Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

Wettbewerbsfähigkeit: Deutschland überholt erstmals USA

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Deutschland überholt USA bei Wettbewerbsfähigkeit

05.09.2012, 13:45 Uhr | dpa, dpa-AFX

Wettbewerbsfähigkeit: Deutschland überholt erstmals USA. Deutschland überholt die USA (Quelle: dpa)

Deutschland überholt die USA (Quelle: dpa)

Die USA haben an Konkurrenzkraft eingebüßt - die deutsche Volkswirtschaft steht auf dem globalen Wettbewerbsindex erstmals vor der amerikanischen. Deutschland hielt sich im Wettbewerbs-Ranking des Weltwirtschaftsforums (WEF) auf Platz sechs, während die USA vom fünften auf den siebten Rang abrutschten. Weit hinten in der Rangliste finden sich die europäischen Schuldenstaaten wieder.

Schweiz auf Rang eins

Bereits das vierte Jahr in Folge verteidigte die Schweiz in der Rangliste den Spitzenplatz als die Volkswirtschaft mit der weltweit größten Wettbewerbsfähigkeit. Auf Platz zwei in der Bewertung des World Economic Forums folgt der asiatische Stadtstaat Singapur vor Finnland auf Platz drei. Mit Deutschland belegt die größte europäische Volkswirtschaft den sechsten Rang. Insgesamt sind sechs Staaten aus dem Norden Europas unter den ersten zehn Plätzen in der Rangliste zu finden, darunter auch Schweden, die Niederlande und Großbritannien.

Einen weiteren Rückschlag mussten die USA einstecken: Die größte Volkswirtschaft der Welt rutschte in der WEF-Rangliste das vierte Jahr in Folge nach unten.

Starke Infrastruktur in Deutschland

Deutschland bescheinigen die Analysten eine hohe Flexibilität und Innovationskraft seiner Wirtschaft sowie eine ausgezeichnete Infrastruktur. Diese sei die drittbeste der Welt, erklärten die Autoren der Studie. Zudem seien die deutschen Unternehmen meist in der Lage, die gesamte Kette der Wertschöpfung zu nutzen.

Die Bewertungen von insgesamt 144 Ländern erfolgte nach zwölf Kriterien - darunter die staatlichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, der Entwicklungsstand der Finanzmärkte und die Infrastruktur. Untersucht wurden auch das Gesundheits- und Bildungssystem sowie das Ausmaß der Kriminalität.

Deutsche Unternehmen enorm innovativ

Probleme sehen die WEF-Experten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Sie bemängeln, dass "fehlende Flexibilität bei der Bestimmung der Löhne sowie hohe Kosten bei Entlassungen die Schaffung neuer Jobs behindern". Bei der Arbeitsmarkt-Bewertung erreichte Deutschland daher nur Rang 119, was die Gesamtplatzierung negativ beeinflusste. Pluspunkte gab es hingegen für das hohe Niveau und die Praxisorientierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Die deutsche Wirtschaft, lobt die WEF-Studie, sei "sehr weit fortgeschritten, insbesondere in den Produktionsprozessen und bei den Vertriebssystemen, und Deutschlands Unternehmen gehören zu den innovativsten der Welt". Hinsichtlich der Investitionen in Forschung und Entwicklung sehen die WEF-Experten Deutschland weltweit auf Rang vier, bei der Innovationskraft sogar Rang drei.

Tiefe Kluft spaltet Europa

Dagegen sind die Länder Südeuropas in der Rangliste des Weltwirtschaftsforums weit zurückgefallen und belegen teilweise nur noch hintere Positionen. Das finanziell schwer angeschlagene Euroland Griechenland findet sich den Angaben zufolge nur auf dem 96. Rang. Auch die von der Schuldenkrise gebeutelten Eurostaaten Portugal (Rang 49), Spanien (Rang 36) und Italien (Rang 42) rangierten in der Liste weit hinten.

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, sieht eine ernste Gefahr in der wachsenden Kluft der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb Europas. Sie sei "der Grund für die aktuellen Turbulenzen, die unseren zukünftigen Wohlstand gefährden".

Er mahnte die Regierungen zu entschlossenem Handeln und zu langfristigen Maßnahmen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit. Nur so könne die konjunkturelle Entwicklung wieder auf den Pfad hin zu nachhaltigem Wachstum gebracht werden.

Das Ranking des Weltwirtschaftsforums basiert nach eigenen Angaben auf einem Index, der im Jahr 2004 entwickelt wurde. Die Wettbewerbsfähigkeit wird hierbei verstanden "als Summe der Faktoren, Politikmaßnahmen und Institutionen, die das Produktionsniveau und damit den Lebensstandard und das Wirtschaftswachstum eines Landes beeinflussen".

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Beko Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
MagentaZuhause für 19,95 € mtl. im 1. Jahr bestellen
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017