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Deutscher Automarkt bricht ein

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Der deutsche Automarkt bricht ein

02.10.2012, 17:39 Uhr | dapd, dpa-AFX

Deutscher Automarkt bricht ein. Die deutschen Autobauer rutschen immer tiefer in die Krise (Quelle: dapd)

Die deutschen Autobauer rutschen immer tiefer in die Krise (Quelle: dapd)

Harte Zeiten für die Auto-Branche: Der deutsche Automarkt ist auf den schwächsten Stand seit 21 Jahren gefallen. Im September kamen nur noch 250.000 Neuwagen auf die Straßen, rund elf Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das ist der niedrigste Septemberwert seit 1991, als 233.000 Neuzulassungen registriert wurden. Noch schlimmer ist die Lage bei den Lastwagen, deren Absatz um mehr als 16 Prozent sank, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte.

Der deutsche Markt als letzte Festung

Bisher waren die deutschen Autokäufer ein Bollwerk gegen die Krise in Europa: Im Juli und August hatte der Rückgang bei den Pkw-Neuzulassungen erst rund fünf Prozent betragen, deutlich weniger als bei Ländern in Südeuropa. Nun aber liegt im Zeitraum Januar bis September die Zahl der deutschen Neuzulassungen bei 2,36 Millionen oder schon 1,8 Prozent unter dem Stand des Vorjahres.

Mit dem dritten, deutlich größeren Minus in Folge greift die Absatzschwäche immer stärker auf Deutschland über.

Heftiger Einbruch bei Opel und VW

Im September mussten die meisten großen Autobauer Europas herbe Absatzeinbrüche in Deutschland hinnehmen. So setzte sich der Abwärtstrend bei Opel fort, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervorgeht. Der Absatz der Marke brach um fast 26 Prozent auf knapp 17.000 Neuwagen ein.

Auch Branchenprimus VW verkaufte mit nur 51.000 Fahrzeugen ein sattes Fünftel weniger als zwölf Monate zuvor. Die krisengeplagten Hersteller Fiat, Ford und Peugeot büßten ebenfalls über 20 Prozent ein, der Sportwagenwagenbauer Porsche etwas weniger.

Nur BMW als Fels in der Brandung

Von den wichtigsten Marken verkauften nur BMW, Hyundai und Skoda gegen den Branchentrend mehr Autos als im Vorjahresmonat. Die Münchner steigerten ihren Absatz um 9,3 Prozent auf 26.000 - während Konkurrent Audi 5,9 Prozent auf 19.300 Einheiten verlor und der Mercedes-Absatz um elf Prozent auf 22.700 zurückging.

Die Schwaben mussten kürzlich ihre Gewinnprognose senken und kündigten an, die Produktion zu drosseln - vorrangig wegen einer schwächeren Nachfrage nach den auslaufenden Modellen der E- und S-Klasse. Daimler-Chef Dieter Zetsche verkündete zudem, dass in allen Unternehmenssparten gespart werden solle.

Hyundai erkauft sich Marktanteile

Kräftige Zuwächse feiert auch Hyundai - diese sind zum Teil allerdings mit hohen Nachlässen erkauft.

Dies betonte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research: "41 Prozent aller Hyundai-Neuwagen kamen in den letzten acht Monaten als taktische Zulassungen auf den Markt. Die Hyundai-Manager schaffen scheinbar ihre hohen Verkaufsziele nicht und setzen daher massiv taktische Zulassungen im Markt ein."

Niemand will Elektro-Autos

Unterdessen steigt der Anteil von Pkw mit alternativen Antriebstechniken wie Flüssiggas-, Erdgas-, Hybrid- und Elektroantrieb nur langsam auf inzwischen 1,2 Prozent am deutschen Gesamtmarkt. Allerdings sei die Nachfrage nach reinen Elektroautos enttäuschend. "Die Neuzulassungen von Elektro-Pkw bleiben mit einem Anteil von 0,087 Prozent am Gesamtmarkt deutlich unter den Erwartungen", sagte VDIK-Präsident Volker Lange.

Nachdem es beim "Autogipfel" bei der Kanzlerin an diesem Montag keine Entscheidung für weitergehende individuelle Fördermaßnahmen gegeben habe, forderte Lange die Bundesregierung auf, zumindest als ersten Schritt den im Mai getroffenen Kabinettsbeschluss zur steuerlichen Förderung von Elektrofahrzeugen schnellstmöglich umzusetzen: "Es ist jetzt schon deutlich, dass ohne diese Maßnahmen das Ziel der Bundesregierung nach wie vor nicht erreicht werden kann."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag das Ziel bekräftigt, bis 2020 eine Million E-Autos auf den Straßen zu haben. Zwar sei dieses Ziel "nicht ganz einfach" zu erreichen. Merkel hielte es aber für falsch, jetzt die Ziele aufzugeben, da noch acht Jahre Arbeit bevor stünden. Einen Anschub durch eine Prämie lehnt die Regierung bisher ab.

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