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Takko: Mode "Made" in chinesischen Gefängnissen

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Takko produzierte in chinesischen Gefängnissen

05.11.2012, 08:34 Uhr | t-online.de, dapd

Takko: Mode "Made" in chinesischen Gefängnissen. Takko gehört zu den größten deutschen Textilhändlern (Quelle: dpa)

Takko gehört zu den größten deutschen Textilhändlern (Quelle: dpa)

Der deutsche Textilhändler Takko hat mehrere tausend Jacken und Tops in chinesischen Gefängnissen produzieren lassen. Das geht aus einem internen E-Mail-Verkehr hervor, der dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorliegt. Takko verstößt damit gegen die eigene Absichtserklärung, nach den Statuten der Fair Wear Foundation zu produzieren. Die internationale Organisation wacht über die Arbeitsbedingungen in textilproduzierenden Ländern und verbietet in ihren Statuten unter anderem Gefängnis- und Zwangsarbeit.

Abwicklung über eine Holding

Laut "Spiegel" bestellte Takko über 50.000 Jacken und Tops bei der Global Fashion Support GmbH (GFS). Die GFS gehört zur Hamburger Holding Dr. Rehfeld AG und vermittelt Produktionsmöglichkeiten in Asien. Für die Abwicklung der Aufträge und des Transports war die Granville Hongkong Textiles Limited zuständig - ebenfalls eine Rehfeld-Tochter.

Nur eine Postadresse bekannt

Takko bestätigte dem Magazin die Auftragsvergabe und erklärte, man habe bisher nur eine postalische Adresse der Produktionsorte gekannt und nicht gewusst, dass es sich dabei um Gefängnisse handle. Die Zusammenarbeit mit GFS sei im Sommer 2012 eingestellt worden, weil man mit deren Leistung nicht zufrieden gewesen sei.

Foundation besorgt

Die Fair Wear Foundation reagierte nach Informationen des Magazins alarmiert auf die Vorwürfe gegen Takko, zumal die Aufnahme des Discounters in die Organisation als kritisch gesehen wurde. Experten bezweifeln laut "Spiegel" indes, dass es möglich sei, in Ländern wie China, Indien oder Bangladesch, soziale und ökologische Arbeitsbedingungen hundertprozentig zu garantieren.

Im Oktober 2011 trat Takko der Organisation, die über die Arbeitsbedingungen in textilproduzierenden Ländern wacht, bei. Doch schon kurz nach Beginn der Mitgliedschaft verstieß der Händler gegen die Statuten, die unter anderem Gefängnis- und Zwangsarbeit verbieten, berichtete der "Der Spiegel". In Deutschland sind insgesamt 16 Firmen der Organisation beigetreten - so sind zum Beispiel auch Schöffel Sportbekleidung GmbH oder Jack Wolfskin Mitglieder.

Takko Fashion ist einer der größten deutschen Textilhändler mit über 1600 Filialen im In- und Ausland. Insgesamt beschäftigt das in Telgte im Münsterland angesiedelte Unternehmen mehr als 15.000 Mitarbeiter.

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