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EADS und BAE Systems: Scheitern der Fusion droht

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EADS und BAE Systems: Scheitern der Fusion droht

01.10.2012, 14:44 Uhr | t-online.de, dapd

EADS und BAE Systems: Scheitern der Fusion droht. Die Fusion von EADS und BAE Systems ist noch nicht in trockenen Tüchern (Quelle: imago)

Die Fusion von EADS und BAE Systems ist noch nicht in trockenen Tüchern (Quelle: imago)

Die geplante Fusion des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS mit dem britischen Rüstungshersteller BAE Systems droht zu scheitern. Der Grund sind laut "Süddeutscher Zeitung" Unstimmigkeiten über die Beteiligung von Deutschland und Frankreich an dem künftigen Gemeinschaftskonzern. Außerdem könnte auch ein Großaktionär die Pläne kippen - und der stellt sich gerade quer.

Aktionäre sollen gemeinsame Kontrolle aufgeben

Der Zeitung zufolge strebt die Bundesregierung zusätzliche Garantien an und will Teile einer neuen Konzernführung nach Deutschland holen. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für das Blatt sprachen sich EADS-Vorstandsvorsitzender Thomas Enders und BAE-Chef Ian King dagegen dafür aus, dass die bisherigen EADS-Großaktionäre - der Daimler-Konzern und die Gruppe Lagardère - ihre gemeinsame Kontrolle über den Konzern aufgeben.

"Wir schlagen vor, die Shareholder-Verträge, die derzeit Daimler, Lagardère und dem französischen Staat die gemeinsame Kontrolle über EADS ermöglichen, aufzuheben", schreiben die beiden Manager. "Es würde ein Unternehmen mit einer Verfassung geschaffen, die einen normalen Unternehmensbetrieb erlaubt und allen Anteilseignern - kleinen wie großen - die gleichen Rechte einräumt."

Großaktionär hat massive Bedenken

Der französische Großaktionär Arnaud Lagardère hat indes massive Bedenken angemeldet. "Lagardère hält die Bedingungen der Fusion zu diesem Zeitpunkt für nicht zufriedenstellend", teilte der Konzern mit. Das ist ein zusätzliches Problem, da der Medienunternehmer nach Angaben der "Financial Times Deutschland" (FTD) ein Vetorecht in der aktuellen EADS-Satzung besitzt wie sonst nur noch der französische Staat und der Daimler-Konzern.

Falls er das Zusammengehen von EADS mit BAE Systems ablehne, bräuchten die Gespräche gar nicht erst fortgesetzt zu werden, berichtete die "FTD". Das Unternehmen rief die EADS-Führung auf, das Vorhaben "neu zu bewerten, um die Interessen der französischen Aktionäre bei der Kontrolle von EADS besser zu berücksichtigen".

Einigung auf Machtverteilung im Konzern

Paris und Berlin haben sich währenddessen auf eine Machtverteilung im neuen Konzern geeinigt, meldete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Demnach wollten beide Seiten nach dem Zusammenschluss Anteile von je neun Prozent halten. Mit dieser Position gehe man in dieser Woche in die Verhandlungen mit der britischen Regierung, sagten Spitzenbeamte demnach.

Rösler will Deutschlands Interessen wahren

Mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte sich auch erstmals ein Mitglied der Bundesregierung öffentlich zu den Bedingungen für eine Fusion geäußert - und neben dem deutsch-französischen Gleichgewicht im Konzern weitere Forderungen gestellt. Ein Zusammenschluss biete Chancen, "gleichwohl muss auch Deutschland bei einem Zusammenschluss seine Interessen wahren", sagte Rösler der "Welt am Sonntag".

So forderte der Minister, dass im neuen Konzern "die beteiligten Länder ihre jeweiligen Standortstärken einbringen können", Deutschland etwa die Forschungs- und Entwicklungsleistungen. "Diese Kapazitäten dürfen nicht beschnitten, sondern müssen weiter gestärkt werden", forderte er.

Verteilung der Konzernzentralen im Visier

Zudem pochte der Vizekanzler darauf, dass Deutschland berücksichtigt wird, wenn über die Sitze der Machtzentren im Unternehmen entschieden wird. "Auch die Konzernzentralen müssen gleichberechtigt zwischen den beteiligten Ländern verteilt sein." Derzeit kursieren Befürchtungen, dass bei einer Fusion die zivile Luftfahrt am Airbus-Hauptsitz Toulouse konzentriert wird, während das Militärgeschäft nach London gehen könnte.

Bisher sind Daimler, die französische Lagardère-Gruppe und der französische Staat Großaktionäre von EADS. Deutschland plant, über die staatseigene KfW-Bank EADS-Aktien vom bisherigen Besitzer Daimler zu kaufen.

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