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Kaufhäuser: Tengelmann-Chef Haub erwartet weitere Marktbereinigung

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Tengelmann-Chef Haub sieht Kaufhäuser vor dem Aus

10.12.2012, 15:38 Uhr | dpa, dapd

Kaufhäuser: Tengelmann-Chef Haub erwartet weitere Marktbereinigung. Tengelmann-Chef Haub prognostiziert das Ende für klassische Kaufhäuser  (Quelle: dpa)

Tengelmann-Chef Haub prognostiziert das Ende für klassische Kaufhäuser (Quelle: dpa)

Geht es nach dem Chef der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, haben die klassischen Kaufhäuser mit einem breiten Warenangebot angesichts der starken Konkurrenz keine Zukunft mehr. "Ich befürchte, dass auch die Zeit der Kaufhäuser vorbei ist", sagte Haub dem Düsseldorfer "Handelsblatt". Gerade das Sortiment der Kaufhäuser mit Kleidung, Schuhen, Elektronik und Büchern verkaufe sich im Internet sehr gut. Die deutschen Verbraucher entscheiden sich immer häufiger für den bequemen Weg und shoppen von zu Hause aus.

Tengelmann geht mit der Zeit

"Die Sensation des Kaufhauses ist heute keine mehr, wenn ich mir im Internet eine Million Produkte anschauen kann" erklärte Haub. Früher seien Kaufhäuser das Maß der Dinge gewesen, heute seien es Onlineshops wie Zalando, an dem Tengelmann beteiligt ist, mit 1000 Marken und 150.000 verschiedenen Artikeln.

Für den deutschen Einzelhandel erwartet der Tengelmann-Chef nach den Pleiten von Schlecker und Neckermann für 2013 eine weitere Marktbereinigung. "Wir haben in Deutschland immer noch Überkapazitäten bei der Verkaufsfläche", sagte Haub. "In Summe bräuchten wir 25 bis 30 Prozent der Fläche gar nicht." Vor allem bei Textilhändlern und Baumärkten gebe es zu viel Fläche.

Wandel im Einzelhandel

Insbesondere im Einzelhandel vollzieht sich durch das Internet gerade ein rasanter Wandel. In einigen Innenstädten ist das schon sichtbar: Große Buchhandlungen oder Schuhgeschäfte mussten in attraktiven Citylagen mit teuren Mieten bereits schließen. Auch für einige Textilgeschäfte könnte es eng werden.

"Allein im abgelaufenen Jahr haben zahlreiche ehemals starke Handelsunternehmen nachhaltig die Gunst der Kunden verloren", beobachtet Christian Ziegfeld von der Unternehmensberatung OC&C in Düsseldorf. Schlecker und Praktiker seien da nur die offensichtlichsten Beispiele, aber auch Mediamarkt, Görtz, Esprit oder S'Oliver spürten den Marktwandel.

Onlinehändler steigern Umsatzvolumen um das doppelte

Mit rund 27,5 Milliarden Euro Umsatz rechnet der Bundesverband des Versandhandels in diesem Jahr im E-Commerce - allein im Weihnachtsgeschäft dürften es mehr als sieben Milliarden Euro werden. Übers Jahr gesehen könnten die Onlinehändler ihren Umsatz dann um mehr als 26 Prozent im Vergleich zu 2011 steigern. Ursprünglich war die Branche lediglich von 16 Prozent Wachstum ausgegangen. Innerhalb der vergangenen vier Jahre habe sich das Umsatzvolumen damit mehr als verdoppelt.

Firmenpleiten erwartet

Verwerfungen im Einzelhandel prognostiziert auch Handelsexperte Jörg Funder von der Fachhochschule Worms. Da der Gesamtumsatz im Einzelhandel auch in diesem Jahr nur leicht wachsen dürfte, geht der Boom der Online-Unternehmen zulasten der stationären Geschäfte. Das könnte weitere Marktbereinigungen und gar Firmenpleiten zur Folge haben, "wenn bestehende Anbieter nicht so schnell ihre Konzepte anpassen".

Viele Einzelhandelsbetriebe hätten schon in den vergangenen Jahren ihre Kosten gesenkt. "Wenn jetzt die Umsätze weiter wegbrechen, kann das von der Kostenseite kaum noch aufgefangen werden."

Händler müssen auf verschiedenen Kanälen aktiv werden

Künftig dürften vor allem die Anbieter erfolgreich sein, die auf verschiedenen Vertriebskanälen (Cross-Channel) aktiv sind. "Die da mitmischen, werden überleben", schätzt auch Peter Cyganek vom Handelsinstitut EHI ein. Problem sei, dass derzeit zwar viele klassische Einzelhändler auch im Internet aktiv seien, aber lange nicht so erfolgreich wie die reinen E-commerce-Unternehmen.

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