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Erste Schadensersatzklagen gegen Porsche abgewiesen

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Gescheiterte Übernahme  

Erste Schadenersatzklagen gegen Porsche abgewiesen

19.09.2012, 10:32 Uhr | dapd, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Erste Schadensersatzklagen gegen Porsche abgewiesen. Gescheiterte VW-Übernahme: Schadensersatzklagen gegen Porsche abgewiesen  (Quelle: dpa)

Schadensersatzklagen gegen Porsche abgewiesen (Quelle: dpa)

Etappensieg für Porsche. In den ersten Gerichtsverfahren um Schadenersatz-Forderungen von Anlegern gegen Porsche wegen der gescheiterten Übernahme des Volkswagen-Konzerns sind die Kläger gescheitert. Das Landgericht Braunschweig wies zwei Klagen über 3,1 Millionen Euro und 1,5 Millionen Euro ab.

Das Verfahren war der erste Schadenersatzprozess von Anlegern gegen Porsche wegen gescheiterter Aktiengeschäfte aus der Zeit des Übernahmekampfes 2008. Beide Kläger hatten dem Sportwagen-Hersteller Marktmanipulation vorgeworfen - durch fehlerhafte Pressemitteilungen über die weiteren Übernahmepläne. Eine Begründung für die Entscheidung der Zivilkammer wird noch erwartet.

Porsche-Aktien steigen

Aktien der Porsche-Holding reagierten am Mittwoch mit einem satten Kurssprung. Die Vorzüge von VW verteuerten sich ebenfalls, während der DAX nur leicht hinzugewann. Drei weitere Verfahren, die zum Teil auch Volkswagen betreffen, beginnen wohl erst im Frühjahr 2013. Das Urteil gibt Händlern zufolge wichtige Hinweise für die weiteren Hauptklagen, bei denen es um insgesamt rund 4,1 Milliarden Euro gehe.

Die Kläger hatten behauptet, Porsche habe sie im Jahr 2008 mit unrichtigen Pressemitteilungen zu Aktiengeschäften verleitet, die dann zu hohen Verlusten führten. Damals hatte Porsche mit Krediten und unüblichen Aktien-Deals ohne Erfolg versucht, den viel größeren Konkurrenten VW zu übernehmen. Dabei kam es zu großen Kursbewegungen der VW-Aktie auf über 1000 Euro, was viele Spekulanten anlockte. Porsche hatte den Vorwurf der Falschinformation stets zurückgewiesen und argumentiert, bei den Anlegern habe sich nur das übliche Marktrisiko verwirklicht. Die beiden Kläger sind erfahrene Aktienprofis.

Ablehnung der Klagen hatte sich abgezeichnet

Die Ablehnung der Klagen hatte sich schon bei der mündlichen Verhandlung im Juni abgezeichnet. Ein Urteil wegen sittenwidriger Geschäfte wäre "ein schwieriger Akt", stellte der Vorsitzende Richter Stefan Puhle damals fest. Er machte klar, dass der Bundesgerichtshof die Hürden für derartige Urteile extrem hoch angesetzt habe.

In dem einen Fall ging es um die Schweizer Firma Mycapital, die hauptsächlich mit Aktien handelt. Mycapital hatte Leerverkäufe von VW-Aktien getätigt, als Porsche seine Übernahmepläne enthüllte. Beim Schließen dieser Positionen entstanden Verluste von 1,6 Millionen Euro, wie der Geschäftsführer in der Verhandlung gesagt hatte.

Durch Informationen zu Spekulation verleitet

Im anderen Fall forderte ein Privatanleger aus Berlin von der Porsche Holding SE (PSE) sowie der Maple-Bank aus Frankfurt am Main 3,1 Millionen Euro Schadenersatz für Verluste aus Aktiengeschäften. Der Kläger warf Porsche vor, im März 2008 falsche Informationen veröffentlicht zu haben, die ihn zu den riskanten Geschäften verleitet hätten. "Ohne die Mitteilung von Porsche hätte ich das nicht gemacht", sagte der Kläger Ariel Cukierman, ein Volkswirt und erfahrener Börsenanleger, damals.

Auf fallende Kurse spekuliert

Seit 2005 hatte Porsche begonnen, über Kredite VW-Aktien aufzukaufen. Im März 2008 erklärte Porsche, bei VW nicht auf 75 Prozent Anteile aufstocken zu wollen. Die VW-Aktie war in dieser Zeit im Wert gestiegen. Cukiermann spekulierte von April bis September 2008 in mehreren Geschäften auf fallende Kurse der VW-Aktie, die Analysten als völlig überteuert beschrieben. Tatsächlich aber stieg der Kurs in einer Zickzacklinie immer weiter.

Im Oktober 2008 enthüllte Porsche in einer weiteren Mitteilung, dass der Konzern über Aktien und Optionen schon Zugriff auf fast 75 Prozent von Volkswagen habe. Im Jahr 2009 sollten die 75 Prozent überschritten werden, kündigte Porsche damals an. Cukierman und viele andere Anleger fühlten sich von Porsche verschaukelt.

Porsche wies diese Ansicht im Prozess zurück. Der Kläger habe seine Verluste bereits vor der Mitteilung vom Oktober eingefahren, erklärte das Unternehmen in der Verhandlung. Außerdem könne sich die Strategie von Porsche durchaus ändern, hieß es zur Erklärung der unterschiedlichen Mitteilungen.

Nach der Urteilsverkündung am Mittwoch sagte ein Porsche-Sprecher, die Entscheidungen seien "ein positives Signal". Die Porsche SE wolle auch in weiteren Prozessen "unsere Rechtsauffassung mit aller Konsequenz verteidigen". In Braunschweig sind noch drei ähnliche Schadenersatzprozesse anhängig. In diesen drei Verfahren geht es um Milliardensummen.

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