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Metro fast auf Ramsch-Niveau herabgestuft

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Handelskonzern  

Metro fast auf Ramsch-Niveau herabgestuft

10.10.2012, 07:39 Uhr | dapd, dpa-AFX, t-online.de

Metro fast auf Ramsch-Niveau herabgestuft. Metro-Chef Olaf Koch nach Rating-Abstufung vor schwierigen Zeiten (Quelle: dpa)

Metro-Chef Olaf Koch: Schwierige Zeiten (Quelle: dpa)

Neuer Rückschlag für den größten deutschen Handelskonzern Metro: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des ehemaligen DAX-Werts um eine Stufe auf "Baa3" gesenkt. Das ist nur noch eine Stufe über Ramsch-Niveau. Die Ratingagentur begründete ihren Schritt mit den sinkenden Gewinnen des Handelsriesen. Dies und der stockende Schuldenabbau ließen mittelfristig keine deutliche Verbesserung der Kennzahlen erwarten. Metro-Aktien fielen um 2,2 Prozent auf 20,36 Euro - der tiefste Schluss-Stand seit Ende Juli.

Signifikante Gewinnwarnung

Der erst kürzlich aus dem DAX ausgeschiedene Konzern hatte am Freitag vergangener Woche die Börse mit einer Gewinnwarnung geschockt und seine Ergebnisprognose für 2012 wegen der Konsumflaute in Süd- und Osteuropa um rund 15 Prozent gesenkt. Auch die Analysten von Exane BNP Paribas stuften die Aktie des DAX-Absteigers deshalb gleich um zwei Stufen von "Outperform" auf "Underperform" ab. Das Kursziel wurde von 29 auf 20 Euro zurückgesetzt. Die signifikante Gewinnwarnung habe das Chance-Risiko-Profil für die Papiere deutlich verschoben, wurde der Schritt begründet.

Media Markt und Saturn machen Probleme

Die Hauptprobleme lägen offensichtlich im Nicht-Lebensmittelbereich und insbesondere bei der Media-Saturn-Holding, sagte Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers, der das Kursziel auf 21 Euro senkte, sein Votum aber auf "Hold" beließ. Im kommenden Jahr könnten zudem Kürzungen der Investitionen nötig werden, da das Unternehmen um seine erstklassige Kreditwürdigkeit kämpfe. Mittelfristig könnte sich die Online-Initiative des Unternehmens aber auszahlen, glaubt der Experte.

Vertrauen und DAX-Platz zurückgewinnen

Metro-Chef Olaf Koch will mit Fortschritten in der Geschäftsentwicklung und beim Konzernumbau verloren gegangenes Vertrauen der Kapitalanleger sowie den DAX-Platz zurückerobern. Um das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen, zählten in erster Linie operative Fortschritte. Koch machte auch deutlich, der Konzernumbau werde unverändert fortgesetzt.

"Wir werden jetzt erst recht unter Beweis stellen, was in der Metro Group steckt und welche Potenziale das Unternehmen birgt", betonte Koch, der seit Beginn des Jahres an der Spitze des weltweit viertgrößten Handelskonzerns steht. "Tatsache ist, dass unser Börsenwert derzeit nicht einmal den Wert unserer Immobilien reflektiert", verdeutlichte Koch.

Langfristige Finanzierung gesichert

Ein schlechteres Rating bedeutet in der Regel, dass der betroffene Konzern höhere Zinsen für Kredite oder Anleihen zahlen muss. Metro betonte allerdings in einer ersten Reaktion, die Entscheidung von Moody's werde wohl keine gravierenden Auswirkungen auf die Refinanzierungssituation der Metro Group haben. Die langfristige Finanzierung für die Jahre 2012 und 2013 sei bereits zu günstigen Konditionen sichergestellt. Der Konzern sehe seine Position bei Liquidität und Bonität als "weiterhin stabil an".

"Der Ruf der Metro Group in der Bankenwelt ist ausgezeichnet und garantiert uns jederzeit den Zugang zum kurz- und langfristigen Kreditmarkt", hieß es in der Erklärung weiter. Die Metro halte an dem Ziel einer nachhaltigen Umsatzverbesserung, einer Verbesserung des Cash-Flows und einer Senkung der Nettoverschuldung fest.

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