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Financial Times: FTD erscheint am 7. Dezember zum letzten Mal

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"FTD" erscheint am 7. Dezember zum letzten Mal

24.11.2012, 12:55 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa, dapd

Financial Times: FTD erscheint am 7. Dezember zum letzten Mal. Eine Ausgabe der "Financial Times Deutschland"  (Quelle: dpa)

Eine Ausgabe der" Financial Times Deutschland" (Quelle: dpa)

Jetzt ist es offiziell: Die "Financial Times Deutschland" (FTD) wird Anfang Dezember eingestellt. "Der 7. Dezember wird unsere letzte Ausgabe", sagte die zuständige Betriebsrätin Maike Rademaker am Freitagmorgen in Hamburg. Das Traditionsmagazin "Capital" soll dagegen von Berlin aus weitergeführt werden, teilte der Verlag Gruner + Jahr (G+J) mit. Unklar sei noch die Zukunft der Schwesterblätter "Impulse" und "Börse Online". Der Verlag begründete den Schnitt mit anhaltenden Verlusten.

Fast die ganze Belegschaft verliert ihre Jobs

"Die Belegschaft wird in einem großem Umfang ihre Jobs verlieren", sagte die Sprecherin des Betriebsrats weiter. Genaue Zahlen nannte sie nicht. Einem Medienbericht zufolge sollen 320 von 350 Mitarbeiter von Gruner + Jahr, die in der Wirtschaftsmedien AG außer für die "FTD" auch für die Zeitschriften "Impulse" und "Börse Online" arbeiten, ihren Arbeitsplatz verlieren.

Für die beiden Titel "Impulse" und "Börse Online" wird noch geprüft, ob sie verkauft werden oder ob sie durch ein Management-Buy-Out - also die Übernahme durch verlagsinterne Manager - weitergeführt werden können. Von diesen Maßnahmen sind bei den Titeln direkt 314 Mitarbeiter betroffen, weitere 50 in angrenzenden Verlagsbereichen - etwa in der Computerabteilung. "Capital" werde voraussichtlich mit einer verkleinerten Redaktion publiziert, teilte der Verlag mit.

40 Millionen für Abfindungen

Die "FTD"-Mitarbeiter trugen am Freitag lachsfarbene Trauerschleifen am Revers. In der Freitagsausgabe der Zeitung ist die zweite Seite gefüllt mir Solidaritäts-Zuschriften von Lesern. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hat Gruner + Jahr rund 40 Millionen Euro für Abfindungen eingeplant. Mit den Betriebsräten werde über den Sozialplan verhandelt.

Mitarbeiter nur durch Presse informiert

Die Betriebsrätin warf der Verlagsführung Versagen im Umgang mit den Mitarbeitern vor, seit die ersten Gerüchte über eine Schließung aufkamen: "Wir haben alles nur aus der Presse erfahren", sagte sie.

Am Mittwoch hatte der Aufsichtsrat über die Zukunft der G+J-Wirtschaftsblätter beraten. Dabei haben die Kontrolleure den Vorstand ermächtigt, "einen Verkauf, Teilschließung oder Schließung der G+J-Wirtschaftsmedien vorzunehmen", wie ein Verlagssprecher sagte. Ein Verkauf der Zeitung kam nach Angaben aus dem Verlag aber nicht zustande.

Seit der Gründung in den roten Zahlen

Der Verlag hatte in der Finanzkrise 2008 seine Wirtschaftsmedien in Hamburg zusammengezogen, um Kosten zu reduzieren. "Zwar konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden, diese reichten jedoch nicht aus, um die rückläufigen Anzeigenumsätze auszugleichen", so die Erklärung des Verlags. Auch 2012 würden die Wirtschaftsmedien einen deutlichen Verlust machen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist die "FTD" nicht in die schwarzen Zahlen gekommen. "Vor diesem Hintergrund sehen wir keinen Weg, die "Financial Times Deutschland" weiter zu betreiben", teilte G+J-Vorstandsmitglied Julia Jäkel mit.

Die Einstellung der Zeitung dürfte der G+J-Deutschland-Chefin nicht leicht gefallen sein. Sie gehörte mit zum Gründungsteam des Blattes und stieg dort zur Verlagsleiterin "Editionen" auf, bevor sie 2004 in den G+J-Zeitschriftenbereich wechselte. Die "FTD" sei eines der ambitioniertesten journalistischen Projekte der vergangenen Dekade gewesen, teilte Jäkel mit. "Es geht ein bedeutendes Kapitel deutscher Publizistik zu Ende."

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