Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Daimler schockt die Börse mit Gewinnwarnung

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Daimler schockt die Börse mit Gewinnwarnung

25.10.2012, 08:40 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Daimler schockt die Börse mit Gewinnwarnung. Ein Mercedes bei der Endabnahme (Quelle: dapd)

Produktion bei Daimler (Quelle: dapd)

Daimler bekommt die Krise auf dem Automarkt immer stärker zu spüren. So zwingen der harte Konkurrenzkampf und die Absatzflaute den Autobauer zur Korrektur seiner Ziele für 2012. Die Schwaben schraubten ihre Vorhersage für den operativen Gewinn herab. Daraufhin verlor Daimler am Donnerstag über drei Prozent an der Börse. Die erste Konsequenz aus dem Gewinneinbruch: viele Milliarden Euro sollen im Konzern eingespart werden.

Daimler will sparen

"Angesichts der deutlichen Verschlechterung des Marktumfelds in wichtigen Märkten in den vergangenen Monaten sowie einer Intensivierung des Wettbewerbs hat Daimler die Ergebniserwartungen angepasst", teilte das Unternehmen mit. Vorstandschef Dieter Zetsche kündigte ein rigides Sparprogramm für die Kernmarke Mercedes an.

Einer Präsentation auf der Daimler-Seite zufolge will der Konzern seine Kosten 2014 um mindestens drei Milliarden Euro drücken. Demnach soll die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars mindestens zwei Milliarden Euro sparen, in der Lkw-Sparte sollen die Kosten um etwa 1,1 Milliarden Euro sinken.

E-Mail-Panne in den USA

Der Pressekonferenz am Donnerstag ging eine dicke Panne voraus. Denn ursprünglich hätten die Zahlen erst vor Börsenstart in Deutschland vorgelegt werden sollen. Eine E-Mail-Panne in den USA zwang den Konzern zur früheren Mitteilung. Das kam an der Börse nicht so gut an. Ein Händler sagte, dass einige Analysten zwar bereits eine Gewinnwarnung befürchtet hatten, das neue Ziel für das EBIT 2012 aber unter der Konsenserwartung liege. "Das ist schlecht, auch wenn das dritte Quartal selbst gar nicht so schlecht ausfiel wie befürchtet." Die UBS blieb bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktien und meinte, dass die Ziele wegen der aktuell schlechten Marktbedingungen verschoben wurden, sei nicht überraschend gekommen.

Gewinn wird deutlich sinken

Der DAX-Konzern rechnet neuerdings nur noch mit einem operativen Ergebnis von ungefähr acht Milliarden Euro, was knapp neun Prozent unter Vorjahresniveau wäre. 2011 waren Daimler aus dem laufenden Geschäft rund 8,75 Milliarden Euro geblieben, was diesmal zunächst wieder das erklärte Ziel war. Zum Sparvorhaben sagte Zetsche: "Mit diesem Programm bündeln wir bestehende und zusätzliche Effizienzmaßnahmen, um sowohl unsere kurzfristigen Ziele abzusichern als auch unser Geschäftssystem optimal und nachhaltig auszurichten."

In einem Brief an die Belegschaft hatte Zetsche am Mittwoch bereits angekündigt, etwa den Vertrieb im Wachstumsmarkt China umzukrempeln, wo Daimler hinter den Erzrivalen Audi und BMW liegt. Dazu hieß es am Mittwoch in der offiziellen Mitteilung, dass diese Reformen den Gewinn bei Mercedes zum Jahresende schmälern werden. "Ergebnisseitig wird mit Belastungen aus Maßnahmen zur Unterstützung des Händlernetzes in China gerechnet." Nur noch 4,4 Milliarden Euro soll die Pkw-Sparte 2012 operativ einfahren - nach 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Umsätze rauf, Gewinn runter

Unter dem Strich verdiente Daimler im dritten Quartal elf Prozent weniger und kam auf 1,2 Milliarden Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieben 1,9 Milliarden - minus zwei Prozent. Die Umsätze kletterten um acht Prozent auf 28,6 Milliarden Euro. Operativer Gewinn und Umsatz fielen besser als erwartet aus. Im außerbörslichen Handel zeigten Daimler-Titel zuletzt keine ausgeprägte Reaktion.

Zetsche hatte bereits Ende September Alarm geschlagen und angekündigt, in der wichtigen Autosparte mit den Marken Mercedes-Benz, Smart und AMG, werde das Vorjahres-Ebit 2012 wohl nicht erreicht werden. Zur Begründung für die Gewinnwarnung beim Gesamtkonzern hieß es nun, die Erweiterung der Pkw-Modellpalette und die "Produktoffensive" bei den Lastern seien herausragende Gründe bei den unerwarteten Belastungen.

Trendwende in Sicht

Die Trendwende ist bereits im dritten Quartal offensichtlich: Der Gewinnbringer Mercedes-Benz-Cars steigerte den Umsatz zwar um zehn Prozent auf 15,238 Milliarden Euro. Doch aus dem laufenden Geschäft blieben nur 975 Millionen Euro, was ein Einbruch von 12 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet.

Die Mitteilungspanne hatte ihren Ursprung in den USA. Dort gelangten die Zahlen versehentlich in den US-Mailverteiler. Es ist das dritte Mal in kurzer Zeit, dass ein großer Konzern derart patzt: Auch beim Internetriesen Google und dem US-Chemiekonzern Dow Chemical waren die Geschäftszahlen zu früh veröffentlicht worden. Problematisch wird dies, wenn noch der reguläre Börsenhandel läuft.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Zaubern Sie die Zeichen der Zeit einfach weg
Bye-bye Falten mit Youthlift von asambeauty
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017