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Studie: Opel setzt bei jedem Auto zu - Porsche ist dagegen top

19.08.2012, 14:59 Uhr | dpa-AFX

Studie: Opel setzt bei jedem Auto zu . Keine guten Studienergebnisse für Opel (Quelle: dapd)

Keine guten Studienergebnisse für Opel (Quelle: dapd)

Profitabel ist etwas anderes: Opel verliert im Schnitt mit jedem Kaufvertrag fast 1000 Euro - das ist das Ergebnis einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen. Dagegen macht der Sportwagenhersteller Porsche die dicksten Profite. Im Dreikampf mit Audi und Daimler hat sich BMW zudem in der ersten Jahreshälfte als der erfolgreichere Autobauer erwiesen.

Ganz schlecht sah es im ersten Halbjahr für die Autobauer aus, die überwiegend in Europa tätig sind: So machte Opel pro verkauftem Auto im Schnitt 939 Euro Miese und auch Peugeot-Citroen setzte 789 Euro zu. Noch vergleichsweise gut schlug sich der ebenfalls kränkelnde Hersteller Renault: Die Franzosen schafften beim Ebit ein leichtes Plus (65 Euro) je verkauftem Auto.

BMW stärker als Konkurrenten

Dagegen verdiente BMW in den ersten sechs Monaten mit jedem verkauften Auto im Schnitt 4325 Euro vor Zinsen und Steuern - und war damit im Kerngeschäft stärker als die beiden schärfsten Konkurrenten auf dem heimischen Markt. Audi musste sich mit einem operativen Gewinn von 4242 Euro pro Fahrzeug zufriedengeben, lag damit aber vor Daimler (3621 Euro).

Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer sieht aber noch gute Aufholchancen für die Schwaben: "Die kommen im vierten Quartal zurück", sagte der Experte. Er erwarte, dass der Verkaufsstart der neuen A-Klasse das Pkw-Geschäft beflügelt. Zudem hätten sie "ihre Kostenstrukturen deutlich verbessert".

Porsche in anderer Liga

Der vom Absatz her deutlich kleinere Sportwagenbauer Porsche spielt indes in einer ganz anderen Liga: An jedem verkauftem Neuwagen verdienten die Zuffenhausener in der ersten Jahreshälfte im Schnitt 16.826 Euro vor Zinsen und Steuern - so viel wie kein anderer Hersteller. Mit 18,64 Prozent operativer Umsatzrendite sind sie unschlagbar und gelten weiterhin als einer der profitabelsten Autobauer der Welt.

Spätestens 2020 ist Hyundai-Kia vorne

Außerhalb der Oberklasse hatte überraschend Chrysler im reinen Autogeschäft die Nase vorn (1436 Euro). "Nicht mal Hyundai-Kia, dem profitabelsten Massenhersteller der letzten Jahre, ist es gelungen, pro Fahrzeug einen höheren Gewinn zu erzielen", sagte Dudenhöffer.

Der südkoreanische Hersteller kam auf ein Ebit von 1386 Euro pro Fahrzeug und lag damit unter anderem vor Europas größtem Autobauer Volkswagen (916 Euro) und dem Weltmarktführer Toyota (845 Euro). "Spätestens 2020 wird Hyundai-Kia die Marktführerschaft übernehmen", prophezeite Dudenhöffer angesichts der jüngsten Zahlen.

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