frachter "Hamburg Express" an Hapag-Lloyd ausgeliefert  (Quelle: dapd)

Mega-Containerschiff "Hamburg Express" an Hapag-Lloyd ausgeliefert (Quelle: dapd)

Hapag-Lloyd hat einen neuen Riesenfrachter geliefert bekommen. Mehr als das Doppelte der "Deutschland" misst der Container-Pott, der am Freitag getrauft werden soll. Die brandneue "Hamburg Express" der Reederei Hapag-Lloyd ist mit 366 Metern so lang wie dreieinhalb Fußballfelder. Wenige Stunden vor der Rückkehr des Kreuzfahrtschiffes mit der Olympiamannschaft an Bord legte das gigantische Containerschiff im Hamburger Hafen an. Es stellt selbst die "Queen Mary" in den Schatten, die am Wochenende zu den "Cruise Days" in der Hansestadt erwartet wird.

Nicht das größte Containerschiff

Kurz nach Sonnenaufgang schob sich eine schwarze Wand vor das pittoreske Panorama des Hamburger Stadtteils Blankenese. 20 Container übereinander lassen sich in dem Schiff stapeln, elf unter und neun auf Deck, in 19 Reihen nebeneinander. Insgesamt finden in dem Riesenfrachter knapp 13.169 der bunten Boxen Platz, mit denen Hosen und Jacken, Spielzeug und Computer, Fernseher und Haushaltsartikel aus Asien nach Europa gebracht werden. Die "Hamburg Express" gehört damit zu den großen Containerschiffen, ist aber längst nicht das größte. Die dänische Reederei Maersk hat schon Frachter geordert, die 18.000 Container transportieren und bis 2015 geliefert werden sollen.

Mega-Containerschiff "Hamburg Express" auf der Elbe  (Quelle: Reuters)Mega-Containerschiff "Hamburg Express" (Quelle: Reuters) Zehn Mega-Schiffe bestellt

Hapag-Lloyd hat zehn der Schiffe bestellt, genug für einen "Loop", von Asien nach Europa und zurück mit dem gleichen Schiffstyp. Containerschiffe verkehren wie Linienbusse im öffentlichen Nahverkehr; jede Station der Reise wird einmal pro Woche angelaufen. Zehn Wochen dauert der Rundkurs, zehn Schiffe braucht die Reederei. Bis November kommenden Jahres werden sie geliefert. Jedes kostet ungefähr 140 Millionen Dollar, lässt sich aus einer Mitteilung der koreanischen Hyundai-Werft schließen. Die "Hamburg Express" fährt wie die "Deutschland" unter deutscher Flagge.

Optimismus für Containerschifffahrt

Für Hapag-Lloyd bedeuten die Schiffe in der 13.000-TEU-Klasse eine neue Dimension. Das zeigt auch das Vertrauen der größten deutschen Linienreederei in die Zukunft der Schifffahrt. "Aufgrund der weiter zunehmenden Nachfrage nach Containertransport-Leistungen ist die Containerschifffahrt auch langfristig eine Wachstumsbranche", sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Behrendt, dessen Ehefrau Cornelia die "Hamburg Express" taufte. Die zurückliegenden Krisenjahre und Preiskämpfe und die aktuellen Überkapazitäten ändern daran nichts.

In die Tanks passen bis zu 12.000 Tonnen Schweröl, für die extra kleine Tankschiffe längsseits gehen und Treibstoff in den Bauch des schwarzen Giganten pumpen. Allerdings fährt der Riese mit einer Füllung auch 30.000 Seemeilen weit, anderthalbmal um die Welt. Bei Kaiserwetter und Champagner staunten die Gäste der Taufe über die Brücke in 66 Metern Höhe und lauschten Reedereichef Michael Behrendt, der über "die neue Dimension" sprach, in die der Frachter und seine neun bestellten Riesenschwestern das Unternehmen bringen sollen.

Denn das ist das geschäftliche Geheimnis hinter dem Monster aus Stahl: Die Riesen fahren umgerechnet auf Transportkosten pro Container deutlich billiger als kleinere Schiffe. So befördert die "Hamburg Express" 50 Prozent mehr Container als das bisherige größte Schiff der Reederei. Die Kosten für Anschaffung und Betrieb steigen aber deutlich langsamer. Der Frachter "bedeutet einen Produktivitätszuwachs, der Hapag-Lloyd wettbewerbsfähiger macht", sagte Vorstandsmitglied Ulrich Kranich. Beispiel Besatzung: 24 Offiziere und Matrosen fahren das Schiff. Ebenso viele braucht die "Colombo Express", die aber 4500 Container weniger mitnehmen kann.

Das Institut Global Insight sagt für dieses Jahr ein Wachstum der weltweiten Containertransporte von vier Prozent voraus, in den Jahren danach von fünf bis sechs Prozent. Zusammen macht das von 2011 bis 2016 rund 29 Prozent mehr Containertransporte. Gleichzeitig wird das Flottenwachstum gebremst; gegenwärtig ordern die Reedereien kaum neue Schiffe. Die Werften in Fernost bearbeiten alte Aufträge. In zwei Jahren, so ist die Hoffnung in der Branche, sollten Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sein und der Markt gesund.

Treibstoffkosten steigen rasant

Die schlimmsten Preiskämpfe zwischen den größten Reedereien Maersk und MSC sind bereits abgeflaut; die Preise für den Containertransport steigen wieder. Doch noch reicht es nicht, weil die Kosten für den Treibstoff der Schiffe mit den Rohölpreise sehr stark gestiegen sind.

Allein im zweiten Quartal musste Hapag-Lloyd 330 Millionen Dollar (268 Millionen Euro) zusätzlich für Treibstoff ausgeben. Deshalb will Behrendt die Frachtraten weiter heraufsetzen. "Die Ladung an Bord der Schiffe muss die Kosten für den Transport decken", sagt der Hapag-Lloyd-Chef. "Sonst können wir unsere weltweiten Transportnetzwerke nicht nachhaltig betreiben, auf die die globalisierte Wirtschaft aber angewiesen ist."

Allerdings bringen Schiffe wie die "Hamburg Express" auch Probleme mit sich: Sie müssen voll ausgelastet sein, um die hohen Investitionen wieder einzufahren. Auch sind sie unflexibel bei der Routenplanung: An der US-Ostküste und in Südamerika gibt es keine Häfen, die groß genug für die Giganten sind. Sie sind beschränkt auf die Rennstrecke Europa-China. Die Taufgäste mussten sich deshalb mit der Besichtigung auch beeilen: Nur eine Stunde durften sie sich an Bord umsehen. Denn um Mitternacht musste der Riese schon los - Geld verdienen für die Tankrechnung.

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