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Siemens kündigt hartes Sparprogramm an

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Siemens kündigt hartes Sparprogramm an

08.11.2012, 08:49 Uhr | dpa

Siemens kündigt hartes Sparprogramm an. Siemens wird kräftig sparen -  noch ist unbekannt wie viele Stellen wegfallen (Quelle: dapd)

Siemens wird kräftig sparen - noch ist unbekannt wie viele Stellen wegfallen (Quelle: dapd)

Der Elektrokonzern Siemens hat sich nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Geschäftsjahr ein unerwartet hartes Sparprogramm auferlegt. Bis 2014 sollten sechs Milliarden Euro eingespart werden, sagte Vorstandschef Peter Löscher in Berlin, wo er die Bilanz für das Geschäftsjahr 2011/2012 vorstellte. Analysten hatten nicht mit einem so hohen Betrag gerechnet. Dabei gab der Manager weiterhin nicht preis, wie viele Jobs gestrichen werden sollen. "Es wird sich am Ende auf die Arbeitsplätze auswirken", sagte Löscher im TV-Interview. Siemens spüre Gegenwind in der Weltwirtschaft, dies dürfte sich 2013 fortsetzen. "Wir müssen unsere Ärmel hochkrempeln."

Zügel werden angezogen

Bis 2014 will der Konzern eine Ergebnismarge der Sektoren von mindestens zwölf Prozent erreichen. Dazu zieht der Vorstand die Zügel überall im Konzern an. Design, Entwicklung und Fertigung sollen enger miteinander verbunden werden. Dies soll drei Milliarden Euro Ersparnis bringen. Eine weitere Milliarde soll durch eine "verbesserte globale Auslastung und Präsenz" erzielt werden und schlankere Abläufe im Konzern sollen nochmals eine Milliarde bringen. Die Siemens-Aktie legte vorbörslich etwas stärker als der Markt zu.

Siemens will schneller und unbürokratischer werden

Desweiteren will der Konzern, der im vergangenen Jahr nur das untere Ende seines gekapptes Ziels für den Gewinn aus fortgeführten Geschäften erreichte, schneller und unbürokratischer werden. Zum Programm gehören auch gezielte Käufe und Verkäufe. Neben der Solarsparte soll auch das Geschäft mit der Abwasserreinigung aufgegeben werden, kündigte Löscher an. Zugleich kauft Siemens für rund 680 Millionen Euro das belgische Softwareunternehmen LMS International, mit dem die Industriesoftware gestärkt werden soll.

Energiegeschäft belastet enorm

Die teuren Anschlussprobleme bei Windparks in der Nordsee hatten dem Konzern im vergangenen Jahr gezeigt, dass er sich zu viel zu schnell zugemutet hatte und dazu geführt, dass das ursprüngliche Gewinnziel nicht mehr zu halten war. Zu den mehr als 500 Millionen Euro, die Siemens wegen der Anschlussprobleme bislang in den Wind geschrieben hatte, kamen im vergangenen Quartal weitere Millionen hinzu. Im vierten Quartal schrieb der Konzern auf sein Energiegeschäft insgesamt 566 Millionen Euro ab, der Großteil davon hängt am Iran. Siemens darf wegen der Sanktionen gegen das Land alte Aufträge nicht mehr abarbeiten.

Positiver Ausblick

Für das jüngst angelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet Siemens mit einem Auftragsplus zwischen drei und fünf Prozent. Der Umsatz soll sich dem Niveau des vergangenen Jahres "annähern". Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften soll zwischen 4,5 und fünf Milliarden Euro herauskommen. Darin enthalten sind Kosten von einer Milliarde Euro für das Sparprogramm.

Das Gewinnziel ist wegen Änderungen in der Rechnungslegung nicht mit den 5,2 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr vergleichbar. Mit diesem Effekt hätte es stattdessen rund 4,9 Milliarden Euro betragen. Seinen Aktionären will Siemens eine unveränderte Dividende von drei Euro je Aktie vorschlagen.

Im Schlussquartal zwischen Juli und September legte der Auftragseingang um zwei Prozent auf 21,5 Milliarden Euro zu. Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 21,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis der vier Kerngeschäftsfelder Energie, Gesundheit, Industrie sowie Infrastruktur und Städte schrumpfte um 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, unter dem Strich blieben knapp 1,3 Milliarden Euro. Während Umsatz und Sektorgewinn die Erwartungen der Analysten übertrafen, blieb der Überschuss dahinter zurück.

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