Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

Lehman-Pleite: Ehepaar erstreitet 7,4 Millionen Euro

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Lehman-Pleite: Ehepaar erstreitet 7,4 Millionen Euro

22.08.2012, 14:17 Uhr | dpa-AFX

Lehman-Pleite: Ehepaar erstreitet 7,4 Millionen Euro. Die Insolvenz von Lehman- Brothers löste heftige Börsenturbulenzen aus (Quelle: Reuters)

Die Insolvenz von Lehman- Brothers löste heftige Börsenturbulenzen aus (Quelle: Reuters)

Späte Genugtuung nach dem Lehman-Kollaps: Ein Ehepaar aus Hannover ist beim Kauf von Zertifikaten der pleitegegangenen US-Bank Lehman Brothers entschädigt worden. Wegen falscher Beratung bekommt es daher 7,4 Millionen Euro Schadenersatz. Das hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg (OLG) entschieden, wie Sprecher Conrad Müller-Horn bestätigte (Az. 14 U 291/10). Die Zeitung "Neue Presse" aus Hannover hatte zuerst über den Fall berichtet.

Tausch von Commerzbank- in Lehman-Zertifikate

Das OLG bestätigte nun eine Entscheidung des Hamburger Landgerichts. Die Bethmann Bank hatte den vermögenden Anlegern den Angaben zufolge im April 2008 vorgeschlagen, sie sollten ihre Commerzbank-Zertifikate verkaufen und dafür Lehman-Zertifikate kaufen. Das Paar besaß bereits Lehman-Papiere, im April 2008 erwarb das Geldinstitut weitere Lehman-Zertifikate im Wert von knapp 3,7 Millionen Euro.

Das Landgericht hatte die Bank im September 2010 zur Zahlung von Schadenersatz wegen einer Pflichtverletzung aus dem Anlageberatungsvertrag verurteilt. Zur Begründung hieß es, die Bank hätte das Paar aufklären müssen, dass es mit Lehman bergab ging. Das Geldinstitut legte Berufung gegen die Entscheidung ein, das OLG wies die Berufung im Mai dieses Jahres zurück.

Bethman-Bank hielt laut Gericht Informationen zurück

Die Bank habe ihre Beratungspflichten unter anderem deshalb verletzt, weil sie den Anlegern vor dem "Tausch" der Commerzbank- in Lehman-Zertifikate ein falsches - schlechteres - Rating zur Commerzbank genannt habe, erklärte Müller-Horn. "Um einen Vergleich der Papiere zu ermöglichen, hätten wesentliche Informationen zu beiden Zertifikaten richtig und vollständig sein müssen."

Auch die negative Presseberichterstattung über Lehman habe die Bank verschwiegen. Sie hätte aber über Risikofaktoren aufklären müssen - unabhängig davon, ob im April 2008 bereits ein konkretes Insolvenzrisiko für Lehman vorhersehbar war. Ende Juli 2008 habe das Institut das Paar nicht auf die Herabstufung des Ratings von Lehman hingewiesen - sondern habe vom Verkauf der Zertifikate abgeraten.

Die US-Investmentbank Lehman Brothers hatte im September 2008 Insolvenz beantragt - die Pleite erschütterte den gesamten Finanzmarkt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
congstar „Smart Aktion“: 300 Min, 100 SMS und 1000 MB
zu congstar.de
Shopping
Portable Bluetooth-Speaker für alle Gelegenheiten
online unter www.teufel.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017