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Honorarkürzungen: In Deutschland droht im September Ärztestreik

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Ärzte wollen bundesweit streiken

04.09.2012, 09:21 Uhr | AFP

Honorarkürzungen: In Deutschland droht im September Ärztestreik. Kassenärzte in Deutschland sollen nach dem Willen der GKV weniger verdienen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kassenärzte in Deutschland sollen nach dem Willen der GKV weniger verdienen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im September droht offenbar ein flächendeckender Ärztestreik in Deutschland. Dies gehe aus einer gemeinsamen Erklärung von zehn großen Ärzteverbänden hervor, berichtete die "Bild am Sonntag". Hintergrund der Drohung der niedergelassen Ärzte seien die von den Gesetzlichen Krankenkassen geforderten Honorarkürzungen bei den Medizinern in Höhe von rund sieben Prozent. Die zehn Verbände vertreten den Angaben zufolge rund 120.000 Ärzte mit 60.000 Praxen.

Ärzte wollen Praxen schließen

"Den Verantwortlichen der Krankenkassen muss klar sein, dass die niedergelassenen Ärzte in Deutschland gemeinsam protestieren werden, sollten die rechtswidrigen Forderungen der Kassen Gehör finden", sagte Burkhardt Zwerenz vom Deutschen Hausärzteverband der Zeitung. "Und das bedeutet im Klartext, dass viele Praxen in Deutschland geschlossen sein werden - bei Fach- und Hausärzten."

Die Erklärung unterzeichneten der Zeitung zufolge der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI), der Berufsverband der Frauenärzte (BvF), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der Deutsche Hausärzteverband, der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN), der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP), der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), der Bundesverband der Pneumologen (BdP) und der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Krankenkassen wollen Ärzten das Geld kürzen

Der GKV-Spitzenverband hält dagegen eine Absenkung der Gesamtvergütung um 2,2 Milliarden Euro für angemessen. Die Ärzte hatten zuvor 3,5 Milliarden Euro mehr Geld gefordert. Über die Neufestsetzung der ärztlichen Vergütung verhandeln beide Seiten bereits.

Überschüsse der Ärzte deutlich gestiegen

Einer Studie der Unternehmensberatung Prognos für die GKV zufolge sind die Einnahmen der Ärzte stärker gestiegen als der finanzielle Aufwand zum Betrieb ihrer Praxen. Der durchschnittlich erwirtschaftete Überschuss je Arzt aus der Versorgung von gesetzlich Versicherten erhöhte sich demnach um 29 Prozent von 105.000 Euro im Jahr 2007 auf 134.000 Euro im vergangenen Jahr.

Werden auch Einnahmen aus der Versorgung von Privatpatienten einbezogen, ergebe sich sogar ein Reinertrag von 165.000 Euro. Damit gehörten die niedergelassenen Ärzte zu den Spitzenverdienern in Deutschland, meinte der stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg.

Ärzte-Einnahmen könnten sinken

In der Prognos-Analyse wird eine Senkung des sogenannten Orientierungswertes von derzeit 3,50 auf 3,25 Cent für das Jahr 2013 vorgeschlagen. Der Wert entscheidet im Wesentlichen darüber, wie viel Geld den Kassenärzten zugewiesen wird. Die vorgeschlagene Reduzierung würde ein durchschnittliches Minus von 19.000 Euro pro Praxis im Jahr bedeuten.

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